Auch bei einer Handy-Flatrate gibt es Kostenfallen: Darauf sollten Nutzer achten

Eine Frau hält ein SmartphoneSymbolfoto: Frau mit Smartphone Foto: CC0 Licence - pexels.com / bruce mars

Schöne neue Handy-Welt, doch wer nicht aufpasst, zahlt schnell drauf.

Wer in Besitz eines Smartphones ist, der nutzt meistens auch die Vorteile einer Flatrate für sich: Anstatt bei jedem Anruf über die Kosten des Telefonats nachzudenken oder abzuwägen, ob sich eine SMS kostentechnisch lohnt oder ob die Information nicht doch etwas warten kann, können Nutzer einer Flatrate meist unbekümmert surfen, telefonieren und simsen. Je nach ausgewähltem Tarif und Anbieter unterscheiden sich die gebotenen Leistungen jedoch enorm. Wer sich in absoluter Kostensicherheit wiegt, der kann unter Umständen damit auch eine böse Überraschung erleben. Um nicht mithilfe einer Flatrate in eine Kostenfalle zu treten, gibt es einiges zu beachten.

Die gewählte Flatrate sollte den individuellen Ansprüchen und Wünschen entsprechen

Auch wenn viele Flatrates auf den ersten Blick unbegrenztes Surfen oder Telefonieren ermöglichen, sollten Nutzer die Bedingungen genau unter die Lupe nehmen. Häufig fallen nämlich lediglich Anrufe des eigenen Netzes in die Flatrate, während Telefonate in andere Netze schnell teuer werden können. Wer sich für ein Angebot mit 100 Freiminuten oder mehr pro Monat entscheidet, sollte dabei unbedingt berücksichtigen, wie hoch die Kosten ausfallen, sollten die Freiminuten überschritten werden. Unter Umständen lohnt es sich, sich diesbezüglich für ein anderes Angebot zu entscheiden, bei dem die minütlichen Kosten deutlich niedriger sind oder das direkt mehr Freiminuten pro Monat bietet. Ähnlich sieht es bei SMS aus.

Zu überprüfen ist außerdem, welcher Tarif am besten zu den eigenen Ansprüchen passt. Wer kaum SMS schreibt und stattdessen lieber auf WhatsApp-Nachrichten, Anrufe oder E-Mails zurückgreift, braucht nicht unbedingt eine Handyflat, bei der unbegrenzte SMS inbegriffen sind und die aus diesem Grund womöglich sogar mehr kostet. Wer viel telefoniert, sollte hingegen auf ein Angebot zurückgreifen, das im besten Fall mehr als 100 Freiminuten monatlich bietet. Verschiedene Anbieter und Tarife miteinander zu vergleichen und auf diese Weise das perfekte Angebot für sich zu finden, ist in vielerlei Hinsicht lohnend – immerhin kann auf diese Weise nicht nur jede Menge Geld gespart werden, sondern Nutzer erhalten auch genau das, was sie sich wünschen, ohne sich bei der Nutzung ihres Smartphones eingeschränkt fühlen zu müssen.

Eine Kündigung sollte unbedingt rechtzeitig eingereicht werden

Wer sich unsicher ist, welcher Tarif am besten zu ihm passt, der kann verschiedene Anbieter und Tarife ausprobieren. Kurze Vertragslaufzeiten und Kündigungen, die monatlich möglich sind und die immer mehr Anbieter ihren Kunden nun anbieten, machen es möglich, flexibel zu sein und spontan auf Neuerungen reagieren zu können. Dabei gilt es jedoch, die Vertrags- und Kündigungsbedingungen genau zu lesen. Gerade ältere Verträge haben häufig eine Laufzeit von 24 Monaten. Wer sich innerhalb dieser Zeit dazu entscheidet, seinen Tarif zu wechseln, der zahlt unter Umständen doppelt. Sinnvoller ist es, den alten Vertrag auslaufen zu lassen und dann nahtlos in einen neuen Vertrag überzugehen. Damit das gelingt, gilt es, rechtzeitig zu kündigen. Viele Kündigungen müssen schon mehrere Monate im Voraus abgeschickt werden. Hier genügt in der Regel eine Kündigung per E-Mail. Wer eine Kündigung per Brief verschickt, sollte diese im besten Fall per Einschreiben versenden. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass der Anbieter eine Bestätigung über die Kündigung versendet, die im Notfall als Beweisstück dient.

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