Die Galerie im Elysée präsentiert: Mein Hamburg an der Waterkant

Gruppenbild Galerie im Elyseen der Galerie im Elysée (v.li.): Kuratorin Meike Woermann, Malerin Meike Lipp und Kunsthistoriker Dr. Thomas Gädeke vor Werken von André Krigar und Lars Möller Foto: Galerei im Elyée / Barbara Kloth

Hamburger An- und Einsichten in der Galerie im Elysée mit Arbeiten von André Krigar, Meike Lipp und Lars Möller bis Anfang Juni 2022.

Hamburg im dritten Corona-Frühling. Besonders wenn die Sonne scheint, dann spürt man es. Hanseatisch zurückhaltend schüttelt die Stadt den Corona-Blues ab und mit blauem Himmel kommt Lebensfreude zurück.

Das ist auch in der neuen Ausstellung „Mein Hamburg an der Waterkant“ der Galerie im Elysée mit Bildern von André Krigar, Meike Lipp und Lars Möller spürbar. Die drei Künstler werden zu den Norddeutschen Realisten gezählt. Ihre Bilder sind ein Augenschmaus: Sehnsuchtsvolle Blicke auf erblühende Parks, die belebte Sternschanze, der Jungfernstieg und die Landungsbrücken im Sonnenschein. Leere Plätze und Kinofoyers versprechen urbanes Leben und künftige Vergnügen.

Alle drei nähern sich in ihrer Plein-Air-Malerei realistisch ihren Motiven. Durch ihren jeweils individuellen Zugang zu dem Erlebten nehmen sie die Besucher der Galerie im Elysée auf einen Spaziergang mit, der sie Hamburg aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln entdecken lässt. Wenn wir Hamburger eine gemeinsame Schwäche haben, dann die, dass wir immer wieder gern Stadtansichten sehen.

„Endlich kommen das pulsierende Leben, die Geschäftigkeit und etwas von dem Trubel, der uns einmal so normal erschien, in unsere Stadt zurück. Mit ‚Mein Hamburg an der Waterkant‘, das wir in den wunderbaren Bildern von Meike Lipp, André Krigar und Lars Möller zeigen, wollen wir in der Galerie im Elysée diese Aufbruchstimmung einfangen und Vorfreude auf die Wiederentdeckung der vielen unterschiedlichen Seiten unserer schönen Stadt verbreiten.“

Galeristin Christa Block

Über die Künstler

Eine schöne thematische Zusammenstellung. Erstmals stellt die Galerie im Elysée alle drei Künstler zusammen aus.

Ölbild Brücke 3
André Krigar ; Brücke 3 70×80 cm auf Öl auf Leinwand (c) Galerie im Elysée / Künstler

André Krigar 

Der 1952 geborene André Krigar, lebt in Berlin und fängt das städtische Leben in ausdrucksstarken Momentaufnahmen ein. Alltägliches wird realistisch und expressiv unmittelbar mit lockerem Pinselstrich auf die Leinwand gebracht. Seit vielen Jahren durchstreift er für seine Bilder Großstädte wie Berlin, Hamburg oder Toronto. Während des künstlerischen Prozesses reagiert er sowohl auf die optischen Reize als auch auf viele andere Eindrücke, denen er dabei ausgesetzt ist. Es geht ihm nicht um eine realitätsnahe Wiedergabe des Motivs, sondern eben um diese vielfältigen Einflüsse, um Stimmungen und sich flüchtig offenbarende Momente. In seinen Werken in Öl auf Leinwand nutzt er Licht als wichtiges Stilmittel, mit dem er den Facettenreichtum städtischen Lebens zeigt und eine Tiefe schafft, die Betrachter in das Motiv hineinzieht

Ölbild vom Jungfernstieg
Meike Lipp: Jungfernstieg 80 x 60 cm, Öl auf Leinwand (c) Galerie im Elysée / Künstler

Meike Lipp

Die Hamburgerin Meike Lipp (*1955) mit uns lebendigen farbintensiven Kompositionen mit in das leere Kinofoyer des Passage Kinos oder wir entdecken Blütenpracht in Planten un Blomen. Auch der Hauptbahnhof, immerhin Deutschlands verkehrsreichster Bahnhof, kommt in ihren Arbeiten vor. Die Künstlerin versteht es, durch intensive Farben und die ihr eigene, rhythmisch-spielerische Malweise, Situationen und Orte zum Leben zu erwecken. Und so kommt es, dass auch ein Kinofoyer ganz ohne Besucher wie eine Einladung an den Betrachter wirkt, eine Verheißung von Abwechslung und bevorstehendem Spaß. Dort, wo in ihren Bildern Figuren die Szenerie bevölkern, bleiben diese in ihren Konturen schemenhaft und werden Teil ihrer Umgebung, mit und in der sie interagieren.

Lars Möller

Der Benjamin des Trios ist der 1968 geborene Lars Möller, der in Hamburg lebt und arbeitet. Stimmungsvolle Ruhe strahlen seine Bilder aus, denn er bevorzugt in seinen Arbeiten das Spiel mit Grau in zurückgenommenen und harmonischen Tönen und Nuancen. Spannung erzeugt er, in dem er ein kraftvolles Leuchten in seine großformatigen Bilder einbaut.

Lars Möller setzt in seinen Bildern die impressionistische Tradition der Plein-Air-Malerei feinfühlig und zeitgenössisch um. Wie kaum ein anderer vermag er es, das Wesen des Nordens in seinen Arbeiten zu erfassen.

Die Ausstellung „Mein Hamburg an der Waterkant“ wird täglich bis Anfang Juni 2022 zu sehen sein in der Galerie im Elysée im Grand Elysée Hotel Hamburg, Rothenbaumchaussee 10, 20148 Hamburg. Der Eintritt ist kostenlos.

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