Keiner kommt, alle machen mit – Die Spendenaktion für die Hamburger Kultur

Schriftzug: Keiner kommt alle machen mitKeiner kommt alle machen mit

Die Corona-Krise bedroht die Existenz vieler Hamburger Kulturbetriebe, Kreative und freischaffender Künstler.

Vor ein paar Tagen war auch die Hamburger Kulturwelt noch ziemlich in Ordnung. Doch der Hamburger Corona Lockdown wirkt wie Atombombe und stellt die Existenz vieler Kulturbetriebe in Frage und entzieht Künstlern und Kreativen alle Einnahmen.

Ein von MenscHHamburg e.V. initiiertes Solidaritätsfestival will helfen. Es ist das Nicht-Festival des Jahres in Hamburg – am Dienstag, den 12. Mai 2020: Keiner kommt, alle machen mit.

Denn: THE BEATLES, ABBA, BILLIE EILISH, DIE ÄRZTE, MADONNA, TONBANDGERÄT, ED SHEERAN, MADSEN, FOO FIGHTERS, JOHANNES OERDING, REVOLVERHELD, THEES UHLMANN, ROLLING STONES, DEICHKIND, GLORIA, RITA ORA, ENNO BUNGER, NIRVANA, BOSSE, DJ MAD, OLLI SCHULZ, ARND ZEIGLER, GUNS N’ ROSES, SELIG, TOBIAS SCHLEGL u.a. kommen definitiv NICHT!

Nicht kommen, trotzdem zahlen. Möglichst viele Hamburger zahlen trotzdem, oder gerade deswegen 22 Euro Eintritt in Form einer Spende an die Hamburger Kulturszene.

„Die Hamburger Kulturszene ist besonders hart betroffen von den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona Pandemie. Wir möchten jetzt Zusammenhalt beweisen und mithelfen, die Hamburger Kultur und ihre Vielfalt zu erhalten.  Verrückte Zeiten brauchen verrückte Ideen, um die Krise erträglicher zu machen und daher bewerben wir ein Festival, das es nicht gibt, mit Künstlern die nicht kommen, um Spenden zu sammeln mit Kreativität und Humor“,

erklärt Initiator Lars Meier, Vorstand von MenscHHamburg e.V. und Geschäftsführer der Gute Leude Fabrik.

Das ist ein guter Deal. Denn wenn Sie das Geld in den Dax investiert hätten, wäre schon mehr als ein Viertel futsch gewesen!

Plakat für das Corona hilft Konzert: Keiner kommt - alle machen mit - in Hamburg
Plakat: Keiner kommt – alle machen mit (c) Veranstalter

Das sagt die Hamburger Kulturszene

Schauspieler Marek Erhardt ist überzeugt, dass „eine Metropole wie die Stadt Hamburg einen inspirierenden Mix aus Sub- und Hochkultur braucht, um ihr kreatives Potenzial voll entfalten zu können. Das wollen wir mit der Aktion unterstützen und hoffen auf möglichst viel  Geld.“

„Keiner kommt, alle machen mit. Top Aktion zur Unterstützung der Hamburger Kulturszene“,

meint Sänger Aki Bosse.

Johannes Strate, Sänger von Revolverheld: „Völlig klar, dass jeder jetzt sein Geld zusammen halten muss, aber wenn wir die Hamburger Kultur jetzt nicht retten, geht ein wichtiger Teil unserer Stadt unwiederbringlich kaputt.“

„Es ist fast schade, dass ich mit diesem Line-up nicht zusammen kommen darf. Vor allen Dingen wegen der Beatles. Aber wenn so nun viel Geld zusammen kommt, ohne dass wir spielen, ist das toll.“,

schmunzelt Ole Specht von Tonbandgerät.

Kultursenator Carsten Brosda begrüßt die Initiative der Gute Leude Fabrik.

„In Zeiten wie diesen gilt es zusammenzustehen und die Dinge anzupacken. Wenn Hamburger Hamburgern helfen, unterstützt die Stadt gerne dort, wo es geht“.

Für die sozialen Medien produzieren die angekündigten Stars kleine Einspieler, in denen sie ihr Nicht-Erscheinen ankündigen und zu Spenden aufrufen.

Über das Keiner kommt, alle machen mit Festival

Das „Keiner kommt, alle machen mit“ -Festival ist ein Projekt des MenscHHamburg e.V. – Gute Idee & Umsetzung Gute Leude Fabrik.

Die Einnahmen aus dieser Aktion werden von MenscHHamburg e.V. zu gleichen Teilen an die privaten Hamburger Theater- und Musikbühnen, an die Hamburger Filmwirtschaft, an die Hamburger Clubs und an freie Kulturschaffende verteilt. Ein Gremium aus Leuden der Hamburger Kultur wird über die Verwendung der Mittel entscheiden.

Über Reservix.de können ab jetzt Tickets bestellt werden, die eine schöne Erinnerung darstellen und natürlich als Spende gelten.

Das Beste: Wie bei einem richtigen Festival gibt es auch VIP-Karten zu kaufen. Dazu aber später mehr… 

Spenden können über www.keinerkommt.de getätigt werden.

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