Vernetzung prägt die Zukunft des Wohnens und der Mobilität

Tesla tankt StromTesla Foto: pixabay.com / Blomst CC0 Creative Commons

Unser Zuhause ist vernetzt, unser Auto ist vernetzt und unser Zuhause ist mit dem Auto vernetzt. Und was haben wir davon? Ein kleiner Blick in die Zukunft der Mobilität und des Wohnens von morgen

Das Auto ist längst nicht mehr nur ein Fortbewegungsmittel. Neue Modelle setzten vermehrt auf Fahrassistenz, die uns – sei es beim Fahren, Parken oder Navigieren hilft, und dabei für zusätzliche Sicherheit sorgt. Doch beinahe lautlos im Schatten des Hypes um autonom fahrende Autos werden auch jede Menge digitaler Services für das Auto entwickelt, die wir so bisher nur für Zuhause kennen. Doch warum soll der digitale Lifestyle nicht Einzug in das Fahrzeug erhalten?

Noch sind diese Welten nicht ausnahmslos miteinander vernetzt. Denn bislang müssen Technologien wie Mirrorlink dafür sorgen, dass wir Smartphone Apps wie die Mr Green App mit den Touchscreens unserer Fahrzeuge benutzen können. Damit kann beinahe jeder mobile Service, darunter Smart Home, mit dem sich ein Zuhause remote kontrollieren und steuern lässt, auch im Auto nutzen. Und das ganze funktioniert, ohne die Hand ans Smartphone zu legen. Bei Autos des VW-Konzerns kann man mittlerweile das Smart Home bereits systemintegriert steuern und so beispielsweise die Heizung zuhause regeln. Noch aber benötigt der Nutzer auch hier Mirrolink-Schnittstellen und einen internetfähigen VW.

Vernetzung + Smart Home Foto: pixabay.com / Pixaline CC0 Creative Commons

Umfragen aber haben erbeben, dass sich die Verbraucher wünschen, dass digitale Services auf allen Geräten einwandfrei und einheitlich funktionieren. Und da rund zwei Drittel aller Erwerbstätigen beinahe jeden Tag mit Auto zur Arbeit fährt, zählen auch die Touchscreens in den Vehikeln zu diesen Endgeräten. Wenn also die Kinder auf der Rückbank einen Film sehen, soll dieser an eben jener Stelle auch zuhause auf dem heimischen Gerät weiterlaufen, wo er im Auto gestoppt wurde. Das stellt nicht nur die Entwicklung der IT-Infrastruktur vor große Aufgaben, sondern auch die Kompatibilität der Geräte. Apple propagiert seit jeher das in sich geschlossene System und das könnte auch die Lösung für die Autoindustrie sein. Doch diese Systeme bieten dem Verbraucher keine Möglichkeit, die Geräte selbst zu wählen. Zweifelsfrei aber wird es im internetfähigen Fahrzeug künftig mehr maßgeschneiderte Dienstleistung und weitaus mehr Personalisierung geben. Beispielsweise setzen im Smart Home immer mehr Menschen auf Sprachsteuerung.  Auch im Auto wird es vermehrt zum Einsatz von Sprachassistenten kommen, die auf Zuruf Aufgaben erledigen.

Fahrzeuge werden in Zukunft auch untereinander vermehrt digital verbunden werden. Dank entsprechender Vernetzung können die Fortbewegungsmittel so untereinander Informationen über das Wetter, Straßenverhältnisse oder freie Parkplätze austauschen. Doch bis sich das Auto seinen Platz als Smart Car erobert hat, wird noch einige Zeit vergehen. Noch ist das Smartphone das Steuerinstrument Nummer eins in der vernetzten Welt. Und so muss jedem Autohersteller klar sein, dass ein Fahrzeug ohne Schnittstelle zum Internet künftig kaum überlebensfähig sein dürfte. Im Übrigen darf man dies in der Europäischen Union seit diesem Frühjahr gar nicht mehr: Jedes neue Fahrzeug muss ab sofort mit dem sogenannten e-Call ausgerüstet sein. Dabei handelt es sich um ein automatisches Notrufsystem. Im Auto ist dazu eine SIM-Karte verbaut. Am besten wäre es freilich, wenn sich dieser auch per Sprachbefehl bedienen lässt.

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