Um die Hamburger Kultur steht es ganz gut

27. Hanse Rendezvous in der Fabrik27. Hanse Rendezvous in der Fabrik Barnerstraße Hamburg am 20.9.2016 © PReventas Hamburg

In der Fabrik traf sich am letzten Dienstag das Netzwerk Hanse Rendezvous.

In der 27. Ausgabe des Hanse Rendezvous ging es diesmal um eine Bestandsaufnahme. „Wie steht es derzeit um die Kultur in der Hansestadt?“ war die Frage, die sicher ein Dauerbrenner in Hamburg ist, des Abends auf der Veranstaltung in der Fabrik. Rund 130 Gäste aus den Bereichen Musik, Film, Theater, Medien und Wirtschaft kamen zusammen und bekamen ein positives Fazit vom Podium zu hören. Die Gesprächsgäste Michel Abdollahi (Mitinitiator von „Kampf der Künste“), Martin Tingvall (Musiker) und Hans Peter Korff (Schauspieler) sprachen in der von Lars Meier moderierten, einleitenden Talkrunde vor allem über ihre persönliche Beziehung zu Hamburg. Hamburg ist nicht unbedingt eine Stadt die es Künstlern leicht macht.

Hamburg ist Europas Poetry-Slam Hauptstadt

Michel Abdollahi, seit 2000 in der deutschen Poetry-Szene aktiv, freut sich, denn der Poetry-Slam hat nach wie vor guten Zulauf. „Kampf der Künste“ hat immer ein volles Haus, weil die Hamburger die Veranstaltungen sehr mögen, wahrscheinlich weil es ein vielfältiges Angebot und für jedes Alter spannend ist, so Abdollahi. Hamburg ist zudem Europas Poetry-Salm Hauptstadt. Poetry-Slam findet zwar abseits der klassischen Kulturszene statt, doch stellt er fest, die klassischen Theater sind sehr kooperativ. Für ihn war es ein Segen, dass Hamburg immer so schlecht Kunst und Kultur gefördert hat, weil es für „Kampf der Künste“ dadurch einen Ansporn gab, Geld zu verdienen und viele Tickets zu verkaufen.

Schauspieler Hans Peter Korff freut sich auch heute noch, wenn er auf seine frühere Rolle aus „Neues aus Uhlenbusch“ angesprochen wird. Er ist viel in der Welt rumgekommen, möchte aber mittlerweile in keiner anderen Stadt mehr leben. „Hamburg ist eine ganz besondere Stadt, obwohl es die Kultur hier nie leicht hatte“, sagte er und verwies darauf, dass bereits Heinrich Mann dies feststellen musste.

Hamburgs vielfältige Musikkultur und -szene begeistern

Der Pianist Martin Tingvall wollte eigentlich nur zwei Wochen in Hamburg bleiben, als er 1999 in die Hansestadt kam. Nun lebt er seit 17 Jahren hier und nicht nur, weil er seine große Liebe hier gefunden hat, sondern auch weil Hamburg für ihn ein guter Nährboden als Musiker und Komponist ist. Begeistert ist Tingvall auch von Udo Lindenberg, für den er Songs schreiben darf. Die besondere Vielfalt der Stadt begeistert ihn, denn es gibt in Hamburg viele Möglichkeiten als Musiker aufzutreten, von ganz kleinen Clubs bis zu großen Hallen.

Beim Hanse Rendezvous von ganz-hamburg.de in der Fabrik u.a. gesehen: Janina Blohm-Sievers (Schauspielerin), Andrea Gerhard (Schauspielerin, Moderatorin), Christiane Leuchtmann (Schauspielerin), Kai-Michael Hartig (Körber Stiftung), Dr. Pit Hosak (Kulturbehörde Hamburg), Heikedine Körting (Hörspielproduzentin), Christa Krings (Schauspielerin), Kai Maertens (Schauspieler), Katharina Manzke (Schauspielerin), Love Newkirk (Sängerin), Jan Plewka (Musiker), Ingo Pohlmann (Sänger), Esther Roling (Schauspielerin), Stephan Schad (Schauspieler), Birgit Scherzer (Choreographin), Ole Schloßauer (Schauspieler), Katharina Schütz (Schauspielerin), Julia Stinshoff (Schauspielerin), Ann-Cathrin Sudhoff (Schauspielerin), Frauke Thielecke (Filmregisseurin).

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