The Show must go on: Wie Theater die Pandemie überstehen

Das Hamburger Krimi TheaterDas Krimitheater Hamburg an der Reeperbahn © ganz-hamburg.de

Wegen der Pandemie gibt es zahlreiche Probleme in der Schauspielindustrie, die zu vielen Ausfällen, finanziellen Sorgen und Existenzängsten führen. Denn im Gegensatz zu Online-Casinos, war 2020 ein hartes Jahr für Schauspielhäuser auf der ganzen Welt. Aufführungen sind quasi keine Optionen mehr.

Ein ähnliches Schicksal hat die Casinos auf der Welt ereilt. Die meisten davon waren das ganze Jahr über geschlossen, während Online-Casinos mit Freispielen werben. Klicken Sie hier, um mehr darüber zu erfahren.

Ein Beispiel, wie man trotz Lockdown und anderer Einschränkungen dennoch kreativ für seine Zuschauer werden kann, bietet das Schauspielhaus in Hamburg. Dort findet nämlich regelmäßig eine Aufführung mit Charly Hübner statt, der einen Geist spielt, welcher die verwaisten Treppen des Schauspielhaus heimsucht. Damit erhalten die Zuschauer nicht nur die Möglichkeit, dass sie einmal einen Blick hinter die Kulissen im Schauspielhaus Hamburg erhalten können, sondern das Schauspielhaus hat auch die Möglichkeit, neben den bekannten Zuschauern zu bespielen, ganz neue Zuschauer für sich gewinnen zu können.

Tui Operettenhaus
Hier werden große Musicals gespielt © ganz-hamburg.de

Die Vorhänge sind und bleiben zu

Neben den zwei deutschen Beispielen gibt es viele verschiedene Beispiele von Theatern, Konzert- und Schauspielhäusern und Kinos auf der ganzen Welt, die stark unter den Folgen des Coronavirus zu leiden haben. Das Shakespeare Globe Theatre in London hat es zunächst finanziell stark getroffen, aber durch den „Globe Player“ konnten die Einnahmen wieder verbessert werden. Dieser ermöglicht es nämlich, entweder per Streaming Live-Shows, wie „The Two Noble Kinsmen“ oder „A Midsummer Nights Dream“ zu schauen, aber auch die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Und auch das National Theater in London offeriert ein Streaming-Programm.

Spanien ging in Madrid sogar noch einen Schritt weiter und öffnete trotz hoher Corona-Zahlen im eigenen Land die Theater wieder. Während die Presse von einem „Wunder von Madrid“ sprach, haben es die Theater aufgrund der aktuellen Situation nicht geschafft, viele Menschen in die Säle zu locken.

Gebäude Hamburger Staatsoper Straßenansicht
Die Hamburgische Staatsoper © ganz-hamburg.de

Darsteller leiden an finanziellen Sorgen

Während die Darsteller von staatlichen Institutionen in Deutschland wenigstens ein Kurzarbeitergeld bekommen, welches die wesentlichen Einkünfte abdeckt, haben es ihre Pendants in anderen Ländern aufgrund mangelnder staatlicher Unterstützung meist schwerer.

Und auch privat angestellte Darsteller haben große Probleme wegen der finanziellen Ausfälle, welche die privaten Theater und Konzertsäle zu verzeichnen haben. „Die Situation schlägt aufs Gemüt. Viele Darsteller schmeißen das Handtuch.“ sagt beispielsweise Marc Grandmontagne, Geschäftsführer des Deutschen Bühnenvereins.  

Angst vor einer Einschränkung nach Corona

Viele der staatlichen Hilfen, die der deutsche Bühnenverein erhalten hat, sind an die Produktion von Shows und Aufführungen gebunden. Das heißt, obwohl der Deutsche Bühnenverein 30 Millionen Euro erhalten hat, können diese Summen erst effektiv eingesetzt werden, wenn die Aufführorte wieder geöffnet werden.

„Die Zeiten sind wirklich verrückt. Wenn man die ganze Zeit die Häuser auf- und zumachen muss und währenddessen noch dazu verpflichtet ist, die Hygienemaßnahmen zu ändern.“ sagte Grandmontagne, der aktuell eine Vielzahl unterschiedlicher Vorschriften in den unterschiedlichsten Bereichen zu beachten hat.

Gerade aufgrund dessen liegt wohl auch die Hoffnung auf dem Streaming der Shows. Durch das Streaming kann man sogar jetzt noch Menschen erreichen und bei der Öffnung der Häuser womöglich sogar noch weiteres Zusatzeinkommen pro Show generieren, um langfristig wieder auf die Beine zu kommen.

Deshalb setzen neben dem Shakespeare Globe Theatre auch das Münchner Residenztheater auf das Streaming von Shows, bei denen die Ticketkosten von 15€ bis zu 100€ reichen. Die TUP in Essen hat ebenfalls ihre digitalen Möglichkeiten ausgebaut, weil sie vorerst nicht mit einer Öffnung rechnen.

Wie Sie sehen konnten, reagieren auch Theater- und Schauspielhäuser auf der ganzen Welt mit zahlreichen kreativen oder humanitären Lösungen, um wenigstens den Einbruch der Einnahmen so gut es geht einzuschränken. Insbesondere im Interesse der Menschen, die hinter dieser Branche stehen und anderen Menschen mit ihren Aufführungen eine Freude bereiten können, ist dennoch zu wünschen, dass die Pandemie schnell bekämpft wird und die Aufführungen wieder regulär stattfinden können.

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