Hochzeitseinladungen – ganz einfach und richtig gestalten

Foto: pexels.com / SplitShire


Bei der Gestaltung der Einladungskarten zu einer Hochzeit gibt es einfache Tricks & Tipps für den Test, die Schrift und das Layout.

Die lässigen 1970er und 1980er Jahre sind lange vorbei. Wenn überhaupt hatte die heutige Elterngeneration oft relativ kurz und schmerzlos ohne große Feiern geheiratet. Ein Polterabend mit Freunden, Bekannten, der Familie und Kollegen und darauf folgend dann die Trauung mit einem Essen für die Familie und Trauzeugen, viel mehr Aufwand wurde zumeist nicht getrieben. Große aufwändige Hochzeitsfeiern mit vielen Gästen, gab es, aber es war eher selten.

Heute ist das ganz anders. Hochzeiten sind zu einem Fest der Feste geworden, werden lange sorgfältig geplant und vorbereitet. Zu einer gelungener Hochzeit gehören natürlich auch die Hochzeitseinladungen.

Hochzeitseinladungen ganz einfach

Mittlerweile kann man die Einladungskarten sehr gut online bestellen und drucken lassen. Aber, ein ganz großes ABER, eine Drucksache richtig zu erstellen und zu gestalten, ist zwar keine Raketenwissenschaft, doch es gilt wenige aber wichtige Grundregeln zu beachten.

Selbst Laien können Schritt für Schritt eine schöne Hochzeitskarte erstellen.

So einfach gestalten Sie Ihre Hochzeitskarte

„Weniger ist mehr“…

Klingt wie eine Binse, ist es aber nicht. Texten braucht Zeit, schreiben Sie einen Entwurf, dann mit einem zeitlichen Abstand wird er überarbeitet. Beim ist ist Klarheit angesagt und beschränken Sie auf das Wesentliche. Nicht vergessen, das Motto wird die Ehe lange begleiten, deshalb sollte es sorgfältig ausgesucht werden und sollte auf allen Drucksachen zur Hochzeit verwendet werden. Zumeist werden vierseitige Karten verwandt. Der eigentliche Einladungstext wird auf Seite zwei und drei (Innenseite) platziert. Die vierte Seite sollte der Information zum Ort etc. dienen. Der Text sollte auf das Wesentliche beschränkt werden.

Das Layout braucht Zeit

So machen es die Profis. Zuerst wird eine Gestaltungsidee entwickelt, dann wird der Text erstellt und abschließend wird das Layout finalisiert. Zeitdruck ist kein guter Texter oder Gestalter. Das Layout und der Text muss reifen. Deshalb ruhig einmal darüber schlafen und dann weiterentwickeln. Wer das ganze stressfrei erledigen will plant für eine Einladung rund zwei bis vier Wochen ein. Natürlich geht das schneller, aber damit steigt meist auch die Fehlerwahrscheinlichkeit.

Hochzeitseinladung Foto: Dmitry Zvolskiy / pexels.com

Disziplin bei der Schriftart

Schriften gibt es wie Sand am Meer. Die Profis verwenden selten mehr als zwei Schriftarten. Texte in Versalien, Schreibschrift, negativer Schrift oder Schriften vor farbigen Hintergrund sind schwer zu lesen. Auf einer Seite nie mehr als drei Schriftgrößen verwenden. Schriften dürfen nicht zu klein (Lesbarkeit) sein. Nicht jeder Empfänger ist 22 Jahre alt und hat einen Adlerblick.

Eine Überschrift in Schreibschrift kann ein schöner Akzent sein. Fließtext mit Informationen sollten nicht in Schreibschrift geschrieben werden.

Vorsicht ist immer bei der Farbe geboten, farbige Schriften wirken schnell billig/reklamig. Möchte man das bei einer Hochzeitseinladung?

Gestaltungselemente, Bilder, Ornamente

Beim Einsatz von Gestaltungselementen ist Zurückhaltung angesagt. Wenige Elemente auswählen, dafür aber auf eine durchgehende Gestaltung von Einladungskarte, über die Tischkarten, Speisekarten etc. achten.

Hochzeitstafel Photo by Thomas William on Unsplash

Auf die Haptik achten

Nicht an der Papierqualität sparen. Zu dünnes (leichtes) Papier fühlt sich nicht nur nicht gut an. Es mindert die Anmutungsqualität. 180 g/qm fühlt sich wertig an. Für Karten sollte 220 g/qm, besser 250 oder 280 g/qm verwendet werden. Es gibt viele verschiedene Papiersorten: matt, gestrichen, hochglänzend, strukturiert etc. Auch das Papier muss zur Gestaltung passen.

Fehler vermeiden

Klingt simpel, ist aber ein nicht so seltener Fehler. Es schleichen sich ganz schnell Tipper, falsche Datumsangaben, Adressen, Uhrzeiten, E-Mail Adressen oder Telefonnummern ein. Gestaltungsprofis lesen deshalb Texte sehr sorgfältig (möglichst laut und langsam) Korrektur. Es gilt immer das Vier-Augen-Prinzip lesen. Nie etwas mal eben, oder gar nachts freigegeben!

Übrigens, zu knappes Timing ist auch ein Fehler. Denn eine Sendung kann einmal verloren gehen, oder es findet sich ein dicker peinlicher Tipper. Dann hat man wenigstens einen Zeitpuffer um den Fehler zu fixxen oder kann ruhiger vor der Hochzeit schlafen. Dann muss es nur noch mit der Bräutigam oder der Braut klappen, nicht das er oder sie im letzen Moment abspringt. Wenn doch, dann lag es nicht an Hochzeitseinladungen.

Bitte folgen und liken Sie ganz-hamburg.de
Social media & sharing icons powered by UltimatelySocial