Digital Living und Smart Home : So funktioniert intelligentes Wohnen heute

Mit einem Smartphone den Haushalst steuernSmart Home Symbolfoto Photo by Patrick Campanale on Unsplash

Smart Home auf Knopfdruck: So funktioniert intelligentes Wohnen

Längst ist das Smart Home kein Spielzeug mehr für Privilegierte und Menschen mit hohem Einkommen, die in millionenschweren Villen wohnen. Für einige 100 Euro lässt sich inzwischen das eigene Heim in der Art vernetzen, dass sowohl der Komfort und die Sicherheit der Wohnstatt optimiert werden können. Zudem macht sich die damit verbundene Energieersparnis positiv im Geldbeutel bemerkbar.

Viele Möglichkeiten für den Einsatz des Smartphones im intelligenten Zuhause

Selbst Technik-Enthusiasten sind überrascht, wie viele Produktkategorien sich heutzutage in ein Smart Home System einbinden lassen. Es sind nicht mehr nur die Küchengeräte, die sich automatisch ein- und ausschalten. Heute können ganze Beleuchtungs- und Multivision-Systeme sowie Heizungsanlagen intelligent eingerichtet werden, damit sie auf den Punkt nach den Wünschen der Bewohner funktionieren. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Überwachungskameras, Alarmsystemen und Türschlössern, die es Langfingern schwer machen, sich Zugang zu den eigenen vier Wänden zu verschaffen.

Dabei kommt laut den Experten von Homeandsmart dem Smartphone als zentrales Steuerungselement eine entscheidende Bedeutung zu. Das Smartphone ist inzwischen in den Alltag integriert. Es ist immer dabei und in der Regel ständig mit dem Internet verbunden. Das macht es zu einer natürlichen Option, um Smart Home Anwendungen auszuführen. Die Bedienung ist vertraut und erfordert kein größeres Umdenken. Alle Mitglieder des Haushaltes können mit ihren Geräten die Anwendungen steuern. Da beinahe jeder Hersteller von Smart Home Produkten passende Apps zur Steuerung anbietet, steht einer universellen Nutzung nichts mehr im Weg.

Wohnzimmer mit Smartfrog Kamera
Eine Smartfrog Kamera zu Hause zur Überwachung und zum Schutz (c) Hersteller

So einfach funktioniert es

Die Hersteller veröffentlichen regelmäßig kostenlose Apps. Mit deren Hilfe können die gewünschten Funktionen festgelegt und gesteuert werden. Dabei handelt es sich um sogenannte Automationsroutinen, die vom Smartphone aus eingerichtet und bedient werden können. Wenn also der smarte Wecker morgens klingelt, dimmt sich das Licht automatisch heller und die Kaffeemaschine schaltet sich selbstständig ein. Oder beim Verlassen des Hauses deaktiviert sich die Beleuchtung, die Heizung dreht sich selbstständig ab und die Rollläden fahren ohne eigenes Zutun herunter. Oder, Überwachungskameras helfen wertvolles Eigentum zu schützen.

Die Steuerung per Sprachbefehl ist eine weitere Möglichkeit, Smart Home über das Smartphone zu regulieren. Sprachassistenten wie Siri, Alexa oder Google Assistant machen das möglich. Anstatt über die Displayeingabe kann ein smartes Gerät, eine gespeicherte Szenerie oder eine Routine direkt über das Mikrofon des Smartphones ein- oder ausgeschaltet werden. Externe Lautsprecher wie Google Home oder Apple HomePod werden für die Steuerung nicht benötigt, obwohl diese sehr gehypt werden. So gehört Siri zum Standardrepertoire aller iOS-Geräte und der Google Assistant ist auf Android-Smartphones inzwischen bei vielen Geräten Standard.

Der Nutzen einer Smart Home Lösung

Der Nutzen einer Smart Home Installation hängt vom gewählten System, den bevorzugten Produkten und in hohem Maße von den eigenen Erwartungen ab. Die Möglichkeiten, einen Mehrwert zu erzielen, liegen in der Einsparung von Energiekosten, der Verbesserung des Komforts und der Optimierung der Sicherheit.

Mit intelligent eingerichteten Systemen lassen sich die typischen Stolperstellen umgehen, wie sie jedes Haus in Form von engen Fluren, Keller- und Treppenabgängen aufweist. Bewegungsmelder schalten dann das Licht an, wenn es gebraucht wird und verbessern zudem den Einbruchschutz. Beliebte Anwendungen sind auf die Haustüre konzentriert. Key-Card-Lösungen, wie sie von Hotels bekannt sind, schalten mit einer Handbewegung alle elektrischen Geräte außer den absolut notwendigen aus. Alle diese Funktionen lassen sich über das Smartphone regulieren.

Wenn das Zuhause die Wünsche automatisch erfüllt

Das Heim nur mithilfe von Stimme oder Finger zu dirigieren, ist bequem und macht Spaß. Ein Smart Home im eigentlichen Sinne stellen diese Anwendungen allerdings noch nicht dar. Dies wäre erst dann der Fall, wenn die Indienstnahme ohne Hilfe der Bewohner den gesamten Alltag automatisch organisiert. Es wird mit der Hausautomation ein Regelwerk festgelegt, wie sich das Smart Home in bestimmten Situationen verhalten soll.

Um diese Abläufe zu erstellen, greifen iOS-Anwender auf die Apple-Home-App zurück und Android-Nutzer verwenden Zusatzdienste wie IFTTT. In einigen Fällen offerieren Unternehmen mit einer großen Produktpalette Apps, welche für beide Systeme zu gebrauchen sind.

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