Das 32. Hanse Rendezvous – Kulturtreff dieses Mal in der Laeiszhalle

Gruppenbild 32. Hanse Rendezvous32. Hanse Rendezvous Veranstaltung Laeiszhalle, Dr. Carsten Brosda, Mitra Kassai, Prof. Norbert Aust, Lars Meyer (vl) Foto: Gute Leude Fabrik / Stephan Wallocha

Wie geht es von der Musikstadt zur Kulturstadt? Wie kann die kultureller Vielfalt gefördert und wie kann die Strahlkraft der Elbphilharmonie dafür genutzt werden?

Das ist sind gute Fragen und sie waren beim Bühnentalk des 32. Hanse Rendezvous am Montagabend in der Laeiszhalle auch nicht der Grund für weitere Fragen.  

Senator Carsten Brosda (Senator für Kultur und Medien), Prof. Norbert Aust (Gesellschafter Schmidts Tivoli) und Mitra Kassai (OLL INKLUSIV) diskutierten unter der Moderation von Lars Meier (Lars Meier Management & PR) darüber, wie die Kulturpolitik allen Sparten gleichermaßen gerecht werden kann. 

Nein, zu einem Streitgespräch hat sich dieser Abend mit 100 Machern und Multiplikatoren der Hamburger Kulturszene, die sich zu einem lockeren Netzwerkabend zusammengefunden haben, nicht entwickelt. Eher waren sich die Gesprächspartner ziemlich einig.

„Dass die Beatles in den 60er Jahren hier in der Stadt waren, war kein Zufall“, stellte Brosda, obwohl er vier Jahre nach der Beatles-Trennung geboren wurde, fest. Sein Resümee ist positiv.
Projekte wie der Bau der Elbphilharmonie und das Reeperbahnfestival geben Hamburg heute Aufschwung, doch neben dem Musikbereich lebe die Kultur in der Stadt im gleichen Maße von Theatern und Museen. „Wir müssen es schaffen, dass die Leute, die jetzt wegen des Kristalls in der Elbe auf die Stadt gucken, auch weiterschauen auf das andere Kulturangebot in der Stadt. Das ist unsere Aufgabe“, so der Kultursenator weiter.

Auch Schmidts-Tivoli-Urgestein Prof. Norbert Aust stimmte dem Senator zu.

Wirtschaftskraft und Kultur sind unmittelbar miteinander verknüpft: Wir brauchen die Wirtschaftskraft für eine erhöhte Lebensqualität und umgekehrt. Ein Projekt wie die Elbphilharmonie kommt uns allen zu Gute“, sagte der hervorragend vernetzte Theaterexperte.

Dass Kultur bereits im Kleinen entstehe, betonte Mitra Kassai.

„Die Subkultur, die hier brodelt und wächst, davon profitiert die Stadt genauso wie durch andere Kulturebenen. In der Unterstützung für den Nachwuchs ist noch viel Luft nach oben“, bemerkte die Kulturmanagerin. „Gemeinsam kriegen wir das aber schon noch hin“, sagte sie mit einem Augenzwinkern zu Senator Brosda und erntete dafür Applaus.

Eines kann man feststellen, die Elbphi ist bei vielen Kulturmenschen in Hamburg angekommen und sie sind stolz auf sie. Viele Unkenrufe haben sich einfach nicht bewahrheitet. Andere Kultureinrichtungen und Konzertsäle leiden nicht unter ihr. Eher trifft das Gegenteil zu. Kultur ist eben kein Nullsummenspiel.

Potential gibt es allerdings noch in der Filmwirtschaft. Hamburg hat viele nicht „tot gefilmte“ Orte und Locations. Doch hier ist noch viel Arbeit notwendig, gerade auch um auch das ökonomische Ökosystem der Zulieferer und speziellen Dienstleister leistungsfähig zu erhalten. Sie brauchen laufende Aufträge. Ansonsten verlief die Diskussion ausgesprochen gut gelaunt und harmonischer rot-grüner Grundstimmung.

Nach der Diskussion wartete die sogenannte „Kulturkiste“ auf die Gäste: Auf einer kleinen Bühne konnten sie eigene Erfahrungen und persönliche Highlights aus der Kulturszene teilen. Der beste Tipp des Abends kam dabei von Jan Bätz, der dafür mit einem Jahres-Abo der SZENE Hamburg belohnt wurde. Er empfahl dem Publikum die Comedy Night „Lachanfall“ am 30. November im Le Méridien.

 

 

 

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H

 

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