Der kleine Häwelmann geht jetzt im Planetarium Hamburg auf nächtliche Reisen

PlakatDer kleine Haewelmann Premiere im Planetarium Copyright_Jan-Siggel

Premiere mit prominenten Akteuren kommt bei kleinen Besuchern prima an.

Für Himmelsstürmer ab drei Jahren steht derzeit regelmäßig ‘Der kleine Häwelmann‘ auf dem Spielplan des Planetarium Hamburg. Das Kunstmärchen wurde ursprünglich 1849 vom norddeutschen Schriftsteller Theodor Storm für seinen einjährigen Sohn Hans verfasst. Nun wurde es von Julia Kretschmer-Wachsmann für das Planetarium Hamburg adaptiert. Die Premiere mit prominenten Gästen fand bei den kleinen Besuchern großen Anklang. Bei der feierlichen Vorstellung in der Sternenkuppel wurden vorher begleitende Aktionen für Kinder geboten.

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v.li.n.re.: Musical-Sängerin Nadine Schreier, Kristian Borchert, Julia Kretschmer-Wachsmann und Tetje Mierendorf. Foto: Cyrh Rhida

Der kleine Häwelmann will einfach nicht einschlafen – auch in 2021 nicht

Die Geschichte dreht sich um den kleinen Häwelmann, das „Hätschelkind“, das nicht einschlafen will und viel lieber in seinem Rollenbettchen immer weiter hin- und hergefahren werden möchte. „Mehr, mehr“! ruft er unaufhörlich. Als seine Mutter eingeschlummert ist, rollt der Kleine über einen Mondstrahl aus seinem Zimmer. Seine Reise führt ihn durch Stadt und Wald bis hinauf zu den Sternen. Der kleine Himmelsstürmer ist dabei neugierig, abenteuerlustig und lebensfroh und findet einfach kein Ende bei seiner nächtlichen Reise.

In die Gegenwart versetzt wurde das Ganze von Julia Kretschmer-Wachsmann.

„Ich wollte Storms wunderbares Märchen von seinem ‚verstaubten‘ Image befreien“, sagt sie. „In seiner Sprache und den Bildern ist eine ganz eigene Kraft verborgen. Auch die Botschaft der Geschichte ist nach wie vor aktuell: schneller, höher, weiter. Doch mit welchem Ziel?“

Ganz sicher wurde Kretschmer-Wachsmann in den Zeiten des Lockdowns besonders inspiriert. Denn da wurde von ihr als Mutter von vier Kindern alles gefordert: ihre Kreativität, aber auch so manche Nachtstunde. „Gerade in Zeiten, die uns mit Unvorhergesehenem konfrontieren, ist es wichtig, sich als Gesellschaft auf das Wichtige zu besinnen – und innezuhalten. Es ist die Stunde der Kunst. Denn Märchen, Poesie, Musik und Malerei können uns wunderbare neue Perspektiven aufweisen.“

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Planetarium Hamburg-Direktor Thomas Kraupe (2.v.li.) und Rolf Zuckowski (li.) mit Gästen der Vorstellung. Foto: Cyrh Rhida

Stars mit von der Partie

Akustisch bietet die Produktion mit Tetje Mierendorf (Erzähler der Geschichte und Stimme des Mondes), Popsängerin Annett Louisan (Kater Hinze), Songwriter Bernd Begemann (goldener Hahn auf der Kirchturmspitze) und Musical-Sängerin Nadine Schreier (Stimme der Sonne) einige bekannte Akteure. Den unbekümmerten kleinen Häwelmann spricht Kristian Borchert, der auch im „Neuen Knabenchor Hamburg“ singt. Bei den Besuchern des Planetariums eigentlich als „Sternenfee Astrella“ bekannt, hört man ebenso Julia Kretschmer-Wachsmann als Mutter des kleinen „Mondreisenden“ und als „Mutter Erde”.

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Matthias Grabi alias „Der Mondritter“ aus einer anderen Vorstellung des Planetariums Hamburg mit Kristian Borchert (Stimme des kleinen Häwelmann) und Kinderlieder-Komponist Rolf Zuckowski. Foto: Cyrh Rhida

Die musikalische Begleitung des kleinen Häwelmanns auf seiner nächtlichen Reise zum Mond ist auch dem Hamburger Komponisten Ben Schadow zu verdanken. Seine gemeinsam mit Kretschmer-Wachsmann komponierten Lieder bringen die Geschichte von Theodor Storm zum Klingen.

Die Übertragung in die Gegenwart bezieht sich ebenso auf das Optische, als Kulisse werden für Häwelmanns nächtliche Trips die Hansestadt Hamburg mit seinen unverkennbaren Wahrzeichen wie Elbphilharmonie, der Michel, die Landungsbrücken und natürlich das Planetarium verwendet. Zeichner Jan Siggel hat in Zusammenarbeit mit dem Team des Planetariums unter der Beratung des Direktors Thomas Kraupe die Illustrationen schließlich an die Sternenkuppel gebracht.

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Dem Schleswig-Holsteinische Landtagsabgeordnete Martin Habersaat (li.) und seinem Sohn gefiel die Vorstellung sehr gut. Rolf Zuckowski ist mit einigen Produktionen im Planetarium Hamburg vertreten
Foto: Cyrh Rhida

VIPs auf der Erstvorstellung

Auf der Premiere konnte man neben einigen der Protagonisten weitere VIPs wie Rolf Zuckowski (Kinderlieder-Komponist und Produzent diverser Produktionen für Planetarium Hamburg), Matthias Grabi („Der Mondritter“ aus einer anderen Planetarium-Vorstellung), Martin Habersaat (Abgeordneter Landtag Schleswig-Holstein) und Dorothee Popp (Präsidentin Kulturforum Valparaiso) antreffen.

DER KLEINE HÄWELMANN wird ab drei Jahren empfohlen und dauert rund 45 Minuten. Der reguläre Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 7,50 Euro. Schulklassen und Kita-Gruppen ab zwölf Teilnehmenden zahlen 5,50 Euro pro Person, wobei zwei begleitende Erzieherinnen und Erzieher oder Lehrkräfte freien Eintritt haben. Diese ermäßigten Tickets können ausschließlich telefonisch unter 040 / 428 86 52 – 10 gebucht werden.

Weitere Informationen finden sich auf der Webseite des Sternen-Theaters: https://www.planetarium-hamburg.de/de/veranstaltungen-tickets/details/der-kleine-haewelmann


Interessierte beachten die jeweils geltenden Schutz-Regeln. Derzeit finden die Veranstaltungen im Planetarium Hamburg unter Beachtung der 3G-Regeln statt, ab dem 1. November gelten die 2G-Regeln. Aktuelle Informationen dazu werden unter https://www.planetarium-hamburg.de/de/besucherinformation gegeben.

Der kleine Häwelmannn, das musikalische Märchen nach Theodor Storm, erscheint auch als Hörspiel-Highlight bei Edel Kids. Die Spielzeit beträgt 40 Minuten, der Preis beläuft sich auf 6,95 Euro.

von Cyrh Rhida

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