Bei der Kreditaufnahme Geld sparen – So verbessern Sie Ihre Kreditwürdigkeit

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Mit Krediten die Bonität verbessern? So geht’s

Hamburger nehmen durchschnittlich einen Kredit in der Höhe von 384.000 Euro auf, um sich eine Immobilie zu kaufen. Dies ist deutschlandweit nicht die höchste Kreditsumme, die Verbraucher für den Kauf einer Immobilie aufbringen müssen. Dennoch ist dies eine erhebliche Finanzlast, die auf Kreditnehmer zukommt.

Unabhängig davon, wofür man einen Kredit aufnimmt, das Ziel ist stets, möglichst wenig Zinsen zu zahlen. Aufgrund der Niedrigzinsphase ist es noch immer möglich, einen günstigen Kredit aufzunehmen, sofern man über die notwendige Bonität verfügt. Die Bonität entscheidet nämlich, zu welchen Konditionen das Darlehen vergeben wird.

Jeder Kreditgeber bewertet die Kreditwürdigkeit des Kreditinteressenten. Dabei wird die Zahlungsmoral in der Vergangenheit bewertet sowie das Nettoeinkommen geprüft. Das Ziel der Prüfung ist herauszufinden, ob der Kreditnehmer in der Lage ist, seine Schulden pünktlich zurückzuzahlen. Je höher das mögliche Ausfallrisiko, desto höher der Zins.

Eine auf den ersten Blick einfache Berechnung, die jedoch von einigen Kreditgebern streng geheim gehalten wird.

Vor allem die Gewichtung bei den einzelnen Bonitätskriterien wird an die Kreditnehmer häufig nicht transparent kommuniziert.

Um sich garantiert die besten Kreditbedingungen zu sichern, sollten die Kreditinteressenten ihre Kreditwürdigkeit verbessern.

Drei Faktoren der Bonitätsbewertung

Um die Bonität der Kreditnehmer zu ermitteln, greifen Banken auf folgende Daten zu:

  1. Bonitätsindex
  2. Einkommen
  3. Ausgaben

Kreditinteressenten können dies für sich nutzen, ihre Kreditwürdigkeit optimieren und sich damit einen günstigeren Zins sichern. Dies hilft vor allem Kreditnehmern mit schlechter Bonität, Geld zu sparen.

Den Bonitätsindex verbessern

Der Bonitätsindex wird in der Praxis auch als der Schufa-Score bezeichnet. Es handelt sich hier um eine Bewertung der eigenen Bonität, welche durch diverse Auskunfteien, aufgrund des Zahlungsverhaltens in der Vergangenheit, ermittelt wird.

In Deutschland gibt es zahlreiche Auskunfteien, die Daten der Bürger über Vertragsabschlüsse sowie Käufe auf Ziel sammeln. Die SCHUFA gehört zu Deutschlands größter Auskunftei. Beinahe alle Kreditgeber greifen bei der Ermittlung der Kreditwürdigkeit von Kreditnehmern auf die Schufa-Auskunft zurück.

Alle Verbraucher haben die Möglichkeit, einmal im Jahr eine kostenlose Auskunft bei den Auskunfteien zu beantragen. Dies sollte genutzt werden, um mögliche Falscheinträge zu identifizieren und löschen zu lassen.

Der Bonitäts-Score wird in der Regel einmal im Quartal aktualisiert. Kreditnehmer, die eine höhere Kreditsumme aufnehmen möchten, sollten sich daher im Vorhinein über ihren Bonitäts-Score bei den Auskunfteien informieren und Maßnahmen treffen, um diesen zu verbessern.

Schon eine geringe Verbesserung des Scores kann den Zins um einige Zehntelprozent senken, was auf die Laufzeit umgerechnet mehrere Tausend Euro sparen kann.

Das Einkommen erhöhen

Das Einkommen ist ein entscheidender Faktor bei jeder Kreditvergabe. Kreditgeber möchten sicherstellen, dass der Kreditnehmer über ein regelmäßiges und entsprechend hohes Einkommen verfügt, womit er die Raten problemlos tilgen kann.

In diesem Zusammenhang haben viele Personengruppen ohne fixe Einnahmen Schwierigkeiten, einen Kredit zu bekommen. Dazu zählen vor allem Studenten, Rentner, Hausfrauen oder etwa Arbeitslose.

Selbständige gehören auch zu jener Personengruppe, die häufig Probleme haben, einen Kredit zu bekommen.

Klein und mittelgroße Unternehmen aus Hamburg haben jedoch die Möglichkeit, sofern gewisse Voraussetzungen erfüllt werden, eine Kreditförderung bei der Hamburgischen Investitions- und Förderbank zu erhalten.

Kreditnehmer können ihr Einkommen erhöhen, indem sie ein höheres Gehalt verhandeln bzw. einen Nebenjob aufnehmen, um zusätzlich Einnahmen zu generieren.

Die Ausgaben senken

Die Höhe des Einkommens ist jedoch nicht aussagekräftig, wenn man die Ausgaben in die Berechnung nicht aufnimmt. Der Kreditanbieter möchte schließlich wissen, wie viel Geld dem Kreditnehmer, nach Abzug aller Ausgaben, zur Verfügung steht.

In diesem Zusammenhang wird eine Haushaltsrechnung durchgeführt. Ist die Differenz zwischen den Einnahmen und Ausgaben hoch genug, um die Raten zu begleichen, stehen die Chancen auf eine Kreditzusage hoch.

Die eigenen Ausgaben kann man senken, indem man den Konsum einschränkt, alte Verträge auf Optimierungsmaßnahmen prüft und unnötige Ausgaben vermeidet.

Sofern das Nettoeinkommen für die Tilgung der Raten nicht ausreicht, kann der Kreditnehmer eine höhere Laufzeit vereinbaren, die jedoch in höhere Zinszahlungen resultiert.

Vom Sparpotenzial profitieren

Viel zu häufig zahlen Kreditnehmer zu viel für ihren Kredit. Banken sind auch nicht die beste Anlaufstelle, um den Kreditnehmern zu helfen, weniger Zinsen zu zahlen.

Sofern die erwähnten Faktoren beachtet werden, kann das Sparpotenzial, vor allem bei langen Laufzeiten und hohen Kreditbeträgen, mehrere Tausend Euro ausmachen. Eine Prüfung der eigenen Bonität vor dem Kreditantrag macht daher durchaus Sinn.

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