Glücksspiel im antiken Griechenland

Antike Tempelruine vor blauen Himmel in GriechenlandGriechischer Tempel Bild von Ulrike Leone auf Pixabay

Schon im antiken Griechenland wurde gern und sicherlich aus ausdauernd gespielt.

Glücksspiel ist ebenso alt, wie der Mensch selbst. Es gehört zu den wenigen Branchen, die Jahrhunderte überstanden haben und trotzdem noch so hoch im Kurs stehen wie fast nie. Schon in der Antike haben Griechen, Römer, und auch die Germanen gezockt, gewettet und gegeneinander gespielt.

Wenn man ganz tief in die Geschichte zurückschaut, findet man schon 3.000 v. Chr. die ersten Belege für Glücksspiele. Dies ist natürlich kein Vergleich zum heutigen Online Casino und den verschiedensten Variationen, jedoch wird schnell klar, dass Glücksspiel mit unserer Kultur verbunden ist und sich tief in die Geschichte eingegraben hat.*

Denken Sie daran, rechtlich gesehen bewegen Sie sich als Online-Casino-Spieler in einem rechtlichen Graubereich. Nach dem Deutschen Recht sind Online-Glückspiele verboten. Allerdings, aus europäischer Sicht gesehen dürfen Sie in einem Online Casino spielen. Es ist also Ihre ganz eigene Entscheidung, ob Sie sich an die in Deutschland gültigen Vorschriften halten. Der Artikel ist keinesfalls ein Aufruf deutsche Gesetze zu ignorieren.

Die Spielgeschichte im antiken Griechenland

Auch die Griechen haben eine längere Historie in diesem Bereich. Freunde des Pokers wissen vielleicht, dass der Wurf einer doppelten Sechs im Spiel als ein Glückstreffer gilt. Das hat seinen Ursprung tatsächlich in Griechenland und war damals als “Wurf der Aphrodite” bekannt. Einer der vielen Bräuche, die wir in unserer Zeit aus dem alten Griechenland übernommen haben.

Ganz beliebt bei den Griechen, waren Würfel- und Kartenspiele. Oft wurde auch einfach auf Kopf oder Zahl gewettet, falls gerade nichts anderes zur Hand war. Wer gerade nicht genug Muscheln, der gängigen Währung, griffbereit hatte, setzte gerne auch mal sein Hab und Gut als Wetteinsatz. Die heute bekannte Münze kam erst viel später durch die Römer in Umlauf.

Glücksspiel war jedoch nicht nur etwas für das Volk, sondern hatte eine größere Bedeutung. Es wurde auch als Unterhaltung für die Götter gesehen und bedeutete ein Spiel mit dem Schicksal. Beim Spiel mit Würfel, Karten & Co. nahm der Mensch für einen kurzen Moment selbst die Rolle des Gottes ein, was ihm eigene Kraft verlieh.

Wie die Glücksspiele abliefen

Es wurde früher nicht einfach auf der Straße Glücksspiel betrieben. Zwar gab es damals noch keine klassischen Casinos, jedoch kann man das Konzept in den Grundzügen durchaus wiedererkennen. Die Menschen haben sich nämlich an bestimmten Orten getroffen und das Spiel ausgetragen. Beliebte Treffpunkte waren damals beispielsweise der Tempel der Athena Skira und der Pirene-Brunnen in Korinth.

Das Volk hat sich da zusammengetragen und konnte in die Spiele einsteigen oder wetten. Kein Vergleich zu heutigen Casinos, wo der Spieler mit wenigen Klicks digital in die Welt eintauchen kann. Bei den antiken Griechen hat man sich noch zusammengesetzt und als Gemeinschaft die Zeit verbracht.

Hermes Statue Bild von Peter Kraayvanger auf Pixabay

Was die Spieler von damals auch hatten, war Unterstützung von oben. Der Götterbote Hermes und Hirtengott Pan soll das Glück der Spieler beflügelt und zu großen Gewinnen verholfen haben. Spannend zu wissen ist auch, dass die Götter durch Glücksspiel anscheinend die Welt aufgeteilt haben. So haben dem antiken Glauben nach Zeus und Hades beim Würfeln die Flächen der Erde verteilt.

Auch wenn die Historie des Glücksspiels teilweise etwas lückenhaft ist, über die Jahre lassen sich immer wieder Formen oder Nachweise über solches finden. Vielleicht kennen Sie das Spiel Dame? Dieses hat seine Wurzeln auch aus dem alten Griechenland. Damals noch unter dem Namen “Tilia” bekannt, wurde es gerne von Menschen gespielt.

Auch Wetten hatten nachweislich ihren Platz bei den Griechen. Auf vielen alten Töpferwaren wurden Malereien gefunden, welche dies klar belegen. So wurde aufgemalt, wie Menschen ihr Geld auf Tierkämpfe und den Ausgang auf Pferderennen gewettet haben. Letzteres hat sich bis heute gehalten.

Das Spielen war weit verbreitet, von Göttern, über das Volk hinweg, bis zu den Sklaven gab es die verschiedensten Formen.

Selbst der Dichter Sophokles schrieb darüber. So erzählt er in seinen Schriften, dass der Würfel während der Belagerung von Troja vom griechischen Heros Palamedes erfunden wurde. Die Genauigkeit dieser Angabe lässt sich zwar infrage stellen, da nachweislich bereits 3.000 v. Chr. mit Würfeln gespielt wurde und auch schon die alten Ägypter Brettspiele mit Würfeln nutzen, jedoch war es wohl nach Sophokles Wissens die erste Form des Würfels.

*Hinweis
Dieser Artikel ist keine Aufforderung Glücksspiele oder Online-Glücksspiele zu spielen. Das muss jeder Spieler für sich persönlich eigenverantwortlich entscheiden. Das Glücksspiel ist in Deutschland in Spielbanken, -Casinos, Spielhallen und Automaten erlaubt und wird streng staatlich überwacht.
Allerdings, jeder Online Spieler sollte wissen, dass in Deutschland Online Glücksspiele noch nicht erlaubt sind. Ein Verstoß dagegen kann im Rahmen der Gesetze Folgen haben und ist keine Ordnungswidrigkeit, wie etwa Falschparken. Hier erfahren Sie die Hintergründe.
Grundsätzlich gilt: Glücksspiel kann süchtig machen. Spielen Sie verantwortungsbewusst.
Rat und Hilfe:
Tel. 0800 1 372700 (kostenlos, anonym) – www.spielen-mit-verantwortung.de