In Hamburg steht man am längsten im Stau – warum?

Bei der Hamburger SpielbankHamburg, die Kreuzung Esplanade/Gorch-Fock Wallring mit Dammtorstraße und Dammtordamm ein Verkehrsknotenpunkt © ganz-hamburg.de

Hamburg ist für Touristen ein sehr beliebtes Reiseziel – die Stadt hat auch einiges an Kultur und Aktivitäten zu bieten. Jedoch sollte man viel Zeit und Geduld für einen Besuch in der Hansestadt mitbringen, wie die aktuelle Verkehrsanalyse des niederländischen Navigationssystem-Herstellers „TomTom“ für das Jahr 2021 zeigt.

Hamburg bleibt Deutschlands Stau-Hauptstadt Nr. 1 – Wiesbaden, Berlin & Co. folgen

Die Verkehrsanalyse von „TomTom“ erstickt den Keim der Hoffnung auf eine zeitnahe Verbesserung der Verkehrslage in deutschen Großstädten.

Durch die Corona-Krise und die damit verbundenen Umstellungen in der Arbeitswelt auf Homeoffice und Co. wurde das Verkehrsaufkommen in deutschen Städten geringer. Jedoch trifft dies nicht auf die Hansestadt zu. Laut einer Studie aus dem Jahr 2021 sollen Autofahrer rund 33 Prozent mehr Zeit aufgrund von Staus in Hamburg einplanen.

Das sollen zwar drei Prozentpunkte weniger als im Jahr 2019 sein, aber immerhin zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Weltweit liegt Hamburg damit auf Platz 69. Gerade für den Berufsverkehr hat dies Folgen: Berufstätige müssen morgens viel früher aufstehen, um pünktlich zur Arbeit zu erscheinen und kommen abends später nach Hause.

Doch nicht nur in Hamburg müssen Autofahrer mehr Zeit im Stop-and-go-Verkehr verbringen. Wiesbaden, Berlin, Aachen und Nürnberg folgen. Deutschlands Top Ten vervollständigen die Stau-Städte München, Kassel, Dresden, Stuttgart und schließlich Köln.

Keine Besserung in Sicht – INRIX & ADAC belegen

Auch der ADAC und INRIX sind in ihren Studien zu ähnlichen Ergebnissen wie “TomTom” gekommen. Eine Aussicht auf Besserung bleibt in weiter Ferne. Es soll wieder fast so viel Stauaufkommen geben wie im Jahr 2019, also vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Diese hatte das Verkehrsaufkommen eingedämmt und sowohl Pendler als auch Reisende konnten sich an staufreien Strecken und pünktlichen Ankunftszeiten erfreuen.

Laut der INRIX-Studie soll der Verkehr in Deutschland rasant zunehmen. Es wurde für 2021 ein durchschnittlicher Zeitverlust von rund 40 Stunden berechnet, wohingegen Autofahrer im Jahr 2020 nur durchschnittlich 26 Stunden im Stau verbracht haben sollen.

U-Bahnzug fährt am Hamburger Hafen entlang
Die U-Bahnlinie U3 bietet die besten Aussichten in Hamburg ob zwischen Rödingsmarkt und Baumwall am Hafen entlang oder quer durch Eppendorf und Barmbek © Norbert Schmidt

Alternativen Bahn & Rad

Wer sich nicht mit lästigen Staus rumschlagen möchte oder einen wichtigen Termin hat, kann alternativ auch mit der Bahn oder mit dem Fahrrad fahren. Nicht nur in Hamburg sind die exzellente U-Bahn, die S-Bahn als auch das Fahrrad beliebte Fortbewegungsmittel.

Auch in anderen Großstädten werden öffentliche Verkehrsmittel oder eben das eigene Rad für den täglichen Weg zur Arbeit oder Erledigungen gern genutzt. Dies ist gerade für viele Berufstätige der einzige Weg, um pünktlich auf der Arbeit zu erscheinen. Noch dazu entlastet es sowohl die Straßen als auch die Umwelt und schont bei den aktuellen Spritpreisen den Geldbeutel. Sollten öffentliche Verkehrsmittel keine Option sein, kann man unter https://www.staumelder-karte.de immer den aktuellen Stand über Verkehrsbehinderungen und Staus erhalten

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