Kein Aprilscherz: Team der Bucerius Law School gewinnt einen renommierten Studentenwettbewerb

StudententeamDas Team der Hamburger Bucerius Law School für den Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot Wettbewerb (c) Law School

Toller Erfolg am 1. April hat das Team der Hamburger Bucerius Law School den angesehenen und heiß umkämpften Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot gewonnen. An diesem großen Studentenwettbewerb nahmen mehr als 380 Teams und 1200 Schiedsrichter aus über 60 Staaten der ganzen Welt teil. In diesem Jahr fand bedingt durch die Corona-Pandemie vieles digital, was noch eine zusätzliche Herausforderung war, statt.

Im Finale des diesjährigen Wettbewerbs konnten sich Manyedi Lieck und Jonas Klein (beide Jahrgang 2018, in der Mitte des Bildes) von der Bucerius Law School gegen die Singapore Management University durchsetzen. Jonas Klein kann sich doppelt freuen, er wurde zudem als zweitbester Einzelsprecher der Vorrunde individuell ausgezeichnet.

„Ganz besonders gerührt waren wir, als während der finalen Runden, die ganze Law School mit uns mitfieberte und der „Law School-Spirit“ trotz Pandemie in außergewöhnlichem Maße zu spüren war! ”

die Finalisten

Der Erfolg fiel nicht vom Himmel. Die teilnehmenden Studenten Stella Westenhoff (Jahrgang 2018), Jovana Zec (MLB-Programm), Manyedi Lieck und Jonas Klein wurden von einem vierköpfigen Team von Coaches, Anna Isfort, Janusch Krasberg, Christoph Ludwig und Shengming Zhang, über ein halbes Jahr lang (!) auf den Wettbewerb vorbereitet.

„Wir sind unfassbar stolz auf die Ergebnisse aller „Mooties“, aber natürlich insbesondere auf Manyedi und Jonas! Dies beruht jedoch nicht nur allein auf der Arbeit der vier Studierenden, die viele Stunden ihrer Freizeit investiert haben. Wir wollen uns auch ganz herzlich bei der Law School Family, insbesondere dem Bucerius Alumni Mooting Center sowie unserem Sponsor, der Kanzlei Raschke von Knobelsdorff Heiser, für die Unterstützung während der gesamten Moot-Zeit bedanken!“

Coach Christoph Ludwig im Namen aller vier Coaches

Über den Wettbewerb

Was viele nicht wissen, viele internationale Streitfälle im Handelsrecht werden nicht an klassischen Gerichten, sondern vor Schiedsgerichten ausgetragen. In wirklichen Fällen kreuzen hier renommierte Top-Kanzleien die juristischen Klingen. Das ist sozusagen eine der juristische Königsklassen und entsprechender Aufwand steht dahinter.

Der Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot („Vis Moot“) ist ein internationaler Moot Court, bei dem handelsrechtliche Fälle vor einem Schiedsgericht simuliert werden. Neben Fragen mit Bezug zum Schieds(verfahrens)recht werden auch Aspekte des Internationalen Kaufrechts diskutiert. Seit 1994 findet dieser Wettbewerb, der eine Vorbereitung junger Anwälte ist, statt.

Auf Basis eines fiktiven Sachverhaltes vertreten je zwei Studenten einer Hochschule eine der beiden Prozeßparteien vor der Jury, einem dreiköpfigen Schiedsgericht aus renommierten Schiedsrichters, Professoren und Anwälten. Wie in einem realen Verfahren müssen Schriftsätze erstellt und in der mündlichen Verhandlung vorgetragen werden. Wie in einem Brennglas wird die anwaltliche Tätigkeit simuliert.

Die Finalisten berichten:

„Internationale Streitbeilegung erfordert sicheres Auftreten, gründliche Kenntnisse des Sachverhalts und eloquent vorgetragene Begründungen und Antworten. Das wurde im Finale gezeigt.“

Präsidentin Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Katharina Boele-Woelki

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