Das sollten Hamburger wissen – Brauchtum zum Muttertag

Eine Frau schenkt© istock.com/Eva-Katalin

Rund 100 Jahre nach seiner Entstehung begehen die Deutschen auch heute noch an jedem zweiten Sonntag im Mai den Muttertag. Kaum jemand allerdings weiß, wo der Brauch seinen Ursprung hat. Im Zentrum steht, der Mutter an diesem Tag Ehre zu erweisen und ihr mit Geschenken eine Freude zu machen.

Es war im Jahr 1865, als die US-Amerikanerin Ann-Marie Reeves Jarvis erstmals Mütter zum „Mothers Friendship Day“ lud. Ihr war es ein Anliegen, den Frauen einen Ort zu bieten, an dem sie sich über das Muttersein austauschen konnten. Fast zeitgleich fanden auch in Europa ähnliche Treffen statt. Hier brachte die Frauenbewegung Themen wie Frauenrechte und Bildungschancen für Mädchen und Frauen auf die Agenda.

Blumenstrauß im Rücken

Ein versteckter Blumenstrauß © istock.com/shironosov

Memorial Mothers Day

Anfang des 20. Jahrhunderts schließlich veranstaltete die Tochter der damaligen Initiatorin, Anna Marie Jarvis, das erste „Memorial Mothers Day Meeting“, und knüpfte damit unter neuen Vorzeichen an die Treffen ihrer Mutter an. Auf dieses Meeting geht die Tradition des heutigen Muttertages zurück.

Kritiker bemängeln, dass der Geist des Muttertages längst einem kommerziellen Interesse gewichen ist. Tatsächlich profitiert die deutsche Wirtschaft, wie auch an anderen Feiertagen, von dem Ereignis. Dabei zählt vor allem die Geste, große Ausgaben sind nicht nötig, um dem Sinn des Ehrentages gerecht zu werden.

Muttertag Mutter und Tochter mit Blumen

Mutter und Tochter am Muttertag © istock.com/svetikd

Die Geste zählt

Vor allem Pralinen und Blumen zum Muttertag stehen hoch im Kurs. Kein Wunder, denn schon mit dieser kleinen Geste können Kinder ihrer Mutter eine große Freude machen. Was viel nicht wissen: Früher spielte Blumenschmuck in diesem Zusammenhang eine besondere Rolle. So war es üblich, sich zu Ehren der Mutter eine Nelke ans Revers oder Kleid zu stecken. War die Mutter bereits verstorben, drückte man dies durch eine weiße Nelke aus.

Während Kinder gern zum Muttertag auf Selbstgebasteltes zurückgreifen, um der Mama zu zeigen, wie sehr sie sie lieben, drücken sich die erwachsenen Kinder meist durch gekaufte Geschenke aus. Hierzu zählen neben Blumen und Pralinen zum Beispiel Einladungen zum Essen, Wellnessgutscheine oder hübsche Geschenkkarten.

Online-Angebote nutzen

Die zunehmende Mobilität lässt es selten zu, den Muttertag gemeinsam zu begehen. Hierauf hat sich der Handel eingestellt. Viele Unternehmen bieten ihre Produkte inzwischen online an. Auch Blumen können problemlos im Internet bestellt werden und werden dann direkt an die Haustür der Beschenkten geliefert – die passende Grußkarte gibt es selbstverständlich dazu.

Vor allem wenn es schnell gehen muss, ist dieser Service für viele eine dankenswerte Option. Zwar ist der 14. Mai noch ein paar Woche hin, doch lohnt es sich, sich rechtzeitig um ein Geschenk zu kümmern. Die Mutter wird es Ihnen danken.

Fotonachweis:
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