Im Gespräch: Brita Plath

Die Hamburger Fotografin Brita PlathDie Hamburger Fotografin Brita Plath Foto. B. Plath

Die Hamburger Fotografin Brita Plath macht Portraits, die Stärke und Weiblichkeit in jeder Frau zum Vorschein bringen. Keine aufgebrezelten Überfrauen oder Models, die in leerer Schönheit erstarren. Die erfolgreiche Fotografin arbeitet für große Marken wie Montblanc, Beck, Allianz, Freshfileds, Anri Coza oder Jack Daniels, Mode und Interior-Magazine. Sie ist auch bekannt für ihre hippen Stillleben und Tieraufnahmen, die online und über Einrichtungs-Shops vertreiben werden. Doch die größte Leidenschaft der Hamburgerin liegt im Ablichten von Frauenpersönlichkeiten.

Von Werbefotos über Business-Aufnahmen für Unternehmen, die PR-Materialien für Geschäftsberichte benötigen, bis hin für Portraits für die private Wand. Brita Plath hat ihre ganz eigene Bildsprache entwickelt, wenn sie Inszenierungen in einem bestimmten Setting, das mit Brüchen spielt oder sich der Bildsprache Testinos bedient, einsetzt. Sie möchte, den WOW-Effekt: „So habe ich mich noch nie gesehen“, wenn die porträtierten Frauen die fertigen Aufnahmen betrachten.

Brita Plath will Frauen zum Leuchten bringen. Es zählt nicht die vermeintliche Perfektion oder die glatte Oberfläche. Ihre Portraits sollen die Aura, die Ausstrahlung, die Power, den Mut und die Freude, einfach die Persönlichkeit einer Frau sichtbar machen. Viele erfolgreiche Powerfrauen zahlen einen hohen Preis. Sie funktionieren wie ein Uhrwerk, verbieten sich vermeintliche Eitel- oder Oberflächlichkeiten und merken gar nicht, dass sie auch an Selbstliebe sparen. Wie geht’s ihr selber mit Business? Heute ist sie bei Hamburgs ganze Frauen im Gespräch:

Wie viel Zeit verbringen Sie pro Woche auf Ihrem „Chefsessel“ 

Mindestens 25 Stunden.  In dieser Zeit werden Fotoshootings organisiert, Bilder bearbeitet und mit Kunden Wünsche besprochen. Ja und dann gehört natürlich noch der  betriebswirtschaftliche Part dazu.  Der darf nicht vergessen werden.

„Arbeitstabu“ haben Sie zu welchen Zeiten?

Absolutes Arbeitstabu ist, wenn wir gemeinsam mit der Familie Essen. Gemeinsame Zeit ist uns sehr wichtig.

Wollten Sie schon immer das werden, was Sie jetzt sind?

Über Umwege bin ich zu meinem Traumjob gekommen. Es ist nie zu spät, sich zu verändern und ich bin sehr stolz, dass ich diesen anfangs holprigen Weg gegangen bin.

Wie lautet Ihr wichtigster Rat an junge Frauen, wenn sie ins Berufsleben starten?

Häng dich rein und sei dir sicher, es wird auch mal was schief gehen. Das ist dann aber nicht das Ende, sondern ein neuer Start, aus den Fehlern zu lernen. Wenn man sich über Erfolge freuen darf, dann muss man mal auch durch härte Zeiten durch.

Die Handtasche von Britta Plath

Die Handtasche von Britta Plath

Was finden wir in Ihrer Handtasche – Hand aufs Herz – was ist eigentlich überflüssig, aber muss einfach immer dabei sein?

Mobile Phone,  Powerbank, Ladekabel, Feuchttücher, Lipgloss, Mulberry Timer, mein Portemonnaie und leider unendliche viele Zettel, die dort so rumfliegen. Die könnten definitv häufiger aussortiert werden.

Wenn Sie ein Bewerbungsgespräch führen, was ist für sie ein generelles Ausschlusskriterium?

Ungepflegte Erscheinung und Menschen, die so von sich überzeugt sind, dass es einfach nicht stimmen kann. Wenn die Menschlichkeit und der Humor über die eigene Person fehlt, dann möchte ich nicht mit ihm/ihr arbeiten.

Welche Berufe sind unterbezahlt?

Wenn aber der Traumberuf in den sozialen Bereich geht wie z.B. Altenpflege, Kindergärten und Krankenschwestern, dann würde ich sagen, dass die Bezahlung viel besser sein müsste.  Das sind so wichtige Berufe, die hoffentlich sehr bald viel besser bezahlt werden.

Erfolg setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen. Welchen Rat würden Sie geben, um dorthin zu kommen, wo man hin will ?

Absolute Zuverlässigkeit, sich immer weiter entwickeln…bloß nicht stehen bleiben. Gestern war Gestern und Heute ist Heute! Jeder Tag ist eine neue Chance weiterzumachen und für seine Träume zu kämpfen. Wobei ich das Wort kämpfen nicht mag! Das sollten wir den Männern überlassen.

Für wie wichtig halten Sie “Networking“ unter Frauen? Und warum?

Ich bin ein großer Freund von Networking unter Frauen. Wobei ich sehr vorsichtig geworden bin. Ich suche mir die „guten“ Frauen sehr genau aus und habe über die Zeit ein Gespür entwickelt, warmherzige und ehrliche Frauen zu erkennen. Sonst klappt es nicht mit dem „Networking“ und man wird ausgesogen. Wenn man aber ein tolles Netzwerk hat, dann wird es schnell größer, da sich genau diese Frauen anziehen.

„Geld allein macht nicht glücklich“? Wie wichtig ist Wertschätzung für Sie im Berufsleben?

Geld ist mit Sicherheit sehr wichtig und als Wertschätzung für die gemachte Arbeit toll. Wenn aber ein/e Kunde/in mit meiner Arbeit richtig glücklich ist und ich merke, dass ich etwas bewegen konnte, dann ist das nicht mit Geld zu bezahlen. Das gibt mir ein unbeschreibliches Glücksgefühl!

Spielt „social media“ in Ihrem Leben eine Rolle?

In meinem Beruf ist social media sehr wichtig! Man wird gesehen! Menschen müssen sehen auf was sie sich einlassen. Dass kann ich mit meinen Bildern herrlich über den Bereich machen.

Was muss in Hamburg anders/geändert sein/werden?

Es wäre schön, wenn die Menschen ein wenig mehr lächeln würden. Außerdem würde ich mir wünschen, dass man etwas individueller sein darf.

Was ist IHR Wunschprojekt für 2016?

Ich bin das Projekt und das wird hoffentlich weit über 2016 hinausgehen. Ansonsten werde ich wieder ein Bild für einen guten Zweck versteigern. Das mache ich jedes Jahr!  Der letzte Erlös ging an die Deutsche Krebshilfe.

Elbe oder Alster?

Absolut Alster!!!

Hamburg, im Oktober 2016

Brita Plath – Photography

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