Der Diamant aus Asche – Diesen Schmuck tragen Millennials heute

Diamantenringe auf einem SteinDiamant aus Asche

Diamonds are the girls best friends und sind forever…

Die Nachfrage nach Diamanten ist seit einiger Zeit nicht mehr so hoch wie früher. Experten denken, dass dies vor allem daran liegt, dass die Millennials nun die Gruppe ist, die am kaufkräftigsten ist. Diese sind weniger auf Statussymbole aus, als auf Gesundheit, Fitness und Erfahrungen, wie Reisen oder einen lebendigen Lifestyle. Und noch eines liegt bei der Generation XY im Trend: Bewusst leben. Fair leben. Und immer wissen, was man konsumiert.

Diamanten jedoch haben ihre Besonderheit in ihrem Ruf und nicht in ihrer Pragmatik, ihrer Kostengünstigkeit oder ihrem Umweltbewusstsein. Sie wachsen über Millionen von Jahren und werden mühsam geborgen. Daher gelten sie als der Stein der Ewigkeit, zum Beispiel als Verlobungsring, als Zeichen der ewigen Liebe. Der Slogan “Diamonds are forever” (Diamanten sind für die Ewigkeit) hat die natürlichen Diamanten zum nicht mehr wegzudenkenden Gegenstand aller Verlobungen (die ewige Liebe…) gemacht. Ohne diesen Ruf wäre ein Diamant schließlich auch nur ein schön anzuschauender Edelstein.

Diamandring an Frauenhand
Diamanding Photo by Simon John-McHaffie on Unsplash

Millennials jedoch verloben sich in der Regel später und haben den Skandal um die Blutdiamanten mitbekommen. Sie neigen zu praktischen Gegenständen, die fair hergestellt werden und bei denen das Preis-Leistungsverhältnis stimmt. Außerdem muss ein besonderer emotionaler Wert vorhanden sein. Das passt nicht auf einen Diamanten? Doch natürlich! Denn was läge da näher, als die im Labor hergestellten Diamanten? Diese nämlich sind – auch bei den Millennials – im Kommen und werden wohl auch noch folgende Generationen lange glücklich machen können. Denn wer könnte schon einem Diamanten, ethisch fair hergestellt aus Haaren und Asche, mit großem sentimentalen Wert widerstehen? Ein Diamant aus Asche? Ja, das geht!

Wie das funktioniert, wo genau der Unterschied zwischen im Labor hergestellten und natürlichen Diamanten liegt und welche anderen Schmuckstücke typisch für die Millennials sind, das erfahren Sie in diesem Artikel.

Millennials und ihre Trends

Die Millennials sind, wie oben schon erwähnt, besonders praktisch veranlagt und vor allem auf eines aus: Experiences (Erfahrungen). Sie reisen viel und gerne und machen dabei lieber einen Backpacking Trip, als einen Pauschalurlaub zu buchen. Sie lieben ausgefallene Dinge wie Skydiving, Tiefseetauchen oder ein Meditationsretreat. Und dies ist auch gleich der nächste Punkt: Achtsamkeit, ein bewusster und gesunder Lebensstil, sowie persönliche Weiterentwicklung stehen bei den Millennials im Vordergrund. Und dies zieht sich durch den gesamten Alltag der Millennials. Ob vegane Ernährung, regelmäßige Fitness in der Morgenroutine oder Fairtrade Kaffee – die Millennials wissen, was sie wollen. Und das ist meist: Nachvollziehbar und ethisch, sowie lokal angebaut/produziert, preisgünstig, fair und so praktisch, dass es notfalls im Backpack mitgenommen werden kann.

Diamanten auf schwarzem Samt
Diamanten für die Ewigkeit
Photo by Sina Katirachi on Unsplash Photo by Sina Katirachi on Unsplash

Im Labor hergestellte Diamanten

All dies sind Merkmale eines im Labor hergestellten Diamanten. Denn dank neuester Technologien geht dies inzwischen! Was in der Natur ein Prozeß über Millionen von Jahren ist, kann im Labor in 6-9 Monaten geschehen. Dies macht die im Labor hergestellten Diamanten nicht nur kostengünstiger, es macht sie auch nachvollziehbar fair. Denn ein Diamant, der aus dem Labor kommt, kann auf seinem gesamten Weg nachverfolgt werden. Hier braucht keiner Angst vor Blutdiamanten zu haben, denn der Ursprungsort ist stets klar: Das Labor.

Doch wie geht das überhaupt? Wie kann ein so kostbarer Gegenstand, wie ein Diamant in einem Labor hergestellt werden?

Die im Labor hergestellten Diamanten brauchen natürlich einige, ganz spezielle technische Geräte. Sie werden unter enormen Druck und großer Hitze monatelang aus kohlenstoffhaltigen Stoffen zusammengepresst.

Ein Diamant aus Asche

Und einer dieser kohlenstoffhaltigen Stoffe ist der Mensch selbst! Dies bedeutet, dass es möglich ist, einen Diamanten aus den eigenen Haaren pressen zu lassen. Oder aber: Aus der Kremationsasche eines verstorbenen Familienmitgliedes.

Dies ist ein Trend, der den Millennials sehr gefallen dürfte, denn er erfüllt alle Kriterien: Fair hergestellt, preisgünstig, großer (!) emotionaler Wert und praktisch ist es obendrein.

Aber der Reihe nach

Der Mensch besteht zu etwa 18% aus Kohlenstoff, also dem Stoff, den es braucht, etwas in einen Diamanten zu pressen. Dank neuester Technologien ist es möglich, dieses Verfahren aus der Natur im Labor nachzuahmen und somit künstliche Diamanten zu produzieren. Nach dem Tod möchten viele Menschen kremiert werden. Bei einer Verbrennung im Krematorium werden die sterblichen Überreste in Asche verwandelt, die weiterhin kohlenstoffhaltig ist. Diese kann nun, auf Wunsch, von einem Bestatter in einen Diamanten gepresst und mit nach Haus genommen werden. Aber achtung! Dieser Prozess muss in Deutschland über einen Bestatter laufen, da Familienangehörige nicht befugt sind, die Asche ihrer Verstorbenen selbst mit nach Haus zu nehmen oder frei über diese zu verfügen. Wer also plant, so eine Diamantbestattung vornehmen zu lassen, sollte sich bereits im Vorfeld eingehend über Bestatter und deren angebote informieren.

Ein besonderer emotionaler Wert

Mit der Hilfe eines (meist ausländischen) Bestatter ist es jedoch möglich, die Asche eines Verstorbenen als Diamant mit nach Hause zu nehmen und für immer bei sich zu tragen. Dies hat gleich mehrere Vorteile und ist daher wie gemacht für die Millennials. Zum einen ist diese Form der Bestattung unglaublich praktisch. Es gibt kein Grab, um dessen Pflege man sich kümmern muss. Stattdessen gibt es ein wunderschönes Schmuckstück, was klein genug ist, um mobil zu bleiben und so wertvoll, dass es noch an viele weitere Generationen weitergegeben werden kann. Der im Labor hergestellte Diamant ist – rein chemisch – dem natürlichen gleich. Er ist demnach ebenso wertvoll und haltbar, was den einmaligen Preis von etwa 1.600€ leicht rechtfertigt. Hierzu gilt es außerdem zu bedenken, dass eine andere Bestattungsform sogar noch viel teurer werden kann.

Der wohl größte Pluspunkt an dem Diamant aus Asche ist jedoch der hohe, emotionale Wert. Ein Diamant aus Asche lässt es zu, einen verstorbenen lieben Angehörigen immer bei sich zu tragen. Er verwandelt den Toten in ein edles Schmuckstück, welches im Kreis der Familie bleibt und so eine neue Geschichte schreibt.

Wer seine Großmutter gern bei der Hochzeit gehabt hätte, diese jedoch vorher stirbt, der kann sie nun dennoch teilhaben lassen und zwar in ganz besonderer Form: Als Verlobungsring. Die Möglichkeiten, die durch eine solche Diamantbestattung entstehen sind endlos und vor allem ist es ein wunderschöner Weg, geliebte Verstorbene zu ehren und ihnen eine ganz besondere, letzte Reise zu ermöglichen.

Die Millennials suchen das Besondere

Und genau das ist es, was den Diamant aus Asche so attraktiv macht, für die Millennials: Es ist etwas ganz besonderes. Millennials wollen herausstechen, sie wollen bedeutsam sein und auch so leben. Ob Körperkunst als Verzierung und Schmuck, wie Tattoos oder Piercings statt Großmutters Halskette oder eben ein Diamant aus Asche – Millennials wollen das besondere Erlebnis, den Gegenstand mit großem, sentimentalen Wert und die extravagante Lebenserfahrung. Dies gilt auch, jedoch nicht nur für den Schmuck, den die Millennials tragen. Je ausgefallener, desto besser und dennoch, wenn möglich: Praktisch. Millennials möchten kein Wohnzimmer mit Kram. Sie möchten Erinnerungsstücke lieber in Form von Tattoos direkt auf dem Körper haben, um sie so überall hin mitnehmen zu können. Natürlich müssen auch diese Tattoos ihre Bedeutung haben. Ein Schriftzug mit Geschichte? Ein Symbol, das an einen Menschen oder ein Erlebnis erinnert? All dies sind typische Schmuckstücke und Verzierungen für einen Millennial.

Der Diamant aus Asche rettet den Ruf der Diamanten

Abschließend lässt sich sagen, dass natürliche Diamanten vielleicht ein Tief bei den Millennials haben, nicht so jedoch die im Labor hergestellten. Und vor allem nicht dann, wenn diese aus den sterblichen Überresten einer geliebten, verstorbenen Person hergestellt wurden. Dann nämlich entsprechen Diamanten eben doch genau dem Trend, dem die Millennials nachgehen. Und so rettet der Diamant aus Asche den natürlichen Diamanten ihren Ruf. Schließlich gilt auch heute noch: Diamonds are forever und natürlich auch the girls best friends.

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