Das sprechwerk der Spielplan März 2019

Ines Nieri spielt TheaterEntwaffnung im sprechwerk mit Ines Nieri Foto: Julia Santoso

Das sprechwerk im März: Tanz, Impro-Theater, russisches und englisches Theater & Flamenco.

Im sprechwerk in Hamburg Borgfelde steht Vielfalt auf dem Programm. Von Tanz, Performance bis hin zum Theater in russischer und englischer Sprache geht im März 2019 die Spanne.

Die „CDSH – Contemporary Dance School Hamburg“ zeigt Work in progress: unleashed 

Auch 2019 präsentieren die Absolventen aller drei Jahrgänge der Contemporary Dance School Hamburg (CDSH) wieder eine Ausblick auf ihr Abschlussprojekt unter der Leitung von Javier Báez (Schulleitung) und Raul Valdez (künstlerischer Leiter).

„unleashedlautet das Motto unseres diesjährigen Abschlussprojekts.

Konventionen und gesellschaftliche Zwänge setzen unserem Potenzial oft Grenzen. Als Gegenkräfte zum natürlichen Impuls, zum Instinkt, der Intuition und zum unvermittelten Ausdruck zwingen diese Normen uns, unser Verhalten zu mäßigen.

unleashed – entfesselt: Diesen Raum aufbrechen lassen, innen nach außen kehren, Selbstanteile freilassen, die sonst kontrolliert und zurückgehalten werden. Etwas freilegen, was unter der Oberfläche passiert, was unter der Schale arbeitet. Dem ganzen Sein Freiheit gewähren, die Bestie loslassen oder intuitiv Impulsen folgen, die von tief innen kommen. In diesem Unvermittelten, Unzensierten und Ursprünglichen liegt etwas essenziell Wahres. Kein Als-Ob, kein Verschweigen, sondern pures und reines Sein. Wie der Mythos bietet auch der Tanz einen Rahmen, um diesen essenziellen Kräften einen Raum aufzufalten, in dem nicht Zwang sie reguliert, sondern sie sich in Form ergießen können.

Wann:
Fr 01.03.2019 (Premiere), Sa 02.03.2019 jeweils um 20 Uhr, So 03.03.2019 um 18 Uhr
Kartenpreise:
VVK: 13,90 €, ermäßigt 9,30 € (incl. VVK-Gebühren), AK: 15 €, ermäßigt 11 €

Die Impro-Theater Truppe die Zuckerschweine im sprechwerk Hamburg

Die Zuckerschweine die Hamburger Improvisationstheater-Gruppe macht pures Theater! 

Sie gehen auf die Bühne, ohne zu wissen, was passiert. Die Hamburger Impro-Gruppe „Die Zuckerschweine“ hat keinen Text, keine Requisite, keinen Regisseur. Nach den Vorgaben des Publikums entstehen Szenen aus dem Stegreif, die es nur einmal gibt. Improvisationstheater ist Theater pur. Theater ohne Kompromisse, Theater für den Moment. Live und ungeniert. Und immer nicht ganz ernst gemeint.

Seit Januar 2014 tritt die Impro-Combo regelmäßig jeden ersten Donnerstag im Monat im Hamburger Sprechwerk auf. Und in regelmäßigen Abständen laden sie andere Impro-Spieler zu sich ein: ZUCKERSCHWEINE & FRIENDS!

Zweimaliger Hamburger Impro-Meister, ein regelmäßig ausverkauftes Hamburger Sprechwerk, Auftritte in zahllosen deutschen Städten von Berlin bis Darmstadt und beim NDR – „Die Zuckerschweine“ blicken auf eine bewegte Geschichte. Angefangen hatte alles im damaligen Mont Marthe in Eppendorf sowie in Geesthacht und Lüneburg. Es folgten fast zehn Jahre im legendären Foolsgarden in der Schanze bis „Die Zuckerschweine“ ihre Impro-Zelte im Hamburger Sprechwerk aufschlugen.

Wann:
Do 07.03., Do 04.04.19 jeweils um 20 Uhr – DIE ZUCKERSCHWEINE
Do 21.03.19 um 20 Uhr – ZUCKERSCHWEINE & FRIENDS
Kartenpreise:
VVK: 9,30 € (incl. VVK-Gebühren), AK: 10 €, keine Ermäßigung

Szenenbild aus dem Stück Tatort Kunst
Tatort Kunst Foto: Michael Steinhauser

Tatort Kunst – Uraufführung von Isabelle McEwen

Tatort Kunst“ ist eine Performance für eine Schauspielerin und einen Schlagzeuger.

Es ist Nacht. Eine junge Frau, Sara, hatte an dem Abend eine Vernissage in einer Hamburger Galerie besucht. Plötzlich ist sie wieder dort und ihr Blick auf die Dinge ist anders als noch ein paar Stunden zuvor. Vielleicht sind die Dinge selbst anders, die Kunstwelt zeigt jedenfalls ihre Fratze. Sara ist Künstlerin, schon als kleines Kind wollte sie Künstlerin sein, seit einiger Zeit wird sie aber von der Frage geplagt, was die Aufgabe von Kunst sei. „Es gibt Kinder im Jemen, die verhungern, wie kann ich Kunst machen, die diese brutale Realität ignoriert?“, denkt sie. „Man darf die Kunst nicht zu einer Aussage zwingen, egal welche. Für die Kunst ist Politik Gift. Die Kunst will frei sein. Steckst du sie in einen Käfig, brauchst du dich nicht zu wundern, wenn du hinter den Gittern nichts als einen Hasen entdeckst.“, sagte ihr ein Lehrer. Sara navigiert in ihrem Traum in einer Welt, in der ganz andere Akteure das Wort haben. Dort passieren Dinge, die ihr Angst machen aber über ihre Angst wird nur gelacht: „Wer Kunst machen will und Angst hat, der ist selbst der Hase im Käfig“, sagt ihr ein Mann, den sie auf ihrer Reise trifft. Diese Reise ist auch eine Reise durch die Kunst. Eine ungefährliche Reise ist es übrigens nicht, der Maler Mark Lombardi hat sie seinerzeit nicht überlebt und er ist nicht der einzige. 

  • Mit: Rana Farahani, Dirk Achim Dhonau
  • Text + Regie: Isabelle McEwen, Dramaturgische Mitarbeit: Andreas Lübbers
  • Musik: Dirk Achim Dhonau, Kostüm: Annabelle Gotha

Wann:
Fr 08.03., Fr 22.03., Sa 24.03.19 jeweils um 20 Uhr, Mi 01.05., Mi 05.06.19 jeweils um 20 Uhr
Kartenpreise:
 VVK: 19,40 €, ermäßigt 12,80 € (incl. VVK-Gebühren), AK: 21 €, ermäßigt 13,50 €

Rosas Negras – Flamenco mit Blanca Nieves

Flamenco ist leicht und schwer zugleich, verständlich und rätselhaft, modern und zeitlos. Er berührt durch seine raue Schönheit und begeistert mit seiner rhythmischen Vielfalt. „Rosas Negras“ erzählt den Kreislauf von Verlust und Sehnsucht, von Schönheit und Schmerz, von Leichtigkeit und Schwermut. Das Programm führt sein Publikum dabei durch zahlreiche Variationen des Flamencos und besticht durch seine große Vielfalt. Ausgelassenheit, Dramatik, Eleganz, rhythmische Raffinessen, neue Ideen und einen Hauch von Magie – das alles verspricht „Rosas Negras“.

Die Künstler zaubern virtuos und atmosphärisch, zeigen einen unmittelbaren und intensiven Ausdruck und lassen mit ihrer Inspiration und Interpretation gemeinsam etwas Neues entstehen. Authentisch und sehr persönlich nehmen sie ihr Publikum mit auf eine kleine Reise durch den Jahrhunderte alten und doch ewig jungen Flamenco.

  • Gesang: Juan Cárdenas und Enrique Correas
  • Gitarre: Rayko Schlee und Johannes „Josel“ Ratsch
  • Perkussion und Schlagzeug: Antonio Pumuki
  • Tanz: Blanca Nieves

Wann:
Sa 09.03.2019 um 20 Uhr
Kartenpreise: 
VVK: 18 €, (zuzügl. VVK-Gebühren), keine Ermäßigung, AK: 22 €, keine Ermäßigung

Entwaffnung – Eine Eigenproduktion aus der Reihe „Wortgefechte“ des Sprechwerks

Gabriel und Iris haben im Gefängnis gesessen, 8 Jahre, unschuldig. Man hat ihnen und ihrem Freund Mosko vorgeworfen einen Anschlag verübt zu haben auf einem Bundeswehrgelände, Personen kamen nicht zu Schaden. Ein Justizirrtum. Sie gehörten zur Hausbesetzerszene, zum sogenannten „antiimperialistischen Widerstand“. Jetzt sind sie wieder draußen, seit über 20 Jahren mittlerweile. Ihre Tochter Esther war zwei, als sie verhaftet wurden. Sie wuchs bei Freunden auf, kehrte nie zu ihnen zurück.

Die drei haben zwar DIESEN Anschlag nicht verübt, aber ja, sie waren radikal. Für die Justiz in den 80er Jahren war das gleichbedeutend mit Schuld. Daher haben sie vor Gericht geschwiegen, anstatt ihre Unschuld zu beteuern, die sie nicht beweisen konnten, ohne die tatsächlichen Täter zu nennen. Kannten sie sie? 

Es gibt noch ein Lager mit Waffen, doch die radikale Szene hat sich aufgelöst. Der Anschlag von damals richtete sich gegen die neuen Datennetze und Kommunikationstechnologien, gegen die Möglichkeit der Überwachung der Bürger durch den Staat –ein Treppenwitz der Geschichte aus heutiger Sicht. Es ist an der Zeit die Waffen niederzulegen, bzw. an die Regierung zu übergeben. Das letzte der Verstecke, die nun aufgelöst werden sollen, ist in einem Keller. Dort treffen sie sich.

Esther stößt dazu und stellt Fragen: 

  • Warum habt ihr geschwiegen? 
  • Warum habt ihr mich allein gelassen? 
  • Hat es sich gelohnt, ist die Welt jetzt besser geworden? War es das wert? 
  • Und was ist aus euren Utopien geworden? 
  • Mit: Stephan Arweiler, Jasmin Buterfas, Joachim Liesert, Ines Nieri
  • Kostüme: Sharon Rohardt, Regie: Konstanze Ullmer, Assistenz: Aron Ullmer, Alisha Barß
  • von Konstanze Ullmer

Wann:
So 17.03.19 um 18 Uhr
Kartenpreise:
VVK: 20,50 €, ermäßigt 12,80 € (incl. VVK-Gebühren), AK: 22 €, ermäßigt 13,50 €

Das „Theater aus dem Nichts“ zeigt ein Überraschungsstück – Schauspiel in russischer Sprache

Das in Hamburg ansässige russische Theater unter der Leitung der renommierten Schauspielerin und Regisseurin Ludmilla Akinfieva gastiert mit seinen Stücken regelmäßig im Hamburger Sprechwerk. Welches Stück aus dem Repertoire in diesem Monat gespielt wird, steht z. Zt. noch nicht fest.

Regie: Liudmilla Akinfieva – weitere Infos unter www.aus-dem-nichts.de.

Wann:
So 24.03.2019 um 18 Uhr
Kartenpreise:
AK: 12 €, ermäßigt 9 €, kein VVK.

Das „Couch Theatre“ zeigt Pack of Lies von Hugh Whitemore szenische Lesung in englischer Sprache

Wie gut kennen Sie Ihre Nachbarn? Eine wahre Geschichte.

1961. Die Jacksons, ein nettes englisches Ehepaar aus Ruislip, einem ruhigen Vorort von London.  Ihre beste Freude, die Krogers aus Kanada, sind ihre Nachbarn. Helen Kroger kommt fast täglich vorbei um eine Tasse Tee zu trinken und zu plaudern. Die Familien feiern auch gemeinsam. Alles ist gut in ihrer Welt, bis eines Tages ein Detektiv von Scotland Yard bittet um Hilfe und zwar möchte er, dass die  Jacksons ihr Haus zur Verfügung stellt um einen russischen Spionagenring zu überwachen. Die Jacksons werden entrüsteter als Scotland Yard immer mehr von ihnen verlangt. Sie werden auf die Probe gestellt als der Detektiv ihnen mitteilt, dass die Krogers die Spione sind und bittet den Jacksons eine Falle zu stellen. Sollen sie ihre beste Freunde verraten? Was würden Sie tun?

„This is a play about the morality of lying, not the theatrics of espionage, and, in Mr. Whitemore’s view, lying is a virulent disease that saps patriots and traitors alike of their humanity.“

N.Y. Times.
  • Mit: Bob Jackson Dave Duke
  • Barbara Jackson Valerie Doyle
  • Julie Jackson Jenna Greenman
  • Helen Kroger Rebecca Garron
  • Peter Kroger Jonathan Greenman
  • Stewart Jason Couch
  • Thelma Julie Spanswick
  • Sally Joanna Thorn
  • Directed by:  Jason Couch
  • Costumes: Martin Scheibe

Wann:
Fr 29.03.19 (Premiere), Sa 30.03.19 jeweils um 20 Uhr
Kartenpreise:
VVK: 19,40 €, ermäßigt 12,80 € (incl. VVK-Gebühren)
AK: 21 €, ermäßigt 13,50 €


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