Hamburger zahlen öfter bargeldlos

E-Cach Terminal mit Hand und KreditkarteBild von flyerwerk auf Pixabay

Modernes Bezahlen liegt in Hansestadt im Trend und Bargeld ist auf dem Rückzug.

Den Deutschen ist ihr Bargeld heilig. Obwohl es mittlerweile unzählige Möglichkeiten gibt, mit denen sicher und bargeldlos gezahlt werden kann, möchten sich viele Bundesbürger die mit dem Bargeld verbundene Freiheit nicht nehmen lassen. Deutlich offener und flexibler scheinen hier jedoch die Hamburger zu sein. In Hamburg setzen immer mehr Verbraucher auf bargeldlose Zahlmethoden und sorgen damit für mehr Sicherheit und Komfort im Alltag. 

Bargeldloses Zahlen in Hamburg in vielen Bereichen möglich

Schon seit einiger Zeit verweisen vor allem Supermärkte darauf, dass sie die Kartenzahlung bevorzugen. Oft kann das Abkassieren dadurch erheblich beschleunigt werden. Die Kartenzahlung gilt darüber hinaus als besonders sicher. 

In den letzten Monaten hat auch aufseiten der Verbraucher die Bereitschaft mit Karte zu zahlen, deutlich zugenommen. Darauf hat wiederum der Hamburger Handel reagiert. Immer mehr Geschäfte bieten die Kartenzahlung mittlerweile auch für kleinere Wareneinkäufe an. So ist es in Hamburg beispielsweise möglich, auch ein einzelnes Brötchen absolut kontaktlos zu bezahlen. Auch Restaurants wagen den Schritt und akzeptieren nur noch die Zahlung ohne Bargeld.

Damit stellt die Hansestadt eine Ausnahme in Deutschland dar. Gerade kleine Händler bieten häufig noch keine Kartenzahlung an und verlangen weiterhin Bargeld. Besonders weit verbreitet ist das in Kleinstädten, in denen auch viele Restaurants auf die Bezahlung mit Karte verzichten. 

Weniger Kontakt erhöht die Sicherheit

Ein wesentliches Argument, das laut der Redaktion von FITFORMONEY für bargeldloses Zahlen spricht, ist die Sicherheit. In vielen Geschäften wird es mittlerweile ungern gesehen, wenn große Bargeldbestände in den Kassen schlummern. Auch Verbraucher fühlen sich sicherer, wenn sie möglichst wenig Bargeld dabei haben. Darüber hinaus ist kontaktloses Bezahlen gesünder, denn über Bargeld können Keime und Bakterien ganz einfach weitergereicht werden. 

Um die Entwicklung zu fördern und es den Verbrauchern zu erleichtern, bargeldlos zu zahlen, starten einige Unternehmen promigestützte Kampagnen und viele Hamburger Läden setzen auf Flexibilität. So haben sie sich dazu entschlossen, die Mindest-Einkaufswerte für die Kartenzahlung zu senken oder sie verzichten mittlerweile vollkommen darauf. 

Neben den Geschäften haben auch Banken und Sparkassen auf die wachsende Bereitschaft zum bargeldlosen Zahlen reagiert. So wurde zuletzt beispielsweise das Limit für Zahlungen ohne PIN-Eingabe erhöht. Lag dieses zuletzt noch bei überschaubaren 25 Euro, sind mittlerweile bis zu 50 Euro möglich.

Es wird allerdings noch eine Weile dauern, bis wirklich bei allen Händlern auch die größeren Summen ohne PIN-Eingabe mit der Girocard bezahlt werden können. Grund sind erforderliche Umstellungen an den Händler-Terminals, die vor Ort erfolgen müssen. 

Warum ist Bargeld in vielen anderen Städten der Spitzenreiter?

Viele Bundesbürger bleiben aber skeptisch, wenn es um die konsequente Ausweitung des bargeldlosen Zahlens geht. Studien zeigen: Die Deutschen haben tatsächlich ein ganz besonderes Verhältnis zum Bargeld. So lösen Debatten um eine mögliche Abschaffung vor allem Skepsis, Unmut und Verschwörungstheorien aus. Was in vielen anderen Ländern längst Alltag ist, ist hier nur schwer durchsetzbar. 

Ein Argument, das in diesem Zusammenhang gern genannt wird, sind negative Zinsen. Diese könnten, wenn es kein Bargeld mehr gibt, deutlich einfacher eingeführt und auch von den Bürgern eingezogen werden und würden letztlich für alle Bankeinlagen gelten. 

Bitte folgen und liken Sie ganz-hamburg.de