Gutes Ergebnis: Wenn es um E-Learning geht ist Hamburg sehr fit

Junge beim E-Learning mit Lehrerin auf dem MonitorSymbolbild E-Learning Foto von Julia M Cameron von Pexels

Der Hamburger Senat investiert schon seit geraumer Zeit konsequent in die Bildung. Kein anderes Bundesland hat mit 3.000 Euro pro Schüler höhere Pro Kopf Bildungsausgaben. Doch hohe Ausgaben sind nicht alles, wichtig ist auch die Organisation und Ausrichtung eines Bildungssystems. Denn viel hilft viel ist reine Tonnenideologie. Das zeigt das Beispiel von Berlin, es hat mit 2.700 Euro die zweithöchsten Ausgaben. Hamburger allerdings landet beim 18. Bildungsmonitor 2021 auf einen guten dritten Platz mit 58,7 Punkten. Das eher desorganisierte Berliner Schulwesen bevölkert die Absteigerzone und liegt auf Platz 13 mit nur 44,4 Punkten.

Wenn es um digitale Bildungsangebote, die zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen werden, geht ist Hamburg weit vor und schafft hinter Berlin einen sehr guten zweiten Platz im E-Learning Index Deutschland 2022. Auch ein gutes Ergebnis: Jeder zwölfte Hamburger hat in einer Umfrage angegeben, das er schon einmal selbst digitale Lernmaterialien angefertigt zu hat.

Der E-Learning Index Deutschland 2022

BundeslandBildungsausgaben pro Schüler für InvestitionenBevölkerungsanteil E-Learning bereits genutztBevölkerungsanteil regelmäßige InternetstörungenFördermittel IKT-Projekte pro KopfE-Learning-Index: Bewertung
Berlin2.700 €36%11%15,20 €100
Hamburg3.000 €27%12%13,40 €96
Bremen1.600 €20%10%16,50 €76
Bayern2.400 €28%14%7,60 €57
Brandenburg1.500 €20%11%8,10 €40
Rheinland-Pfalz1.100 €25%12%8,70 €39
Sachsen-Anhalt1.200 €19%8%5,00 €38
Hessen1.700 €20%12%3,00 €38
Nordrhein-Westfalen1.200 €22%12%5,60 €37
Niedersachsen1.200 €22%15%3,60 €37
Saarland1.400 €22%12%11,90 €36
Schleswig-Holstein1.400 €21%9%3,50 €34
Sachsen1.800 €15%12%15,80 €34
Baden-Württemberg1.400 €26%15%6,20 €31
Thüringen1.400 €16%16%10,80 €29
Mecklenburg-Vorpommern1.400 €20%14%1,10 €0
Quelle: Online-Lernplattform Preply

E-Learning boomt

Das E-Learning boomt und die Cor0na-Pandemie hat die Entwicklung geboostert. Von der Schule über die Uni bis hin zur berufliche Weiterbildung. Es hat sich gezeigt das Fernunterricht, Home Schooling und digitalen Lehr- und Lernangeboten ein großes Potential haben. Allerdings auch, wie schlecht das öffentliche Schulsystem, einzelne Schulen (Internetanschlüsse) und Lehrer darauf vorbereitet waren.

E-Learning erfordert nicht nur eine stabile IT-Infrastruktur. Schüler aus einkommensschwachen Familien müssen mit Endgeräten ausgestattet sein und Lehrer müssen lernen wie Online-Unterricht und Kommunikation mit den Schülern pragmatisch, effizient, individuell und zielgerichtet organisiert und abgewickelt wird. Das ist nicht trivial oder eine Selbstverständlichkeit.

Tabelle: Quelle

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