Offen, einladend, erschwinglich und wieder da: Die Affordable Art Fair Vernissage

Gerhard DellingGerhard Delling auf der Vernissage (c) Jürgen Joost

Pandemie-bedingt köchelt das Hamburger Kulturleben um es freundlich zu sagen auf Sparflamme. Umso schöner ist es, wenn einmal wieder die Temperatur hochgeregelt wird. So war die Freude in der Stadt groß, dass die Affordable Art Fair in diesem Jahr wieder starten konnte. Viele haben darauf nahezu gewartet. Denn kaum waren die waren die Einladungen zur Vernissage am 10. November verschickt, setzte ein Sturm von Zusagen und Anfragen ein. Dank eines maßgeschneiderten 2G Messekonzeptes konnten glücklicher Weise alle Wünsche erfüllt werden. Die Teilnehmerzahl war auch höher, viel weniger Menschen nicht auf Privat- oder Geschäftsreisen waren.

Wie fasste das eine Besucherin so treffend zusammen: Herrje, ganz Hamburg war auf Corona-Diät. Ja, das musste sein. Schön, dass wieder mehr geht. Ich denke wir alle haben gelernt auf welchen kleinen und großen Schätze wird verzichten mussten. Das schärft den Blick.

Auch der Zuspruch der Aussteller auf der Affordable Art Fair in der Messehalle war gut. Wo sich bis vor ein paar Wochen noch das Hamburger Impfzentrum befand, bestimmte jetzt die Kunst das Programm. Dieses Jahr präsentierten 70 Galerien, darunter auch Newcomer Galerien aus Hamburg, auf ca. 9000 qm aus 14 Ländern 3.000 Kunstwerke. Arbeiten aus der Malerei, Fotografie und Skulpturen.

Affordable heißt erschwinglich. Das ist natürlich immer subjektiv. Doch, wenn sich der Preisrahmen von 100 bis 7.500 Euro bewegt, dann trifft das voll und ganz zu. Da kann selbst die berühmte ‘Studentin’ Kunst erwerben.

Das Besondere an dieser Kunstmesse ist, dass zum einen arrivierte Künstler wie Jonathan Meese. Daniel Richter, Stephan Balkenhol und Rosemarie Trockel die Philosophie der Affordable Art Fair – nämlich Kunst zu demokratisieren – so sehr schätzen, dass sie bereit sind sich dieser strengen Preispolitik anzupassen und zum anderen jungen, talentierten Newcomern eine exzellente Plattform geboten wird.

Schon bei der Vernissage war die Stimmung hervorragend, man sah nur strahlende Gesichter und alle Gäste freuten sich darauf die Kunstwerke zu entdecken. Diese Begeisterung hielt offenbar auch an den Folgetagen an, denn der
Messedirektor Oliver Lähndorf berichtete, dass diese Messe das sensationelle Gesamtergebnis des Jahres 2019 übertraf.

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