Die Hamburg Players untersuchen, wenn die Vergangenheit die Gegenwart einholt

Zwei Schauspieler der Hamburg PlayersAfter the Revolution_2: War ihr Vater ein Spion? Ben (Dave Duke, l.) und Leo Joseph (Dave Earl, r.) | Foto: Hamburg Players/Herwig Lührs


„After the Revolution”: zwischen 15. und 25. Juni 2022 im Theater an der Marschnerstraße in Originalsprache.

Nichts ist so wie es scheint. Wir alle wissen, es gibt Legenden und Erzählungen, die vielleicht etwas unscharf sind. Allerdings, wenn Wahrheit und Politik aufeinandertreffen, kann es brenzlig werden.

Auf jeden Fall muss das die junge Amerikanerin Emma Joseph lerne, als sie mit einem gut gehüteten Familiengeheimnis konfrontiert wird. Hat ihr Großvater Joe während des Zweiten Weltkriegs US-Informationen an die Sowjets weiter gegeben und gar verraten? Was bedeutet das für Emmas Stiftung – benannt nach dem von der gesamten Familie idealisierten Joe Joseph? Immerhin lautet das Stiftungsziel ein faireres Justizsystem und eine Begrenzung der Polizeiwillkür einsetzt? Wie geht man damit um, wenn die die Vergangenheit plötzlich das eigene Leben überschattet?

Schauspieler und Schauspielering Hamburg Players
After the Revolution – von der Vergangenheit eingeholt: Emma Joseph (Joanna Thorn, l.) und ihr Vater Ben (Dave Duke, r.)
Foto: Hamburg Players/Alexander Rühl

Dunkle Geheimnisse, Lügen und Schutzbehauptungen

Dunkle Familiengeheimnisse, das sind in der deutschen Literatur fast immer die Verstrickungen von Familien in das Machtsystem des dritten Reiches und die Rolle im Holocaust. Verstrickungen in die DDR-Diktatur, Denunziationen an die Stasi, Zersetzungarbeit in enger Kooperation mit der SED oder Tarnorganisationen und die Agententätigkeit im Westen mit Verrat sowie Subversion gelten in links-grünen Autorenkreisen eher als Neppichkeiten. Sie werden kaum thematisiert und wer es anspricht gilt als unverbesserlicher nachtragender kalter Krieger. Zumeist sind das übrigens die meisten Sofapazifisten und Putinversteher, die Putins brutalen Eroberungskrieg schön reden und Ukrainern raten auf Besitz, Frieden und Demokratie zu verzichten. – Motto: Damit das Morden und der Krieg eine Ende hat.

In den USA fallen dunkle Familiengeschichten anders aus und sie werden nicht so metaphysisch verhandelt. Ein zentrales Thema von After the Revolution ist die Art und Weise wie Geschichte und Politik, das Leben eines einzelnen Menschen prägen. Eine sehr amerikanische Geschichte, die im radikalen (marxistisch-linken) Milieu der Ostküste spielt.

Alle Vorstellungen in englischer Sprache. Die Tickets kosten zwischen 10 und 16 Euro. Karten gibt es vorab online (www.hamburgplayers.de/tickets), per E-Mail (tickets@hamburgplayers.de) oder Telefon (040 713 13 99) oder an der Abendkasse. Mehr Infos. www.hamburgplayers.de


Bildunterschriften
After the Revolution und After the Revolution_1: Von der Vergangenheit eingeholt: Emma Joseph (Joanna Thorn, l.) und ihr Vater Ben (Dave Duke, r.) | Fotonachweis: Hamburg Players/Alexander Rühl
After the Revolution_2: War ihr Vater ein Spion? Ben (Dave Duke, l.) und Leo Joseph (Dave Earl, r.) | Fotonachweis: Hamburg Players/Herwig Lührs
Pressekontakt: pr@hamburgplayers.de

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