Duales Studium: Modelle, Vorteile und zukunftsweisende Studiengänge

HörsaalHörsaal Foto: Walter Bornmann / pixelio.de

Die zunehmende Beliebtheit dualer Studiengänge und der oft hohe Wettbewerb um entsprechende Studienplätze wirft immer wieder die Frage auf, worin sich duale von herkömmlichen Studiengängen unterscheiden, worin ihre Vor- und Nachteile liegen und welche Studiengänge dieser Form aktuell als besonders zukunftsweisend anzusehen sind.

Modelle und Abgrenzung zu herkömmlichen Studiengängen

Duale Studiengänge stellen eine kombinierte Studienform dar, die ein Studium an einer Hochschule oder Berufsakademie mit integrierter beruflicher Ausbildung in einem Unternehmen verknüpfen. Solche Studienformen firmieren auch unter Bezeichnungen wie „Studium mit vertiefter Praxis“ oder „kooperatives Studium“.

Die Studienform bietet den Studierenden zum einen das Studium theoretischer Grundlagen des Fachbereichs und zum anderen den direkten Praxisbezug durch die Ausbildung und Arbeit im Unternehmen während der vorlesungsfreien Zeit. Kerngedanke ist, Theorie und Praxis synergetisch miteinander zu verknüpfen. Oftmals werden Studierende auch im Anschluss vom jeweiligen Betrieb übernommen.

Die Vorteile

Gerade bei Studienbeginn ist es für viele Studenten attraktiv, dass Studiengebühren vom Arbeitgeber entrichtet werden. Zudem entfällt die Notwendigkeit einer Nebentätigkeit, da Ausbildungsgehälter gezahlt werden. Oftmals ist auch die feste Arbeitsstelle im Betrieb im Anschluss an das Studium vertraglich garantiert, da sich die Unternehmen selbstverständlich auch etwas von der guten dualen Ausbildung versprechen. Studierende, die vom Ausbildungsunternehmen übernommen werden, kennen bereits die Firma, die vorhandenen Strukturen und Arbeitsprozesse. Durch den Praxisbezug schon zur Studienzeit sinkt zudem die Einarbeitungszeit bei Berufsantritt in die jeweiligen Aufgaben. Ebenso verfügen Studierende bereits über ein Kontaktnetzwerk im Betrieb.

Weitere Vorteile bieten die Hochschulen selbst. Es lohnt sich also die Studienangebote miteinander zu vergleichen. So hilft beispielsweise die private Hochschule der IUBH den Studierenden bei der Wahl eines passenden Praxisunternehmens. An ihrem Studienort in Hamburg, der im Herbst 2016 eröffnet wird, können Studieninteressierte zwischen den Bereichen Betriebswirtschaftslehre, Marketing Management und Tourismuswirtschaft wählen. Vor allem sind bei dualen Studiengängen auch die häufig kleineren Studiengruppen positiv zu erwähnen, die ein optimales Lernumfeld schaffen.

Die Risiken

Ein duales Studium ist nicht für jede Person optimal geeignet. Gleiches gilt allerdings auch für das klassische Vollzeitstudium. Vieles hängt von den eigenen Vorstellungen an ein Studium ab. Es sollte also gut überlegt sein, ob ein klassisches oder duales Studium gewählt wird. Die wissenschaftliche Einarbeitung in Grundlagen und Theorie – über das Fachgebiet hinausgehend – wird in einem klassischen Studium stärker gefördert. Ebenso sind Studierende nicht an ein spezielles Unternehmen gebunden. Dafür haben Studierende im dualen Studium allerdings die Möglichkeit mehrere Bereiche innerhalb des Ausbildungsbetriebes zu durchlaufen. Das duale Studium kann eine hohe Belastung für einen jungen Menschen darstellen. Die Anzahl der Urlaubstage entspricht in der Regel zwischen 25 und 30 Tagen im Kalenderjahr. Die klassischen Semesterferien entfallen hingegen bei einem dualen Studiengang. Die hier angeführten Nachteile sind allerdings individuell zu interpretieren. So ist es beispielsweise von den Auszubildenden abhängig, ob Ihnen die praktische Erfahrung während des Studiums wichtiger ist als die etwas freiere Zeiteinteilung in einem klassischen Studium.

Zukunftsweisende duale Studiengänge

Etwa die Hälfte aller Absolventen eines dualen Studiums entscheidet sich für den wirtschaftswissenschaftlichen Zweig. Da Kaufleute in nahezu allen Branchen gesucht werden, ist das Angebot groß. Die Verknüpfung des BWL-Studiums ist mit zahlreichen Ausbildungen möglich, die deutliche Unterschiede zueinander aufweisen. Zu den gegenwärtig beliebtesten Spezialisierungen gehören Marketing, Medien, Steuern und Versicherung, Tourismus und Wirtschaftsinformatik.

Sehr verbreitet unter dualen Studiengängen ist auch das Ingenieurwesen. Da viele zukunftsträchtige Technologien auf Ingenieure angewiesen sind und aktuell oft von einem Ingenieurmangel gesprochen wird, ist auch hier mit guten Einstellungschancen zu rechnen. Zu den wesentlichen aktuellen Spezialisierungen gehören Mechatronik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen.

Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich auch duale Studiengänge der Informatik. Diese sind meist mathematisch orientiert und bieten zahlreiche Schwerpunkte, die sich an den Fachbereichen technische, angewandte, praktische oder theoretische Informatik ausrichten, was zahlreiche duale Studiengänge mit verschiedensten Betrieben ermöglicht.

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