Galerie im Elysée zeigt Arbeiten der norddeutschen Realisten Lars Möller und Mathias Meinel

Westen - Realistisches Ölgemälde Hamburger Hafen von der Elphi aus gesehenGalerie im Èlysée: Westen - Lars Möller, (Ausschnitt) 130x200 cm (c) Lars Möller

Nah am Wasser an der Rothenbaumchaussee.

von Angelika Fischer
Wasser in seinen wechselnden Erscheinungsformen übt eine große Faszination auf Menschen aus und zählt von jeher zu den bevorzugten  Studienobjekten von Malern. Wie kaum ein anderes Motiv, fordert das in steter Bewegung befindliche Element den Künstler heraus. 

Das Motiv Wasser verbindet auch die Hamburger Maler Mathias Meinel und  Lars Möller. Der geschäftige Hamburger Hafen, raues Meer, karge Flusslandschaften und überschwemmte Felder sind wiederkehrende Bildmotive der beiden Künstler. Genauso individuell wie das Element Wasser selbst ist der Zugang der beiden Maler  zum erlebten Motiv. „Nah am Wasser“ bewegen sich jedoch beide in ihrem Schaffen.  Eine Auswahl aktueller Bilder der Künstler, die zu den norddeutschen Realisten gehören, präsentiert jetzt die Galerie im Elysée.

Über die Künstler

Lars Möller, Jahrgang 1968, lässt den Blick oft in die Ferne schweifen, um die Weite der  nordischen Landschaft zu erfassen. Wie kaum ein anderer vermag er es, das Wesen  des Nordens in seinen Arbeiten zu erfassen und den Betrachter in das Dargestellte  hineinzuziehen – ob Brandung, tobende Nordseewellen oder der von Wind, Licht und  Wolken geformte Himmel über dem Hamburger Hafen.

Er malt in Öl und bevorzugt in seinen Arbeiten das Spiel mit den Grautönen in verschiedenen Nuancen, die dem Betrachter eine  stimmungsvolle Ruhe vermitteln. Der Künstler lebt und arbeitet in seiner Heimatstadt Hamburg.

Sumpf - realistisches Ölgemälde von Mathias Meinel
Galerie im Èlysée: Sumpf Mathias Meinel, (Ausschnitt) 50×60 cm (c) Mathias Meinel

Mathias Meinel, Jahrgang 1981, richtet den Blick gern nach unten und rückt Ausschnitte  überschwemmter Felder und Pfützen in das Zentrum seiner Arbeiten.

Die von Meinel  ausgewählten Motive mögen dem Betrachter auf den ersten Blick unspektakulär erscheinen, doch auf den zweiten Blick entwickeln seine  Nahaufnahmen ihre Schönheit und Anziehungskraft. Seine Arbeiten sind geprägt vom Spiel mit Lichteinfall und Spiegelungen. Der nach  unten gerichtete Blick erfasst gleichzeitig den im Wasser spiegelnden Himmel, man  blickt auf die Wasseroberfläche und sieht gleichzeitig durch sie hindurch. Die von  Meinel verwendeten Ölfarben sind im Wechsel kräftig und verhalten. Mathias Meinel stammt aus dem Erzgebirge und lebt heute in den Elbmarschen in Hamburg. 

Beiden Künstlern ist gemeinsam, dass sie in ihren Bildern die Faszination des Wassers, die Anziehungskraft von spiegelnden und bewegten Wasseroberflächen  und das Spiel mit dem Licht spürbar machen. Beide malen Pleinair und nehmen an Symposien der norddeutschen Realisten teil. Während Lars Möller seit über 20 Jahren zu der Gruppe von Pleinair-Malern zählt, ist Mathias Meinel vor zwei Jahren dazugestoßen. Die gemeinsame  Ausstellung in der Galerie im Elysée mit aktuellen Arbeiten offenbart einmal mehr die  facettenreiche Schönheit des Nordens und die Faszination von Wasser. 

„lch freue mich, dass der  Kunst jetzt endlich wieder Raum gegeben werden kann und wir weiter wie seit 35  Jahren mit rund 150 Ausstellungen dazu beitragen können. Denn Kunst gehört dahin, wo die Menschen sind und ich denke, dass wir es alle genießen, sie wieder hautnah erleben zu dürfen. Wie passend also auch der Titel ,Nah am Wasser,“

so Galeristin Christa Block anlässlich der Ausstellung.

Galerie im Elysée:
Die Öffnungszeiten – keine Vernissage

„Nah am Wasser“ mit den Arbeiten von Lars Möller und Mathias Meinl ist ab sofort in  der Galerie im Elysee täglich bis voraussichtlich Ende August zu sehen.

Eine Vernissage wird es aufgrund der Corona-Pandemie nicht geben. Beim Besuch der Ausstellung wird darum gebeten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und sich an den Mindestabstand von 1,50 Metern zu  halten.

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