ElbJazz 2018 – der Hamburg Hafen improvisiert

Auf der MS Stubnitz die ElbJazz Macher CrewDie ElbJazz Macher mit Michael Wolny (im Vordergrund) © ganz-hamburg.de

Verbesserungen, Entdeckungen und Überraschungen auf dem achten ElbJazz Festival 2018 in Hamburg

Das angesehene Hamburger ElbJazz Festival hat raues Fahrwasser hinter sich. Unter den Machern ging nicht mehr viel und die Zahlen waren rot. In Berlin ist das vielleicht eine Empfehlung, in einer Kaufmannsstadt wie Hamburg ein No Go. So pausierte das Festival 2016, um im letzten Jahr mit rund 30.000 Besuchern ein rauschendes Comeback zu feiern.

Die Macher des ElbJazz Festivals starten selbstbewusst in die achte Auflage. Immerhin sind bereits rund 17.500 Tickets verkauft worden. Festivalleiter Alexander Schulz will in diesem Jahr viele Verbesserungen vornehmen. Das, was nicht so gut lief, wurde analysiert und man hat Lehren daraus gezogen. Die Abläufe sollen reibungslose werden. Dazu gibt es größere Fähren, mehr Shuttlebusse und am Eingang mehr Personal. Kräftig aufgestockt wurden die begehrten Elbphi Konzerte.

Der erste Festivaltag am Donnerstag, den 31. Mai, findet komplett in der Elbphi statt. Herz des Festival bleiben der Freitag und Samstag (1. und 2. Juni) und das Blohm+Voss-Gelände mit insgesamt drei Bühnen.

Rund 60 Konzerte  sind geplant dieses Jahr geplant. Spielorte sind die Hauptkirche St. Katharinen (durchaus auch mit Orgel), die MS Stubnitz am Kirchenpauerkai/Baakenhafen, der Vorplatz der Elbphilharmonie und neu ist der Kleine Saal der Elbphilharmonie, für den keine Vorabreservierung erforderlich ist.

Premiere: Artist in Residence

Premiere hat die Einrichtung eines Artist in Residence. Der Leipziger Pianist Michael Wollny wird das ganze Festival über in Hamburg sein und vier Konzerte, davon zwei mit seinem Trio, in ganz unterschiedlichen Besetzungen geben. Allerdings, was ein Artist in Residence ist, dass konnte bei Programm-Vorstellung nicht wirklich beantwortet werde

Auf Publikumswunsch hin ist das Festival heuer jazziger als in den Vorjahren. Auf der Setlist stehen Stars wie der US-Saxofonist und Improvisationsvirituose Kamasi Washington, der legendäre Schlagzeuger Tony Allen und die polnische Bassistin Kinga Glyk.

Freuen darf man sich auch die Doug Carn West Coast Organ Band, die Sängerin China Moses, Sängerin Nneka, Bluesman Matt Andersen und das Andromeda Mega Express Orchestra. Die NDR Bigband darf natürlich nicht fehlen, ebenso der Posaunist Nils Landgren, der mit seiner Funk Unit kommt. Auch das Omer Klein Trio  und die Nighthawks (mussten 2017 krankheitsbedingt absagen).

Karsten Jahnke über das einfache Programmkonzept: „Wir haben nur Künstler eingeladen, die wir auch selbst gerne sehen möchten.“

Auch neu – das Ü-Konzert

Interessant wird das Überraschungskonzert am Freitag, den 01. Juni, das im Großen Saal  der Elbphilharmonie stattfinden wird. Doch verraten wollte keiner der Macher, wer am Freitagabend dort mucken wird. Nur so viel, es soll ein „Hochkaräter“ sein. Lassen wir uns mal vom Ü-Konzert überraschen.

Wellcome back MS Stubnitz

Ein interessanter Spielort ist wieder dabei. Nach dem die „MS Stubnitz“ Pause machte, ist sie jetzt wieder der östlichste Spielort des Festival. Bei Blohm+Voss zieht die Bühne von der Maschinenhalle in die Schiffbauhalle um. Als Neuheit wird dort Samstagnacht erstmals eine Aftershowparty steigen.

Tickets für die Elphi sind nur noch mit viel Glück zu bekommen, das ist nicht wirklich überraschend. Wer noch keine Karten für das ElbJazz Festival hat, sollte sich sputen: Es gibt nur noch ein kleines Kontingent von Tagestickets (55 – 69 Euro) und Karten für Freitag und Samstag (99 Euro).

ElbJazz, 31.05.-02.06.2018, Tickets und Infos unter www.elbjazz.de

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