Klein, aber verdammt oho, der Malteser

Malteser läuft über eine WieseKlien aber oho, der Malteser Photo by Joe Caione on Unsplash

Die kleinen weißen Wirbelwinde, die Malteser, gehören zu den ältesten Hunderassen der Welt.

Die kleinen quirligen und kinderlieben Malteser sind besonders in Städten zu einer sehr beliebten Hunderasse geworden. Dabei war der Malteser kein Spaßhund, sondern er hatte wichtige Aufgaben.

Eigentlich schon in der frühen Antike begannen die Menschen planmäßig Hunde zu züchten. Sie für spezielle Aufgaben einzusetzen und abzurichten. Wer heute einen Malteser sieht, weiß selten, dass die kleinen hellen Hunde zu den ältesten Hunderassen der Welt gehören und schon in der Antike treue Hausgenossen waren.

Neben den Katzen war ihre Aufgabe die Mäuse und Rattenjagd. Besonders in Hafenstädten und Küstenorten, hier gibt es traditionell aufgrund der Getreide- und Nahrungsmitteltransporte viele Ratten und Mäuse. Dagegen musste man etwas tun, denn nicht nur das Nagetiere die Getreidevorräte angriffen. Schon damals wusste man, Nagetiere verunreinigen Korn und übertragen Krankheiten.

Ein Haus- und Hofhund im besten Sinn des Wortes

So lebte der Malteser in enger häuslicher Gemeinschaft mit den Menschen. Für die Jagd auf die schädlichen Nagetiere musste er schnell und beweglich sein, deshalb war Größe nicht wichtig, eher das Gegenteil. Ein Rüde erreicht heute eine Widerristhöhe von 21 bis 25 cm. Hündinnen sind mit 20 bis 23 cm etwas kleiner. Ein gut entwickelter Hund wird ca. drei bis vier Kilogramm leicht. Mit der Zeit wurde er immer sozialer und zu einem spielerischen Freund der Kinder.

Weißer Malteser Hund
Malteser Bild von Pezibear auf Pixabay

Während Männer Hunde eher nach ihrer Eignung für die Jagd auswählten und züchteten, blieb der Malteser ein Hund des Hauses und wurde in Renaissance der Hund für adlige Damen und reiche Bürgerinnen.

Sie wollten keinen Hund um andere zu beeindrucken oder gar zu erschrecken. Sie wünschten sich Hunde als treue Begleiter, als Freunde im Salon oder bei einem Gartenspaziergang. Auf vielen Portraits aus dem 16.bis 19. Jahrhundert sind auch Malteser mit abgebildet.

So wird heute die Malteser-Rasse als anhänglich aber auch selbstbewusst beschrieben. Als ideale Begleithunde spielen sie gern und mögen es liebevoll. Kein Wunder, dass sie auch bei Kindern sehr beliebt sind. Dazu kommt das muntere Wesen oder auf gut Deutsch gesagt, sie bringen Leben in Bude. Denn faul, schläfrig und bewegungsarm den Tag zu verbringen, liegt dieser Rasse wenig. Immerhin, oblag ihnen ja früher die Nagetierjagd. Ratten sind schlau, sehr wendig und wissen sich zu wehren. Mäuse sind klein und schnell. Da muss ein Hund gute Reflexe haben, wenig und lernfähig sein. Charaktereigenschaften die ihn sehr sympathisch machen.

Ideal für Familien und in der Stadt

Malteser sind der Hund für die Stadt und junge Familien. Wie für jeden Hund gilt, ein Hund muss hundegerecht und nicht vermenschlicht erzogen werden. Denn, wer das unterlässt, der bekommt frei Haus einen kleinen Tyrannen, der dem Halter auf der Nase herumtanzt und ziemlich launisch sein kann, geliefert.

Dass man einen Hund nur von einem verantwortungsvollen Züchter und keinesfalls von dubiosen Anbietern im Web, die gern die Mitleidskarte spielen, kaufen sollte, gilt auch für Malteser.

Vernünftig gezüchtete Hunde sind fast immer robuster und leiden unter weniger Krankheiten. Am besten man erwirbt den Hund im richtigen Welpenalter, allerdings nicht, wer er zu jung ist. Richtige Hundeerziehung erfordert viel Zeit, Geduld, Ruhe und eine klare Linie.

Denn, ein Hund ist stets ein Hund und sollte nicht vermenschlicht werden. Dann lernt der Hund die notwendigen Regeln und Kommandos. Aus seiner Sicht, ist das sehr wichtig. Denn damit wird er Teil der Meute, also der Familie, und hat seinen festen Platz, der ihm Sicherheit gibt, in der Familie. Dabei ist er wachsam und passt auf. Bei aller Munterkeit, der Malteser ist kein Kläffer. Da werden sich nicht nur die Nachbarn freuen.

Wer verantwortungsvoll Hunde hält, wird mit seinem jungen Malteser auch eine Hundeschule besuchen. Die Trainer geben nicht nur Erziehungswissen weiter, sie stärken auch die Beziehung Mensch zu Hund. Je stabiler sie ist, desto wohler fühlt sich der Hund und ist sicherer zu führen.

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