Der Hörspiel Event in Hamburg: Das Phantom vom Fischmarkt im Dialog im Dunkel

Horrorszene zwei blutige HändeVerbrechen zahlt sich nicht aus Foto von Ian Espinosa auf Unsplash

Schön schräg, fesselnd – eben einfach gute Unterhaltung ein Hörspiel ganz im dunkeln

Ein Wintersonnen-Sonntag in Hamburg. Die Stadt zeigt sich von ihrer Schokoladenseite und es ist kaum zu glauben, dass es vielleicht bald wieder graue Wolken und Nieselregen gibt. Denn der Welt des Krimis schillert das Licht der Neonröhren in Regenbogenfarben auf feuchten Asphalt, schlagen Kommissare oder Detektive den Kragen ihres Trenchcoats hoch und heulen Sirenen unheilvoll durch die Nacht.

Ein Hörspiel in einem absolut dunklen Raum

Einen Krimi als Hörspiel in einem Raum in absoluter Dunkelheit zu erleben, das ist ein einmaliges Erlebnis. Denn, den Raum zu betreten ist gar nicht so einfach. Man nimmt nicht Platz und das Licht wird langsam herunter gedimmt. An der Kasse erhält man kleine Steine und je nach Farbe und Form wird man aufgerufen und in kleinen Gruppen, langsam Schritt für Schritt immer an der Wand entlang in den Raum, der wirklich absolut schwarz ist, geführt. Meine Begleitung sagte, ein Kohlenkeller sei ja ein Lichterpalast dagegen. Mit vielen vorsichtigen Tasten  und nach der Einweisung hat man dann seinen Platz gefunden. Jetzt wo man sitzt, die Aufführung noch nicht begonnen hat, fühlt man die absolute Dunkelheit fast körperlich. Alle möglichen Lichtquellen wie Handys, Armbanduhren etc. müssen ausgeschaltet werden, damit nicht ein Lichtstrahl diesen Raumeffekt bricht.

Den Ausgang der Story „Das Phantom vom Fischmarkt“ verrät der Verfasser natürlich nicht. Aber, die Geschichte besticht durch Humor, nicht kitschigen Lokalkolorit und liebevoll und glaubwürdig angelegten Rollen. Besonders der kleine Gauner Elmar (Taschendiebe- und Spannereien) ist der Autorin und dem Regisseur sehr gelungen.  

Nun, es ist mehr als ein  Hörspiel, wenn an Elfis Imbiss am Fischmarkt ein frischer Kaffee eingeschenkt wird, dann riecht man ihn; da fliegt vielleicht auch einmal ein Gegenstand durch den Raum und man spürt einen Lufthauch. Die Schauspieler bewegen sich im Raum und sprechen von verschieden Plätzen aus. So fängt man an sich im Kopf ein Bild des Geschehens zu konstruieren. Zusammengefasst und in einem Satz: Ein ganz neues Erlebnis, eine Prise Spannung, eine gute Portion Humor und Schauspieler deren Spielfreude man spürt: einfach gute Unterhaltung pur.

Die Veranstaltungsreihe Hamburg Krimis live im „Dialog im Dunkeln“ läuft das ganze Jahr.

Die Termine:

Phantom vom Fischmarkt – Anke Cibach

Sa, 11. Februar 2012, 19 Uhr

So, 12. Februar 2012, 15 und 18 Uhr

Sa, 10. März 2012, 19 Uhr

So, 11. März 2012, 15 und 18 Uhr

 

Todesengel Reeperbahn – Virginia Doyle

Fr, 13. April 2012, 19 Uhr (Premiere)

Sa, 14. April 2012, 19 Uhr

So, 15. April 2012, 15 und 18 Uhr

Sa, 12. Mai 2012, 19 Uhr

So, 13. Mai 2012, 15 und 18 Uhr

Sa, 09. Juni 2012, 19 Uhr

So, 10. Juni 2012, 15 und 18 Uhr

Regie: Melanie Thiesbrummel

Spielleitung und Produktion: Susanne Kramer

Schauspieler: Tanja Dohse, Katharina Schumacher, Robert Missler, Detlef Tams

Tonmeister: Ansgar Döbertin

Titelbild:Ian Espinosa

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