Unikate von Schmuckdesignern – wer sind diese Künstler?

Modern HandicraftsModern Handicrafts - Bijou Brigitte Foto: ganz-hamburg.de

Schmuckdesigner ist kein Beruf, den jeder machen kann. Die wirklichen Künstler müssen kreativ sein, dürfen aber auch nicht davor zurückschrecken, sich die Hände schmutzig zu machen. Mit Kreativität und Talent bereichern sie den Markt der Massenware mit individuellen Unikaten. Aber wer sind diese Menschen?

Immer mehr Prominente betätigen sich nebenher als Schmuckdesigner. Das US-amerikanische It-Girl Nicole Richie macht Hippie-Ketten zu günstigen Preisen, die Zwillinge Mary Kate und Ashley Olsen vermarkten Schmuck über ihr Modelabel „Elizabeth and James“ und die Ketten im Disco-Stil von Mick Jaggers Tochter Jade gehen für 600 bis 1.600 Euro über den Ladentisch. In Deutschland sind unter anderem Ex-Sex-Ikone Uschi Obermaier, Model Sandy Meyer-Wölden und Barbara Becker unter die Klunker-Künstler gegangen. Die nicht zu verachtende Medien-Publicity der Promis inspiriert auch viele Normalsterbliche dazu, den Berufsweg des „Jewelry Artist“ einzuschlagen.

Das können die Künstler

An Kunst- und Designakademien sowie an einigen Fachhochschulen lernen die Kreativen ihr Handwerk. Drei bis fünf Jahre dauert das Studium, das von den Wissbegierigen vor allem Talent, Fingerspitzengefühl und jede Menge Geduld verlangt. Nicht nur ästhetisches Feingefühl und ein Blick fürs Detail sind erforderlich. Bewerber müssen auch technisches Verständnis mitbringen: Für die Bearbeitung der empfindlichen Edelmetalle Gold, Silber und Platin kommen Präzisionswerkzeuge wie Zangen, Feilen und Schweißgeräte sowie Methoden der Galvanik, Schmiedekunst und Computertechnologie zum Einsatz. Angehende Schmuckdesigner lernen darüber hinaus die Reparatur und Instandhaltung von Armreifen, Broschen und Co.

Summer Celebration

Summer Celebration – Bijou Brigitte Foto: ganz-hamburg.de

Kreativ bei Dior und Gucci

Nur die Besten ergattern im Anschluss an ihre Ausbildung einen der heißbegehrten Jobs bei einem großen Schmuckhersteller oder einem Juwelier mit hauseigener Werkstatt. Als Festangestellte arbeiten gelernte Designer nach Auftrag ihres Chefs, sie setzen individuelle Kundenwünsche um oder erstellen Prototypen für die Massenproduktion. Realistische Einstiegsgehälter liegen laut dem Jobportal Karista bei 1.800 Euro brutto. Als Spitzenkünstler kann man in Deutschland bis zu 4.600 Euro verdienen.

ABC-Lounge im Flamant

Schmuck von Niessing in der ABC-Lounge Foto: ganz-hamburg.de

Geschäftssinn im Alleingang

Die meisten Absolventen gehen aber in die Selbstständigkeit, wo der kreative Entfaltungsfreiraum im eigenen Atelier lockt. Doch mit der bloßen Idee für einen stilvollen Ring oder eine einzigartige Halskette ist es nicht getan. Eigenständig tätige Schmuckdesigner müssen sich erst einmal einen Namen machen und alles, was die Vermarktung betrifft, selbst in die Hand nehmen. Dafür benötigen sie BWL-Kenntnisse genauso wie eine Affinität fürs Online-Marketing. Viele Schmuckkünstler haben sich schon in die digitale Welt gewagt – ihre Kollektionen sind in eigenen Online-Shops oder auf speziellen Verkaufsplattformen zu finden. Ihre Werke sind stets Unikate, in die viel Zeit, Arbeit und jede Menge Herzblut geflossen sind. Ein Aufwand, den man respektieren und unterstützen sollte.

 

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