Hamburger bereit weit mehr als ein Drittel ihres Einkommens für die Miete auszugeben

Albauwohnung in EppendorfAltbau-Wohntraum in der Eppendorfer Landstraße © ganz-hamburg.de

Wohnen in Hamburg ist etwas besonders und dafür müssen Mieter tief in die Tasche greifen.

Eine Kaltmiete sollte eigentlich nicht mehr als 30% von Nettohaushauseinkommen (HHNE) betragen. Doch Wohnungssuchende in Hamburg sind augenscheinlich bereit wesentlich mehr für eine Wohnung auszugeben, wenn Sie eine Mietwohnung suchen. Das ergab eine Auswertung des Immobilienportals ImmoScout24.

Mieten in Hamburg, Anteil von Haushalstnettoeinkommen, Grafik 2020
Die Mietmap Hamburg, So viel sind Wohnungssuchende bereit, von ihrem Haushaltsnettoeinkommen für die Miete auszugeben Grafik: ImmoScout24

Spitzenreiter unter den Hamburger Stadtteilen ist Sinstorf. Wer hier sucht, akzeptiert eine Miete, die 39,1% vom HHNE verschlingt. Es folgen Kirchwerder mit 38,1% und die nicht für ihr geringes Mietniveau bekannte HafenCity mit 37% Mietanteil am HHNE

Zum Vergleich Hamburg (33,“%) wird nur noch von Stuttgart (34,3%) und München (35,1%) getoppt.

Während Wohnungssuchende in Nienstedten mit 3896 Euro das höchste HHNE hatten, sind es in Stadtteilen wie Billstedt, Hausbruch, Veddel, Marnsdof, Rönneburg nur 1.898 bis 1.834 Euro monatliches HHNE

Diese Mietanteile werden Hamburger nach Stadtteilen akzeptiert

StadtteilDu. HHNE Anteil Miete HHNE
Allermöhe2.299,57 €35,5%
Alsterdorf3.015,39 €34,2%
Altona-Altstadt2.776,64 €32,4%
Altona-Nord2.715,24 €32,9%
Bahrenfeld2.810,44 €33,2%
Barmbek-Nord2.361,03 €32,7%
Barmbek-Süd2.426,84 €31,9%
Bergedorf2.079,39 €35,0%
Bergstedt2.451,99 €34,8%
Billstedt1.898,29 €34,0%
Blankenese3.386,20 €36,0%
Borgfelde2.540,71 €31,4%
Bramfeld2.209,07 €35,2%
Dulsberg2.027,35 €32,0%
Eidelstedt2.152,39 €35,1%
Eilbek2.550,73 €30,9%
Eimsbüttel2.733,90 €32,3%
Eißendorf1.911,54 €34,8%
Eppendorf2.941,63 €32,8%
Farmsen-Berne2.256,16 €35,2%
Finkenwerder1.921,91 €31,7%
Fuhlsbüttel2.361,42 €33,3%
Groß Borstel2.391,16 €31,3%
Groß Flottbek3.055,65 €34,1%
HafenCity3.029,52 €37,0%
Hamb.-Altstadt3.558,19 €34,8%
Hammerbrook3.002,38 €32,7%
Hamm-Mitte2.290,91 €32,8%
Hamm-Nord2.238,22 €31,7%
Hamm-Süd2.533,44 €33,1%
Harburg1.940,58 €34,2%
Harvestehude3.581,96 €35,5%
Hausbruch1.893,08 €32,3%
Heimfeld1.980,03 €35,4%
Hoheluft-Ost3.481,53 €33,0%
Hoheluft-West2.873,95 €32,5%
Hohenfelde2.724,88 €32,0%
Horn1.989,99 €32,8%
Hummelsbüttel2.336,89 €34,8%
Iserbrook2.138,21 €31,9%
Jenfeld2.252,89 €35,3%
Kirchwerder2.091,07 €38,1%
Langenbek2.168,84 €34,6%
Langenhorn2.261,91 €35,2%
Lohbrügge2.016,13 €34,3%
Lokstedt2.625,68 €31,8%
Lurup1.966,80 €31,9%
Marienthal2.541,99 €32,5%
Marmstorf1.878,33 €31,8%
Neugraben-Fischbek2.033,18 €35,0%
Neustadt2.885,80 €30,8%
Niendorf2.180,52 €31,3%
Nienstedten3.896,38 €36,2%
Ochsenwerder2.638,06 €33,1%
Ohlsdorf2.093,83 €32,5%
Osdorf2.235,57 €32,1%
Othmarschen3.523,39 €35,5%
Ottensen2.801,26 €33,3%
Poppenbüttel2.476,39 €35,0%
Rahlstedt2.133,54 €35,4%
Rissen2.079,13 €33,6%
Rönneburg1.834,77 €30,3%
Rothenburgsort2.011,63 €31,4%
Rotherbaum3.269,64 €32,7%
Sasel2.703,97 €34,9%
Schnelsen2.274,82 €36,0%
Sinstorf2.434,35 €39,1%
St. Georg2.725,87 €31,6%
St. Pauli2.541,72 €33,2%
Steilshoop1.948,52 €32,3%
Stellingen2.304,11 €32,6%
Sternschanze2.685,41 €32,6%
Sülldorf2.218,85 €30,6%
Tonndorf2.085,58 €33,5%
Uhlenhorst3.157,96 €32,4%
Veddel1.891,06 €34,7%
Volksdorf2.572,79 €34,3%
Wandsbek2.197,19 €33,8%
Wellingsbüttel3.083,21 €34,8%
Wilhelmsburg1.976,46 €32,8%
Wilstorf1.939,94 €33,9%
Winterhude2.757,43 €32,0%
Du. Hamburg2.471,17 €33,2%
Quelle: ImmoScout24 11/2020

Zur Methodik

Der Immobiliendienst ImmoScout24 hat für das erste Halbjahr 2020 hat die Such- und Profildaten ausgewertet. Die Frage war, was sind Wohnungssuche bereit von ihrem Haushaltsnettoeinkommen (HHNE) für die Wohnungsmiete auszugeben?

Die bei ImmoScout eingestellten Angebotskaltmiete wurden dabei im Verhältnis zum Haushaltsnettoeinkommen der Interessenten gesetzt. Das HHNE basiert auf den Eigenangaben der Wohnungssuchenden in den Nutzerprofilen. Als Ausreißer wurden jene Daten herausgefiltert, bei denen sich Interessenten mit sehr niedrigem Haushaltsnettoeinkommen auf im Verhältnis viel zu teure Wohnungen beworben haben. Städte/Kreise mit weniger als 100 Kontaktanfragen wurden ebenfalls nicht erfasst.

Beim Hamburger Wohnungsmarkt muss man stets den hohen Anteil der Genossenschafts- und SAGA-Wohnungen (insgesamt rund 40% der Mietwohnungen) berücksichtigen. Diese zumeist preiswerten Wohnungen werden weniger über freie Immobilienportale angeboten.