Verlieben in Hamburg – ist es der erster oder der zweite Blick?

LIebeSich einfach nahe sein, sich lieben Photo by Tyler Nix on Unsplash

Wenn es um Beziehungen geht: die Go’s und No Go’s. Vermeiden Sie Fettnäpfchen und Beziehungskiller.

Mit den ersten Sonnenstrahlen in Hamburg wandern nicht nur die dicken Winterjacken in den Schrank und die Straßen-Cafés werden wieder beliebter. Bei Singles steigt zuverlässig die Sehnsucht nach Frühlingsgefühlen. Während Männer eher pragmatisch zielorientiert die berühmt berüchtigte Freundschaft-Plus suchen, würden viele Frauen sich lieber Hals über Kopf verlieben, aber dabei den Verstand angeschaltet lassen.

Doch wie immer Leben bzw. beim Start in eine neue Liebe kommt es zuverlässig stets anders als geplant. Das zeigen die Ergebnisse der bevölkerungsrepräsentativen ElitePartner-Studie 2019.

Liebe auf den zweiten Blick

Liebe auf den ersten Blick ist gefühlt in jeder zweiten romantischen Liebeskomödie das Hauptthema. Doch Filme haben eher wenig mit der Realität zutun, denn die Mehrheit verliebt sich häufig erst auf den zweiten Blick.

Weil der Partner nicht den Idealvorstellungen entsprach bringt jeden Fünften zum langen hadern. Am Ende siegt die Pragmatik, bei den Liierten hat etwa die Hälfte einige Abstriche von den eigenen Ansprüchen an den Partner gemacht. Die Mehrheit der Befragten gab an, sich erst auf den zweiten (dritten) Blick zu verlieben.

Die Top 10 No Go’s

Wenn Partner gesucht werden, dann spielen Ausschlusskriterien eine große Rolle. Aus einer Beziehung eine neue Beziehung aufzubauen, ist eine ganz schlechte Idee (68 Prozent), lieber kann man viele Sexpartner gehabt haben oder nicht umweltbewusst (21 Prozent) sein.

„Beziehungen gehen gar nicht“ sagen Frauen und Männer, wenn der oder die Andere

  1. … bereits vergeben oder noch in einer festen Beziehung sind (68 %)
  2. … peinliche Dinge im Internet posten (52 %)
  3. … eine völlig andere politische Auffassung vertreten (37 %)
  4. … mehr als 60 Stunden pro Woche arbeiten (35 %)
  5. … ein deutlich anderes Bildungsniveau haben (32 %)
  6. … einer völlig anderen Religion angehören, einen anderen Glauben haben (27 %)
  7. … sich sehr ungesund ernähren (25 %)
  8. … viele Sexpartner hatten (25 %)
  9. … keine Kinder möchten (22 %)
  10. … gar nicht auf einen umweltbewussten Lebensstil achten (21 %)

Kein wirkliches Ausschlusskriterium in Liebesdingen ist die Einstellung zu Glücksspielen. Immer populärer wird das Online-Spielen gerade auch wenn es bei einem Casino ohne Anmeldung möglich ist.

Ein ganz peinliches Youtube Video, machen Sie das nie!

Beziehungsfalle Web

Allerdings, wer im Web peinlich auffällt darf sich nicht wundern, wenn es mit dem anderen (oder gleichen) Geschlecht einfach nicht klappt. Denn heute gehört die Internet-Recherche zum Kleinen-Beziehungs-Baukasten dazu.

Gerade Frauen sind mit 60 Prozent (Männer nur 44 Prozent) sehr kritisch, wenn sie Internet-Postings betrachten und bewerten. Also bei Youtube-Videos, merkwürdigen Motivationssprüchen, vermeintlich komischen Trinkszenen und anderem sollten gerade Männer zurückhaltend posten. Das zeigt die ElitePartner-Studie von 2018. Vorsicht bei Dating-Apps auf dem Smartphone. Gerade Frauen checken das heimlich gern ab!

ausgemusterte Liebesschlösser
Liebesschlösser auf dem Überweg der Landungsbrücken © ganz-hamburg.de

Liebe auf den ersten Blick – trotzdem hält die Beziehung

Immer 39 Prozent der Liierten gaben an, dass sie sich auf den ersten Blick in ihren derzeitigen Partner verliebt haben. Doch die große Mehrheit, 61 Prozent, gibt an, dass sich die Verliebtheit erst mit der Zeit entwickelt hat.

Die Art des Verliebens hat wenig Einfluss auf die Beziehungsdauer. Paare, die ein über zehnjährige Beziehung haben, geben zu 40% an, dass es Liebe auf den ersten Blick war.

Schaut man sich die aktuelle Zufriedenheit mit der Beziehung an, dann sind auf den ersten Blick verliebte Paare mit 41 Prozent zufrieden und nur zu 35% unzufrieden.

„Bitte denken Sie nun einmal an Ihre aktuelle Partnerschaft bzw. Ihren Partner. Inwieweit stimmen Sie folgenden Aussagen zu?GesamtFrauenMänner
Mein Partner entspricht genau dem, wonach ich immer gesucht habe72,4%72,9%71,7%
Mein Partner ist optisch genau mein Typ70,7%68,4%73,2%
Die Verliebtheit hat sich erst mit der Zeit entwickelt60,5%62,0%58,9%
Bei der Entscheidung für meinen Partner habe ich einige meiner Ansprüche über Bord geworfen und bin jetzt froh darüber46,1%46,5%45,8%
Ich habe mich auf den ersten Blick verliebt39,2%37,0%41,5%
Eigentlich sprach vieles gegen unsere Beziehung , aber die Gefühle waren stärker37,6%40,7%34,2%
Bei der Entscheidung für meinen Partner habe ich mehr auf den Kopf als auf den Bauch gehört33,2%28,7%38,0%
Ich habe lange gehadert, ob ich die Beziehung eingehe, weil mein Partner nicht meinen Idealvorstellungen entsprach21,3%22,2%20,4%

Quelle: ElitePartner – Befragt wurden 2.666 erwachsene deutsche Internetnutzer in Partnerschaft (nur Liierte)

Männer sind spontaner – Frauen weniger rational

Durchaus erstaunlich, Männer neigen eher dazu sich auf den ersten Blick zu verlieben. Allerdings, dann entscheiden sie auch eher rational in Beziehungsfragen.

Wenn Männer ihre aktuelle Beziehungen rückblickend betrachten, dann haben sich weniger Frauen (37 Prozent) als Männer (42%) spontan verliebt. Das ist ein signifikanter Unterschied von 14 Prozent.

Wichtig zu wissen für jede Frau. Nach dem ersten Liebesschub setzt bei Männer der Kopf ein. Knapp jeder vierte Mann (38 Prozent) gibt an, dass sie bei der Entscheidung für ihre Partnerin mehr auf den Kopf, als auf den Bauch gehört haben. Nur drei von zehn Frauen (29 Prozent) geben das an.

Der Liebesmotor springt häufig nicht gleich an

Zack – Bumm – Bonjour in Liebesdingen“ – kommt vor, aber das genaue Gegenteil ist nicht selten. Ein Fünftel (21 Prozent) der Befragten geben an, dass sie lange gezögert haben, eine Beziehung zum aktuellen Partner einzugehen, weil er oder sie nicht den Idealvorstellungen entsprach. Da gibt es kaum einen Unterschied zwischen Männer und Frauen.

Allerdings, wer anfangs zweifelt, hat nicht das Fundament für eine wenig glückliche Beziehung gelegt. Immerhin 18 Prozent der zufriedenen Liierten geben an, dass sie anfangs länger gezögert hatten.

Ansprüche realistisch überprüfen

Wer sein eigenes Anspruchsniveau absolut setzt und wenig Abstriche machen möchte, der sollte diese Einstellungen überprüfen. Denn seine Ansprüche hat fast jeder zweite Liierte beim aktuellen Partner zwar nicht über Bord geworfen, doch schon vermindert.

Knapp die Hälfte (46 Prozent) der in einer Beziehung liierten sagen, sie sind heute froh darüber. Trotzdem geben knapp drei Viertel (73 Prozent) der Liierten in Deutschland an, dass ihr Partner genau dem entspricht, wonach sie immer gesucht haben .

Frauen sind bei der Optik eher pragmatisch

Viele Singles geben, wenn sie jemanden für Kennenlernen nicht interessant finden, an: „… ist nicht mein Typ“. So ist es kein Wunder, dass die überwiegende Mehrheit der Liierten (71 Prozent) in Deutschland mit einem Partner zusammen ist, der optisch dem ‚Beuteschema‘ entspricht.

Hier sind Frauen etwas mehr (68 Prozent) zu Kompromissen bereit als Männer (73 Prozent). Wobei sich da grundsätzlich die Frage stellt, welche optische Erscheinung bieten viele Männer so an. Aber, das ist zum Glück eine ganz andere Geschichte…

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