Familie und Job unter einem Hut – Wie uns ein Virus Gleichberechtigung lehrt

Mutter und Vater mit zwei KindernFamilie hält zusammen (c) Indigoextra Ltd

Der Corona Lockdown stellt die Welt auf den Kopf und zeigt wie schnell sich unser gewohntes Leben ändern kann.

Das Home Office stellt derzeit so einige vor große Herausforderungen. Gerade Arbeitnehmer mit Kindern müssen auf einmal hals über kopf Schulbildung, Arbeitsmeeting, Deadlines und Freizeitbeschäftigung für gelangweilte Kinder jonglieren. Gar nicht so einfach. Vor allem, wenn die Wohnung nicht der Traumvorstellung entspricht und für ein eigenes Arbeitszimmer so gar kein Platz da ist. Arbeitgeber müssen daher zusätzlich zu ungewissen Zukunftsaussichten und Verdienstausfall besonders sensibel mit ihren Mitarbeitern umgehen. Und auch das ist nicht immer leicht. Denn wenn das so wichtige Projekt kurz vor Abschluss steht und das Baby während der Telefonkonferenz zum dritten mal anfängt, zu schreien, ist auch die engagierteste Mutter meist nicht mehr voll bei der Sache.

Und eben hier liegen nicht nur die Herausforderungen, sondern auch die Chancen, die Corona bietet

Denn durch die neue Situation sind Väter, Arbeitgeber und viele andere plötzlich in genau der Situation, die arbeitende Mütter seit Jahren jonglieren: Nämlich Familie und Job unter einen Hut zu bringen. Und das auch noch ohne Infrastruktur, ohne Schule oder Kindergarten und ohne Oma, die einen den Kleinen heute mal abnehmen könnte. Keine leichte Aufgabe. Aber mit den richtigen Schritten, ein wenig Verständnis und einigen kleinen Änderungen im Joballtag absolut machbar. Und genau das wird gerade deutlich. Viele Unternehmen, die bisher vehement daran fest hielten, dass Home-Office absolut keine Möglichkeit sei, müssen genau dies nun umsetzen. Und siehe da: Es geht. Zwar noch ruckelig, doch wenn man bedenkt, dass dies eine gänzlich neue und extreme Situation ist, mit der sich alle erst einmal anfreunden müssen, dann doch gar nicht mal so schlecht. Und hier wird es spannend: Denn wenn es funktioniert, das komplette Büro im Home-Office zu haben, Monitore und Arbeitsmaterial an Mitarbeiter auszuleihen und wöchentliche Meetings per Videokonferenz abzuhalten – wieso kann dann eine Mutter nicht zweimal in der Woche vom Küchentisch aus arbeiten und nebenbei ihre Kinder beaufsichtigen? Warum kann dann die junge Angestellte nicht zum festangestellten Digitalen Nomadentum wechseln und von Tahiti aus arbeiten, wenn ihr gerade danach ist? Die Technik dafür haben wir.

Endlich einmal fäVirusllt Licht auf die Leistung von Frauen und Müttern

Und noch etwas ist spannend: Kaum sitzen wir alle im Home-Office, ist dies ein riesen Thema. Dabei hieß es noch vor gar nicht so langer Zeit, dass Job und Familie doch wirklich einfach zu vereinbaren wären. Man müsste ebe nur etwas multitaskingfähig sein. Und Multitasking ist Frauensache. So heißt es allgemein. Was viele nicht wissen ist, dass dieses Vorurteil deshalb entstanden ist, weil Frauen auch schon vorm Corona Virus Familie und Job unter einen Hut bringen mussten, während viele Väter vor diesem Problem gar nicht erst standen. Eigentlich können Männer nämlich ganz genauso gut (oder schlecht) viele Dinge auf einmal tun, ohne an Konzentration einzubüßen. Sie müssen dies nur weniger häufig unter Beweis stellen. Tatsächlich ist auch das weibliche Gehirn nicht dafür gemacht, das Kind zu schaukeln, über’s Abendessen nachzudenken und gleichzeitig einen Businessplan zu kalkulieren. Die Wissenschaft streitet sich hier seit Jahren, zeigt aber immer mehr Anzeichen dafür, dass Multitasking keinem der Geschlechter natürlich in die Wiege gelegt wurde.

Zwar haben sich in den letzten Jahrzehnten die Geschlechterrollen endlich etwas gelockert – auch Frauen können einen Beruf ergreifen und auch Männer können als Hausmann und Vater zu Hause bleiben – doch vollkommen ausgeglichen sind hier bislang dennoch weder Statistiken noch Gehälter.

Vater mit kleinem Sohn am Schreibtisch" class="wp-image-78795"/>Homeoffice mit Sohn (c) Homeoffice mit Sohn (c) Indigoextra Ltd / 123rf.com / Kirill Ryzhov
Homeoffice mit Sohn (c) Indigoextra Ltd / 123rf.com / Kirill Ryzhov

Die derzeitige Situation braucht starke Führungspersonen

Wenn wir all dies auf COVID-19 beziehen, so wird schnell klar, was Mütter in der Arbeitswelt bisher geleistet haben. Denn auf einmal müssen wir es alle leisten. Ob es das tobende Kind zu Hause ist, der Mitbewohner, der die Musik zu laut dreht oder einfach der Partner, der nun ebenfalls von Zuhause aus arbeitet und mit dem man sich auf einmal den Schreibtisch teilen muss – Home-Office ist nicht immer leicht. Es gibt mehr Ablenkungen als im Büro, Monitor und Stuhl sind nicht auf 8 Stunden Arbeit ausgelegt und irgendwie ist das mit der Konzentration einfach gar nicht so einfach. Hier ist eine starke Führungsetage gefragt. Denn nur wer sich in dieser schwierigen Situation unterstützt fühlt, kann weiterhin sein Bestes geben. Mitarbeiter brauchen jetzt Führungspersonen, die mit gutem Beispiel vorangehen und ihnen dabei helfen, ihr Zuhause zu einem Platz zu gestalten, an dem man arbeiten kann.

USB Sticks bedrucken und Verständnis zeigen

Und genau das geht in vielerlei Form. Wenn das Büro zur Zeit leer steht, können beispielsweise Arbeitsmaterialien, ja sogar der bequeme Bürostuhl an die Mitarbeiter verliehen werden. Nicht jeder hat ein fertig eingerichtetes Arbeitszimmer mit Blick auf den Park bei sich zuhause und die Arbeit von der Couch aus führt schnell zu Rückenproblemen und fehlender Konzentration.

Doch auch kleine Gesten vom Chef können zur Zeit einiges verändern. Weniger Geld, ungewisse Zukunft, der Stress, von zuhause arbeiten zu müssen – da sinkt bei einigen der Mut.

Mit kleinen Aufmerksamkeiten können Mitarbeiter wieder zum Lächeln gebracht werden. Eine besonders schlaue Idee: USB Sticks mit dem Firmenlogo bedrucken lassen und den Mitarbeitern als kleines Geschenk überreichen. So geht die Arbeit nicht verloren, wenn das Kind mal wieder den Stecker gezogen hat. USB Sticks bedrucken können Sie ganz einfach auf Maxilia.de.

Es lohnt sich übrigens, zu stöbern, denn neben USB Sticks gibt es hier noch viel mehr zum Personalisieren. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist jedoch auch (und vor Allem!) das Verständnis. Vielleicht kann ein Meeting derzeit auch mal um 21 Uhr stattfinden, wenn das Kind bereits schläft. Vielleicht ist dies auch eine schöne Gelegenheit, die Kinder der Angestellten mal durch die Telefonkonferenz kennen zu lernen und die Arbeit ein wenig persönlicher zu machen. Vielleicht kann all dies in unserem Gedächtnis bleiben, wenn der Virus besiegt und wir zurück im Büro sind. Denn viele Frauen werden auch dann noch Arbeitnehmerin und Mutter sein.

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