Geballte Frauenpower in der Galerie im Elysée

Bild Große Freiheit von Ute MartensUte Martens: „Große Freiheit“ (Ausschnitt) 130 x 180 cm, Acryl auf Leinwand, 2022

Die Galerie im Elysée zeigt neue Arbeiten der Künstlerinnen Ulla  Kutter und Ute Martens: Die Große Freiheit 

„Die Freiheit der Phantasie ist keine Flucht in das Unwirkliche, sie ist Kühnheit und  Erfindung!” So lautet ein Zitat des französisch-rumänischen Autors und Malers Eugène Ionesco. Kühnheit und Phantasie zeichnen auch die Arbeiten der beiden Hamburger Malerinnen Ulla Kutter und Ute Martens aus, die ihre ganz eigene Realität erschaffen. Ihr intensives Sehen und Wahrnehmen  findet Ausdruck in kraftvollen Hafen- und Landschaftsbildern.

Der Titel der aktuellen Ausstellung in der Galerie im Elysée ist insofern in mehrerer Hinsicht passend: Die „Große Freiheit“ bezeichnet sowohl  Hamburgs bekannte Kiez-Meile, als auch das Gefühl, welches uns beim Anblick weiter Landschaften überkommt – und nicht zuletzt auch die im Ionesco-Zitat beschriebene künstlerische Freiheit, die die Malerinnen in ihren Bildern ausdrücken. Eine Auswahl davon präsentiert die Galerie im Elysée noch bis zum 9. November 2022. 

Bild Lotsenboot am Anleger im Vordergrund eine Frau die ihre Füße baumeln lässt
Ulla Kutter: Lotsenboot am Anleger Teufelsbrück (c) Galerie im Elysée/ Barbara Kloth

Zwei starke Künstlerinnen

Ulla Kutter (*1960) porträtiert die zerbrochenen, chaotischen und leuchtenden Aspekte  des alltäglichen Lebens – sie nimmt an ihrer Umgebung teil und macht daraus Kunst.  lhr Augenmerk gilt den faszinierenden Alltagsszenen, die den meisten Menschen  entgehen, weil sie schnell von A nach B möchten oder an anderes denken. Die  Wahrnehmung der Umgebung von Ulla Kutter wird durch den Fokus auf  disharmonische Kompositionen und deren Ästhetik geprägt. Je weniger „hübsch“ die Umgebung ist, desto spannender wird sie für Ulla Kutter.

Gruppenbild Vernissage Galerie im Elysee
Auf der Vernissage: Professor Norbert Aust (Präses Handelskammer Hamburg), die Künstlerinnen Ute Martens und Ulla Kutter mit Christina Block (Grand Èlysée) von links nach rechts (c) Galerie im Elysée/ Barbara Kloth

Ute Martens (*1964) war viele Jahre als freiberufliche Illustratorin für verschiedene  Kinder- und Jugendbuchverlage tätig und arbeitete unter anderem als freie  Portraitzeichnerin für das Hamburger Abendblatt. Das  Narrative und die naturalistische Auffassung haben auch ihre freischaffende Malerei, der sie sich heute in erster Linie widmet, stark beeinflusst.  Und doch bedeutet realistische Malerei für die Künstlerin nicht nur, das Gesehene einfach wiederzugeben. In ihrer Malerei nimmt sie die Welt mit ihren Sinnen wahr, und wie  durch eine Art inneren Filter entsteht in ihren Bildern eine neue Sicht der Dinge.

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