Begeisternde Uraufführung der Hamburg Sinfonie mit Dagmar Berghoff

Hamburg SinfonieDie Musiker der Hamburg Sinfonie: Kurt Buschmann, Zabba Lindner, Dagmar Berghoff, George Kochbeck (vl) Foto: ganz-hamburg.de

Viel Applaus bei der Uraufführung der Hamburg Sinfonie anlässlich des Jubiläums der Freimaurerloge Roland.

von Cetin Yaman
Das Wochenende stand ganz unter dem Zeichen der Feierlichkeiten  zum 125-jährigen Bestehen der Freimaurerloge Roland. Anlässlich dazu lud der hanseatische Bund zu einer Aufführung der Hamburg Sinfonie – eine musikalische und historische Reise über Hamburg – ein. Das Werk wurde komponiert von der Hamburger Musiker-Legende Zabba Lindner, der an dem Tag auch Piano und Percussions spielte. Mit George Kochbeck (Keyboards) und Kurt Buschmann (Saxophon) standen weitere Ausnahmemusiker auf der Bühne. Vorgetragen wurde der von Jürgen Stark erstellte, mitreißende Text von Dagmar Berghoff.

Grußwort von Prof. Dr. Hermann Rauhe

Bereits im Grußwort des Schirmherrn Prof. Dr. Hermann Rauhe, Ehrenpräsident der Hochschule für Musik und Theater, konnten die Besucher erahnen welche kreative Glanzleistung mit der Hamburg Sinfonie auf sie zukommen würde: „Dieses grenzüberschreitende Gemeinschaftsprojekt ist von seiner angedachten Dimension und Vielfalt her, eine multimediale musikalische Hommage an unsere wachsende Stadt. Musik, Literatur, Photographie und Lichtinstallationen verschmelzen zu einem völlig neuartigen Gesamtkunstwerk. Zabba Lindner versteht es meisterhaft, Jazz, Avantgarde, Elektronik, Klassik und meditative Klänge zu einem geschlossenen symphonischen Werk zusammenzufügen, ohne der Gefahr eines heterogenen Eklektizismus zu erliegen. Auch die Verschmelzung von Sprache und Musik geschieht auf neue originelle Weise.“

Nach so viel Lob von höchster Seite lag es an den Aufführenden, den Worten Taten folgen zu lassen – und das taten sie auch. Schlichtweg begeistert zeigte sich das Publikum von der knapp 90-minütigen Darbietung. So meinte Ingrid Christa Kosmala: „Ich kenne die Arbeiten von Zabba Lindner schon lange, er ist ein begnadeter Künstler, dessen Komposition mich heute wieder vollkommen überzeugt hat“.

Renate Judith, die seit 40 Jahren in Hamburg wohnt, konnte sich nur anschließen: „Eine sehr liebevoll gemachte Sinfonie, die aber weit mehr ist als eine Sinfonie. Der Text ist einfach wunderbar und wurde eindrucksvoll von Dagmar Berghoff dargeboten“.

Angelika von Werder, die sich aus Reinbek zur Hamburg Sinfonie auf den Weg machte, fasste ihre Eindrücke in einem Wort zusammen: „Überwältigend!“. An zwei Stellen sei sie den Tränen nahe gewesen, so sehr habe sie die Aufführung emotional angesprochen.

Die Story der Hamburg Sinfonie

Die Hamburg Sinfonie ist eine künstlerisch aufgearbeitete Zusammenfassung der Hamburger Geschichte und beginnt mit der Evolution. Die wichtigsten Meilensteine der städtischen Historie wie die Kämpfe der Dänen mit den Schweden an der Sternschanze, die Gründung der Hanse oder die Geschichte des Piraten Klaus Störtebeker kommen darin genauso vor wie die dunklen Kapitel der NS-Zeit. Locker-flockig in der Wortwahl – aber dennoch stets informativ und nicht zu flapsig – ist es ein kurzweiliges Vergnügen, dem man noch viel länger lauschen könnte. Auch die Gründung der Hamburger Freimaurerloge Roland im Jahre 1891 findet darin eine würdige Erwähnung.

Die Künstler

Die Perfektion des Kunstwerks ist aber kein Wunder, sieht man sich die Beteiligten an: Zabba Lindner, Komponist der Hamburg-Sinfonie, studierte klassische Schlagzeugausbildung, schrieb bereits mehrere Sinfonien und arbeitete unter anderem mit der Jazz-Legende Joachim Kühn, Udo Lindenberg und dem Cream-Gitarristen Jack Bruce zusammen. Außerdem wurde ihm das musikalische Talent bereits in die Wiege gelegt, sein Vater Max Lindner war über 20 Jahre lang 1. Schlagzeuger im NDR-Sinfonie-Orchester.

Das Libretto stammt vom Autor, Journalisten und Dozenten Jürgen Stark, der nicht nur der Sohn eines Hamburger Seemanns ist, sondern auch für das Hamburger Abendblatt und für die Stadionzeitung des FC St. Pauli schrieb und die Hansestadt in- und auswendig kennt. Zahlreiche Buchveröffentlichungen wie „Das Herz von St. Pauli“ weisen ihn als Hamburg-Kenner aus.

Mit Dagmar Berghoff als Rezitatorin konnte man eine bekannte ehemalige Tagesschau-Chefsprecherin der ARD für die Hamburg-Sinfonie gewinnen. Sie gehörte deutschlandweit zu den beliebtesten Nachrichtensprecherinnen und führt nun mitreißend durch diese sinfonische Erzählung.

George Kochbeck gab der Musik einen großartigen Soundteppich, als Schöpfer vieler Film-, Fernseh- und Werbe-Melodien – wie jüngst zum Beispiel dem „Luther Code“-Soundtrack, Folgen von „Balko“ oder „Tatort“ – ist er sowieso in jedermanns Ohren. Kochbeck arbeitete auch schon mit Eberhard Schoener und Peter Maffay zusammen.

Und last but not least zu erwähnen ist Kurt Buschmann, der Mann mit dem Saxophon; ein Bayer vom Chiemsee, der aber schon seit Jahren als Musiker in Deutschland und in der Hamburger Musikszene unterwegs ist. Seit längerer Zeit konzertieren Zabba Lindner und Kurt Buschmann als Duo „The Two“ mit Melodien der Hamburg Sinfonie.

Hinter den Kulissen der Hamburg Sinfonie betreibt Dirk Vorwerk, Kreativer aus Hamburg (u.a. Hamburger Top-Agenturen wie Scholz & Friends, FCB, Team BBDO) – eifrig und erfolgreich die Öffentlichkeitsarbeit für dieses künstlerische Konzept.

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