Ksenija Sidorova – Carmen auf dem Akkordeon

Ksenija Sidorova spiel AkkordeonEine sehr hörenswerte neue Version von Bizets „Carmen“ hat die Akkordeonistin Ksenija Sidorova eingespielt. Foto: Cetin Yaman

Ksenija Sidorova verleiht der berühmtesten Femme Fatale neue Facetten

Bei einem Food, Wine & Music Tasting im 25h Hotel in der HafenCity stellte Ksenija Sidorova ihre Debüt- CD vor. Die aus Lettland stammende Musikerin gilt als die neue weibliche Botschafterin des Akkordeons. Das Album widmet sich ausschließlich der bekannten Bizet-Oper „Carmen“. Erschienen ist es vor wenigen Tagen bei dem renommierten Klassik-Label Deutsche Grammophon.

Die quirlige junge Frau bietet dabei eine enorme Vielseitigkeit in ihren Talenten – und das nicht nur in ihrem musikalischen Repertoire und ihrer Experimentierfreudigkeit. Sie hat bereits als Moderatorin auf innovativen Messen überzeugen können, im TV-Werbespot agierte sie schon neben Lionel Messi und stand auf der Bühne mit Sting, Avi Avital und Rolando Villazon. Bei ihrem Aussehen auch kein Wunder, dass sie als Hobby-Model mit Freundin und TV-Moderatorin Melissa Khalaj schnell Fans gewann. Ein erstes Video zum Track „Seguidillas“ aus „Carmen“, das bereits vorab online veröffentlicht wurde, erzielte in den ersten fünf Tagen über 100.000 Views, dazu tausende Likes und begeisterte Kommentare.

Bei ihrem Hamburg-Besuch zeigte sich Ksenija Sidorova genau so wie sie angekündigt wurde, als außergewöhnlich talentierte, aber gleichzeitig unkomplizierte Künstlerin, die mit viel Leidenschaft ihr Instrument Akkordeon spielt und dies mit jedermann teilen möchte. Für ihre erste CD hat sie sich wahrlich ein kulturell bedeutungsvolles Motiv ausgesucht. Maler, Musiker, Philosophen – kreative Köpfe von Manet bis Nietzsche wurden durch Carmen inspiriert. Jetzt präsentiert Ksenija Sidorova ihre eigene Version von der tragischen Heldin aus Bizets Oper: „Carmen fasziniert mich“, sagt sie. „Natürlich wollte ich etwas Neues zu dieser Musik beitragen, Carmen mit anderer Stimme sprechen lassen. Das Akkordeon muss nicht atmen wie eine Sängerin, meine Bearbeitung dieser Musik unterlag also keinen Beschränkungen“.

Die Akkordeonistin, die seit dem 30. März 2016  neue Exklusivkünstlerin für Deutsche Grammophon ist, gibt ihr Debüt mit einem Album, das von ihrer Identifikation mit Bizets femme fatale lebt. „Doch, so ein bisschen finde ich mich schon selbst in Carmen wieder“, erzählt sie. Die in London lebende Musikerin kreiert allerdings eine moderne Carmen, die heute, 141 Jahre nach der Uraufführung, aufs Neue fasziniert. Ihre Arbeit an dem Album und Kooperation mit renommierten Künstlern führte Ksenija unter anderem von Berlin über Istanbul bis nach Israel. Entsprechend bietet das Album, das von lateinamerikanischer, asiatischer, europäischer und nordamerikanischer Musik beeinflusst ist, eine faszinierende Mischung aus Klangfarben und pulsierenden Rhythmen. „Ich konnte risikobereit und leidenschaftlich sein, ganz wie Carmen, und ich konnte auf die multikulturellen musikalischen Ideen meiner wunderbaren Partner eingehen“ schwärmt Ksenija Sidorova.

Darüber hinaus verfolgt Ksenija ein weiteres Anliegen: „Ich denke, es ist meine Aufgabe, das Akkordeon einem breiten Publikum nahezubringen. Ich möchte Musik vieler verschiedener Richtungen aufführen, und ich möchte diese Erfahrung mit möglichst vielen Menschen teilen“.

Wer Ksenija Sidorova live erleben will hat in Norddeutschland in diesem Jahr am 2. August im Rahmen der Musiktage Hitzacker die Gelegenheit dazu. An dem Abend steht sie gemeinsam mit dem Mandolin-Spieler Avi Avital auf der Bühne.

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