Ein Rock-Wolf im Hard Rock Cafe: Herman Rarebell

Herman RarebellEr will es nochmal wissen: Ex-Scorpion Herman Rarebell stellte im Hard Rock Café die erste CD seines neuen Trios Rock Wolves vor Foto: Cetin Yaman

Cetin Yaman traf den Ex-Scorpions-Schlagzeuger Herman Rarebell als er im Hard Rock Cafe seine neue Band Rock Wolves vorstellte.

Herman Rarebell, ehemaliger Schlagzeuger der Scorpions stattete der Hansestadt einen Besuch ab und stellte im Hard Rock Cafe an den Landungsbrücken seine neue Formation „Rock Wolves“ vor. Von 1977 bis 1996 trommelte Rarebell für die weltbekannte Hard Rock-Formation aus Hannover, danach widmete er sich diversen eigenen und anderen Projekten.

Plattenlabel mit einer Hoheit

Ein Kuriosum ist auch darunter: fünf Jahre lang führte er gemeinsam mit Prinz Albert das Label Monaco Records. Aber er saß in seiner langen Musikerkarriere nicht nur hinter den Schlaginstrumenten, ebenso betätigte er sich als Texter und schrieb gemeinsam mit Scorpions-Sänger Klaus Meine den Mega-Hit  „Rock you like a hurricane“.

Ein absoluter Glücksgriff, wie er erzählt: „Der Song wird noch heute von weltweit durchschnittlich 150 Radiostationen am Tag gespielt“. Überhaupt hat er an die Zeit mit den Scorpions noch sehr gute Erinnerungen, vor allem an ein Konzert im San Bernardino Valley in Kalifornien Anfang der 80er Jahre denkt er häufig zurück: „Es kamen über 500.000 Besucher, wir waren die Specials Guests, Van Halen der Haupt-Act. Alle Straßen dorthin waren verstopft, wir mussten mit dem Helikopter zum Auftritt geflogen werden. Das war ein absolut geiler Gig“.

Auch die drei ausverkauften Auftritte im Madison Square Garden in New York sind bei dem sympathischen Taktgeber unter Highlights verbucht: „Sowas vergisst man sein Leben lang nicht mehr“, schwärmt er.

Von unten nach ganz oben

Dabei fing die Zeit mit den Scorpions für Herman eher bescheiden an. 1974 emigrierte der gebürtige Saarländer in die Rock-Metropole London und fand dort einen Job als Studiomusiker. Dann flatterte ein Angebot der Scorpions ins Haus, die ihn als Drummer haben wollten. Deswegen ging es gemeinsam mit ihnen zurück nach Good Old Germany, genauer gesagt nach Hannover.

Dort angekommen, war aber erstmal nichts zu tun: „Fast ein dreiviertel Jahr lang hatten wir keine Auftritte und ich begann schon zu bereuen, dass ich dafür die gute Anstellung in England aufgegeben hatte. Doch dann ging es los und bei dem Tempo blieb es auch die ganzen zwanzig Jahre durch“.

Derzeit ist Herman Rarebell auch gemeinsam mit „Michael Schenkers Temple of Rock“ on tour, Zeit für die Gründung einer neuen Band hat er trotzdem gefunden. Das Trio nennt sich Rock Wolves und besteht weiterhin aus Sänger und Gitarrist Michael Voss (Mad Max, Ex-Casanova) und Bassist Stephan „Gudze“ Hinz (H-Blockx).

 

Herausgekommen ist dabei ein klassisches Rockalbum, das ebenso Hard Rock-Freunde befriedigen wird. „Die Arbeit mit Michael und Gudze hat unheimlich Spaß gemacht, wir haben alle Bock auf Rock und das hört man glaube ich auch durch“, berichtet er nicht ohne Stolz von den letzten Monaten. Live-Auftritte mit der neuen Band sind vorerst nicht geplant, aber sobald sich bei den drei vielgefragten Musikern zeitlich eine Gelegenheit ergibt, ist man nicht abgeneigt: „So eine Mucke gehört auf die Bühne, die muss man am besten laut und hart genießen“.

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