Warum Autofahren in Hamburg gefährlich ist

Autoverkehr in HamburgAutofahren in Hamburg Foto: ganz-hamburg.de

Laut kürzlich veröffentlichter Zahlen des ADAC ist Hamburg das Bundesland mit den niedrigsten Spritpreisen. Diese Nachricht freut zwar die Besitzer der rund 750.000 in der Stadt gemeldeten PKWs, gleichzeitig glänzt Hamburg durch die Führungsposition in einigen besorgniserregenden Statistiken.

Unfallhochburg Hamburg

Im Jahr 2014 lag Hamburg gemeinsam mit Berlin an der Spitze der gemeldeten Kfz-Haftpflichtschäden. Durchschnittlich 25 % häufiger als in den übrigen Bundesländern kam es hier zu Unfällen. Allzu sehr sollte das nicht verwundern, denn Angaben des Kraftfahrtbundesamts zufolge sind im selben Jahr mit über 40 % deutlich mehr Führerscheinprüflinge durchgefallen als in allen anderen Bundesländern. Außerdem ist der Anteil an zugelassenen Autos mit einer Maximalgeschwindigkeit von über 250 Kilometer pro Stunde mit 0,92 % ebenfalls deutschlandweiter Höchstwert. Und nicht zuletzt gehört die Hansestadt zu den 15 stauauffälligsten in ganz Europa. Alles andere als gute Voraussetzungen also für eine sichere Fahrt.

Zwar nicht potenziell lebensbedrohlich, aber dafür sehr ärgerlich ist es, in Bußgeldfallen zu tappen. Auch in diesem Bereich gab es zuletzt viele negative Schlagzeilen wie etwa das umstrittene Vorgehen der Firma Park&Control, die von vielen Supermärkten mit der Parkplatzkontrolle betraut worden ist.

Was bedeutet das für mich als Autofahrer?

Der Verkehrsstatistik 2015 zufolge haben überdurchschnittlich häufig junge Erwachsene bis 24 und Senioren ab 65 Jahren Unfälle verursacht. Wer sich zu einer dieser Risikogruppen zählt, sollte besonders darauf achten, vorsichtig zu fahren. Hauptursachen waren neben zu hoher Geschwindigkeit und fehlendem Sicherheitsabstand Fehler beim Einfahren, Wenden, Abbiegen oder rückwärts Fahren. Diese Standards sollte man sicher beherrschen können oder trainieren.

Die hohe Zahl an Unfällen wirkt sich darüber hinaus negativ auf die Regionalklasse vom Hamburg aus, weswegen die Beiträge für die KFZ-Haftpflichtversicherung höher ausfallen als anderswo. Umso wichtiger ist es, durch die Recherche auf einschlägigen Informationsseiten sicherzugehen, dass man für seinen Wagen das beste Preis-Leistungs-Verhältnis gewählt hat. Gegen Bußgelder hingegen kann man nichts weiter tun, als die betroffenen Supermärkte zu meiden. Wer clever ist, kann allerdings stattdessen bei den Parkgebühren sparen. Denn ab dem 1. November 2015 parken Elektroautos in Hamburg auf öffentlichen Stellplätzen gratis.

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