Fünf Maßnahmen für mehr Sicherheit im Heimnetz

Telekom RouterSteuert das Heimnetz und ist sicherheitsrelevant: Der Router © ganz-hamburg.de

Hacker, Datenschnüffler und Ganoven: Die Bedrohung aus das Web nimmt zu. So einfach können Sie ein Heimnetz sichern.

Den Internetzugang im eigenen Zuhause möchte kaum jemand missen. Schließlich wird das Heimnetz heutzutage für Kommunikation, Arbeit und Entertainment genutzt. Aber wie ist es eigentlich um die IT-Sicherheit in deutschen Haushalten bestellt? Leider oftmals eher schlecht. Den meisten Menschen ist zwar durchaus bewusst, dass von Hackern und Datenschnüfflern eine gewisse Bedrohung für ihre Privatsphäre ausgeht.

Dennoch treffen nur die wenigsten konkrete Maßnahmen, um sich zu schützen. Dabei ist der Aufwand überschaubar – wenn man nicht gerade Edward Snowden heißt und von den US-Geheimdiensten verfolgt wird. Der Durchschnittsmensch kann sich mit einigen einfachen Maßnahmen wirkungsvollen Schutz verschaffen.

Anonym surfen mit VPN

Die meisten Webseiten im Internet sammeln fleißig die Daten ihrer Nutzer. Anhand der IP-Adresse können die Daten von verschiedenen Webseiten verknüpft werden, so dass mit der Zeit ein detailliertes Profil über die Online-Aktivitäten des Haushalts entsteht. Regierungsbehörden können über die IP-Adresse sogar die Identität eines Internetnutzers herausfinden. VPNs verschleiern die tatsächliche IP-Adresse und helfen so, die Anonymität im Internet zu schützen. Eine VPN Testversion hilft bei der Suche nach dem richtigen Anbieter. Ein weiterer Vorteil von VPNs: Sie ermöglichen den Zugriff auf Inhalte, die im eigenen Land beispielsweise aus lizenzrechtlichen Gründen gesperrt sind. Das kann vor allem für die Nutzer von Streaming-Diensten interessant sein.

Mann sitzt am Computer
Symbolbild: Hacker schlafen selten und nutzen Ihre Chance Image by tookapic from Pixabay

Das Heimnetz, den Router richtig konfigurieren

Ein mögliches Einfallstor für Hacker in das Heimnetz ist der Router. Denn alle Internetverbindungen des Haushalts laufen über dieses Gerät. Um Angreifern das Leben nicht allzu leicht zu machen, sollte er richtig konfiguriert werden. Besonders wichtig ist ein starkes Passwort mit mindestens 20 Zeichen. Außerdem sollte die Router-Software immer auf dem neuesten Stand gehalten werden. Denn Updates schließen oft wichtige Sicherheitslücken, die von Angreifern ausgenutzt werden. 

Anti-Virus Software nutzen

Auch vorsichtigen Internetnutzern kann es passieren, dass sie in einem Moment der Unachtsamkeit einmal die falsche Datei herunterladen. Besonders bei Email-Anhängen kann schnell einmal übersehen werden, dass eine scheinbar unschuldige Datei Schadsoftware enthält .Wer keine Antiviren-Software installiert hat, riskiert auf diese Weise den Verlust gespeicherter Daten oder sogar einen Identitätsdiebstahl. Deshalb ist ein solches Programm Pflicht für alle Rechner, die mit dem Internet verbunden sind.

Software auf dem neuesten Stand halten

Was für den Router gilt, das gilt umso mehr für den PC. Updates sollten möglichst sofort aufgespielt werden, wenn sie verfügbar sind. Besonders Sicherheitsupdates sollten umgehend installiert werden. Das gilt vor allem für das Betriebssystem und den Browser. Am besten sollte das System so konfiguriert werden, dass Updates automatisch heruntergeladen werden. 

Browser-Einstellungen für mehr Privatsphäre

Die meisten modernen Browser bieten zahlreiche Einstellungen, um den Schutz der Privatsphäre im Internet zu verbessern. Allerdings sind diese oft nicht automatisch aktiviert. Sie sollten daher gleich nach der Installation manuell konfiguriert werden. Zu den gängigen Einstellungen gehört beispielsweise der Schutz vor Tracking-Cookies oder unerwünschter Werbung. Für Browser wie Firefox oder Chrome gibt es auch zahlreiche Plugins, die zusätzlichen Schutz bieten. Mit ihnen lässt sich etwa die Ausführung von JavaScript blockieren, das oft genutzt wird um Nutzerdaten zu sammeln. Allerdings muss auch bei der Installation von Plugins darauf geachtet werden, dass diese aus einer vertrauenswürdigen Quelle stammen.

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