Japan-Filmfest Hamburg: Breaking Free – From Japan with Love

Veranstatltungsposter für das Japan FilmfestJapan Filmfest Hamburg 2020 (c) JFFH

Erstmals nur Online: das 21. Japan-Filmfest 2020. Über 50 Filme werden auf der Partnerseite Videociety gestreamt.

Kulturmacher stehen in der Corona-Krise vor fast unlösbaren Problemen. Wie Veranstaltungen organisieren, wenn die Hygiene-Auflagen es fast unmöglich machen, denn die Gesundheit geht vor und alles andere wäre asozial und fahrlässig. Deshalb geht Nihon Media e. V. den Weg das Japan-Filmfest Hamburg (JFFH) nicht in gewohnter Form als klassisches Film-Festival sondern als Online-Festival durchzuführen.

Ein Schritt in eine neue Dimension

Der Schritt von einem klassischen Film-Festival, das lokal eingebunden ist, zu einem reinen Online-Festival, ist auch die Chance, das Filmfest ganz neu zu denken und für ein weltweites Publikum zu öffnen,.

Unter dem Motto Breaking Free – From Japan with Love, wird das JFFH von seinen Fesseln befreit und sendet das japanische Kino um die Welt. So erhalten die Fans des japanischen Films in ganz Deutschland und weit darüber hinaus 14 Tage lang die Chance, die neuesten Filme aus Japan vom heimischen Wohnzimmer aus zu genießen. In enger Kooperation mit dem Streaming-Partner Videociety werden erstmalig mehr als 50 Filme des verteilt auf ca. 40 Filmblöcke gestreamt.

Die Range reicht vom farbenfrohen Anime über den ambitionierten Kurzfilm, Arthouse-Filmen bis hin zu wilden und stets sehr beliebten Genreknallern.

Mit fünf Euro pro Filmblock ist der Zuschauer dabei

Das Online-Ticket wird je Filmblock fünf Euro kosten. Es kann über die Filmfest-Webseite www.jffh.de erworben werden. Ein großer Teil der Einnahmen durch den Verkauf der Onlinetickets geht dabei unmittelbar an die japanischen Filmschaffenden. Auch sie sind schwer von der Corona-Krise betroffen. Mit dem Kauf eines Tickets unterstützen sie also nicht nur das Festival selbst, sondern auch das japanische Kino insgesamt.

Neben seinem Filmprogramm präsentiert das Japan-Filmfest Hamburg auf seinem YouTube-Kanal (j.mp/jffh-youtube) täglich kostenlos spannende Themen-Videos rund um das Filmfest und das japanische Kino, die im Vorfeld exklusiv für das Festival produziert wurden.

Highlights des 21. Japan-Filmfest Hamurg 2020

Zu den Highlights gehört die ursprünglich als Eröffnungsfilm geplante Gangsterballade Paradise Next (2018) von Regisseur und Filmmusikkomponist Yoshihiro Hanno (Flowers of Shanghai). Mit dem stimmungsvollen Road-Movie rund um die Reise dreier verlorener Seelen, treibend am Rande der Gesellschaft, gelingt Hanno nicht zuletzt dank der stimmungsvollen Kameraarbeit und dem atmosphärisch dichtem Soundtrack ein nachdenkliches Meisterwerk

Weitere Höhepunkte sind zum Beispiel das historische Drama A Town and a Tall Chimney (2019) von Katsuya Matsumura nach einer Novelle von Jiro Nitta und mit den Darstellern Dai Watanabe und Schauspielerlegende Tatsuya Nakadai (Barfuss durch die Hölle, Harakiri, Kagemusha, Ran).

Das düstere Coming-of-Age-Meisterwerk Forgiven Children (2020) von Eisuke Naito. Das schräge Vater-und-Sohn-Drama His Bad Blood (2019) von Koichiro Oyama. Roar go On (2019) von Ryo Katayama.

Animes und der beliebte Genre-Wahnsinn

Animes sind bei den Festivalbesuchern traditionell besonders beliebt. Das JFFH zeigt neben einer Reihe von Anime-Kurzfilmen. Mit dem visuell eindrucksvoll gestalteten Meeresdrama Children of the Sea (2019) von Ayumu Watanabe und der witzigen Teenie-Science-Fiction-Groteske Cenceroll Connect (2019) von Uki Atsuya gibt es zwei aktuelle Höhepunkte des japanischen Animationsfilms.

B-Movie Freunde und Genre-Fexe lieben das japanische Kino auch für seinen Genre-Wahnsinn. Das ist nichts für verkopfte deutsche Kinokritiker, die bedeutngsschwangeres wie blutleeres Bla-Bla Kino bevorzugen. Steht aber als zuverlässiger Garant für Kino-Genuss der vierten Art.

Mit der in der augenzwinkernden Tradition des japanischen Kaiju-Films stehenden Trashgranate Attack of the giant Teacher (2019) von Yoshikazu Ishii, der von Hiro Kunado produzierten Splatter-Groteske Ghost Master (2019) von Paul Young und mit dem neuen atmosphärisch dicht inszenierten Horrordrama Mimicry Freaks (2019) von Kultregisseur Shugo Fujii, werden gleich mehrere Genre-Perlen gezeigt.

Aufgrund des großen Erfolgs werden die Genre-Highlights: Kodoku Meatball Machine (2017) von Yoshihiro Nishimura sowie Meatball Machine (2005) von Yūdai Yamaguchi und Yunichi Yamamoto gezeigt.

21. Japan-Filmfest Hamburg vom 19. August bis zum 02. September 2020 nur Online

Neben seinem Filmprogramm präsentiert das Japan-Filmfest Hamburg auf seinem YouTube-Kanal täglich kostenlos spannende Themen-Videos rund um das Filmfest und das japanische Kino, die im Vorfeld exklusiv für das Festival produziert wurden.

Informationen zum Japan-Filmfest Hamburg im Internet:

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