Das Hamburger Internationale Maritime Museum öffnet wieder ab dem 7. Mai

Gemälde Vollschiff Siam im Sturm mit gereffeten Segeln„Vollschiff Siam“, gebaut 1889 bei Lange in Bremen, eingesetzt in der Rangoonfahrt – ein Gemälde von Johannes Holst © Erbengemeinschaft Johannes Holst, Foto: Klaus Joergensen, Galerie Deichstraße

Die Corona-Zwangspause ist zu Ende. Das Internationale Maritime Museum Hamburg zeigt Gemälde von Marinemaler Johannes Holst in einer Sonderstellung.

„Alle Mann an Deck“ heißt es am Donnerstag, dem 7. Mai, in Hamburgs ältestem Kaispeicher in der HafenCity. Nach rund sieben Wochen Corona-Zwangspause öffnet das Internationale Maritime Museum Hamburg wieder seine Pforten. Und für alle Freunde der Marinemalerei präsentiert es mit der großen Sonderausstellung „Johannes Holst – Maler der See“ gleich einen künstlerischen Leckerbissen.

Museumsvorstand Peter Tamm äußerte sich erfreut über die Wiedereröffnung:

„Die behördlich verordnete Schließung hat uns als privates Museum besonders hart getroffen. Die letzten Wochen waren schwer, aber unser Museum präsentiert sich zur Wiedereröffnung in neuem Glanz. Wir haben Schönheitsreparaturen und Reinigungsarbeiten vorgenommen, und auf vielen Decks warten neue Exponate auf hoffentlich viele begeisterte Besucher.“

Für die ehrenamtlichen Mitarbeiter hieß es nach der Schließung „Wir bleiben Zuhause“. Die Kernmannschaft hatte dagegen viel zu tun, denn alle Arbeiten, die sonst den Besucherverkehr beeinträchtigen können, wurden vorgezogen.

Auf allen Decks wurden Vitrinen geöffnet und schwere Glashauben von den wertvollen Exponaten gehoben, damit sie gereinigt werden können. Das Team der Kuratoren hat neue Sonderausstellungen vorbereitet und mehrsprachige Besucherinformationen  erarbeitet. Außerdem wurden im Eingangsbereich Umbauten vorgenommen, um den Corona-Auflagen gerecht zu werden und den Gästen einen sicheren Museumsbesuch zu ermöglichen.

Um den Kontakt der Museums-Fans zu halten, setzte das Maritime Museum verstärkt auf die sozialen Medien. Vor allem über Facebook und Instagram wurden viele Menschen erreicht. Hinzu kommt die sehr hohe Interaktion mit den Posts des Museums. Die „Likes“ und Kommentare kamen überdurchschnittlich zahlreich – und international. Fast täglich wurden Objekte der Sammlung mit den dazugehörigen Fakten aus der maritimen Geschichte präsentiert. Zwei Online-Führungen in deutscher und englischer Sprache hatten über 45.000 Aufrufe.

Johannes Holst – Maler der See

Nun kann die Sonderausstellung „Johannes Holst – Maler der See“, die eigentlich kurz nach dem Zeitpunkt der Schließung eröffnet werden sollte, endlich gezeigt werden.

Johannes Holst, im Jahr 1880 auf der Elbinsel Altenwerder bei Hamburg geboren, gehört zu den bedeutendsten deutschen Malern des maritimen Genres. Rund sieben Jahrzehnte stand er an seiner Staffelei. Mit vierzehn Jahren malte er seine ersten Bilder, die letzten stammen aus dem Jahr 1965, in dem er im Alter von 85 Jahren verstarb.

Die Sonderausstellung wurde in Kooperation mit der Galerie Deichstraße organisiert, die einige Werke von Holst anbietet. Hinzu kommen Bilder aus dem Museumsbestand und Gemälde von privaten Leihgebern, die der Öffentlichkeit sonst nicht zugänglich sind. Insgesamt werden rund 70 Werke ausgestellt, die sein außergewöhnliches und vielseitiges Talent zeigen.

Zur Sonderausstellung ist im Koehler Verlag ein Buch des ebenfalls in Altenwerder geborenen Autors Walter König erschienen. Das Buch „Johannes Holst – Maler der See“ bildet rund 1.400 Holst-Gemälde ab, schildert unterhaltsam das Schaffen sowie die Höhen und Tiefen seines Lebens und kostet 148,00 Euro.

Sonderausstellung: Johannes Holst – Maler der See

Wann:
Die Ausstellung läuft bis zum 19. Juli 2020.
Die Öffnungszeiten sind täglich 10.00 bis 18.00 Uhr.
Wo:
Kaispeicher B, Koreastraße 1, 20457 Hamburg HafenCity
www.imm-hamburg.de

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