Schöne Grüße vom Schicksal Heinz Rudolf Kunze in der Grossen Freiheit 36

Der Musiker Heinz Rudolf KunzeHeinz Rudof Kunze im Hard Rock Cafe Hamburg © ganz-hamburg.de

Ich bin nicht objektiv, ich mag Heinz Rudolf Kunze. Warum? Gut, wir gehören einer Generation an und seine Songs haben mein Leben begleitet. Doch das ist kein Kriterium. Es gibt ziemlich viele Bands und Musiker, von denen möchte ich nicht einmal ein Platte auf lau bekommen.

Kunzes Texte haben immer oft gefallen. Ich fand es gut, dass er auf Deutsch singt. Sorry, mein Schulenglisch ist schon schlecht genug. Das verkrampfte auf Englisch singen Deutscher Bands, hört sich übrigens nicht nur für einen Engländer absolut komisch an, zumeist ist es gewollt, aber nicht gekonnt.

Aber, das ist es nicht. Für mich ist Heinz Rudolf Kunze ein echter Rock’n Roller, auch wenn zertrümmerte Hotelzimmer und kreischende Groupies (der Traum jeden pubertierenden Jungmannes) seinen Weg nicht unbedingt gepflastert haben. Wer in Osnabrück aufwächst neigt eben nicht so zu Exzessen.

Ich mag ihn auch, weil er Westdeutsch im besten Sinn des Wortes ist und ihm die neudeutsche, mindestens drei Tick zu große, Berliner Hauptstadt-Attitüde komplett fehlt.


Schöne Grüße vom Schicksal

Jetzt ist er mit „Schöne Grüße vom Schicksal“ wieder auf Tournee und kommt am Sonntag, den 24. Februar 2019 in die Große Freiheit 36. Statt allein aufzutreten, hat er seine Band „Verstärkung“ dabei. Durchaus eine weise Entscheidung, denn eine Band gibt ihm einfach mehr Drive.

Allerdings, auch hier schlägt mein persönlicher Geschmack zu, Singersongwriter haben etwas von lauwarmer Schonkost, es fehlen einfach die kräftigen Kontrapunkte, Akkorde und Riffs. Alles irgendwie zu einfach, zu nett und zu weinerlich. Hey, das Leben ist kein Ponyhof oder ayurvedische Schönheitsfarm. Das Leben findet auf der falschen Seite der Gleise statt, ist verdammt ungerecht, aber immer auf seine ganz eigene Art ehrlich. Dafür sind aber Singersongwriter das ideale Ohrenfutter für junge weibliche Gelegenheitsveganerin im Flixbus.

Hans Rudolf Kunze gehört sicherlich mit zu den produktivsten Deutschen Musikern. Deutsche Musik hat halt immer ein dicke Befindlichkeits-DNA, die besonders einer wie Herbert Grönemeyer, wie eine Monstranz vor sich her trägt. Das Dumme ist nur, Rock’n Roll hat überhaupt nichts mit Befindlichkeit zu tun. Deshalb auch der Sonderweg Deutscher Schlager, der sicherlich eine der deutschesten Musikstile ever ever ever ist.

Auch wenn Hans Rudolf Kunze in Osnabrück seine Kindheit und Jugend verbracht hat. Immerhin konnte er hier gut BFBS hören – man war nicht auf die NDR-Grütze angewiesen – und heute in Hannover lebt, zu Hamburg hat er durchaus eine enge Beziehung. Sein erstes ausverkauftes Konzert war in der Markthalle und im Hafenklang Studio mit Marc Schättler nimmt er seine Alben auf.

Also, es gibt gute Gründe um am 24. Februar in der Grossen Freiheit 36 dabei zu sein. Zumal es auch noch eine kleine Premiere gibt. Heinz Rudolf Kunze setzt erstmals eine LED-Wand ein.

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