Von IoT bis Blockchain: Die 9 wichtigsten Technik-Trends

Erde aus dem Weltraum in der Nacht. NASA FotoPhoto by NASA on Unsplash

von Alexander Hauk
Auch wenn es sich noch eine ganze Weile dauern dürfte, bis es fliegende Autos gibt: Die Digitalisierung schreitet mit großen Schritten voran und verändert Gesellschaft und Wirtschaft grundlegend, in allen Bereichen des täglichen Lebens. Die Zukunft wird spannend und bringt einige neue Entwicklungen mit sich. Interessant wird es, wenn verschiedene Technologien kombiniert werden und sich dadurch neue Anwendungsfelder ergeben. Für die nächste Zeit stehen diese neun IT- und Technik-Trends im Fokus.

Internet der Dinge:

Das Internet der Dinge (oder Internet of Things, kurz IoT) ist einer der global am stärksten wachsenden Trends und wird unser Leben genauso verändern, wie es Mobiltelefone und das Internet in den vergangenen Jahrzehnten getan haben. Beim Internet der Dinge geht es darum, die Gegenstände des täglichen Gebrauchs intelligenter zu machen,
mit dem Internet zu verbinden und so das Alltagsleben der Menschen bequemer, effizienter und sicherer zu gestalten. Um IoT einer breiten Nutzergruppe zugänglich zu machen, sind umfassende Lösungen notwendig. Das heißt: Wir müssen im IoT-Bereich Produkte und Lösungen
entwickeln, die einfach zu bedienen, preisgünstig und sicher sind. Nur dann werden sie von einem „Nice-to-have“ zu einem echten „Must-have“.

Smarthome
Smarthome
Bildquelle: https://pixabay.com/de/smart-home-haus-technik-multimedia-3096219/

Smart Home:

Von der Küche bis zum Wohnzimmer werden Alltagsgegenstände durch die Verbindung mit dem Internet intelligent. Die mit Sensoren ausgestatteten Haushaltsgeräte oder Audio- und Multimediaplayer können via App von überall gesteuert werden. Den Anfang machten smarte Lampen, Heizungen und Steckdosen. Besonders nützlich und gefragt sind Produkte für die Heimsicherheit. Viele Menschen statten ihre eigenen vier Wände mit IP-Kameras aus, um so jederzeit und von überall sehen zu können, ob zu Hause alles in Ordnung ist. Internetkameras wie die der Smartfrog & Canary Group sind vielfältig einsetzbar, etwa als Babyphone mit Kamera oder als Tierkamera: So kann man mit Canary nicht nur sein Zuhause
schützen, sondern auch jederzeit beim Baby im Kinderzimmer sein oder schauen, was das eigene Haustier gerade macht.

Blockchain:

Das Thema Blockchain gehört zu den wichtigsten Trends und könnte sich schon bald mit unterschiedlichen Anwendungen auch im Geschäftsalltag einen festen Platz erobern. Die Technologie hinter der Kryptowährung Bitcoin hat bereits eine große Bekanntheit erlangt und kommt dann zum Einsatz, wenn es auf die nachweisbare Übermittelung von Informationen
ankommt. Mit ihr lassen sich Daten sicher verwalten und als Rohstoff unserer digitalisierten Welt nutzen. Auch im IoT-Bereich spielt Blockchain eine Rolle: Die Technologie macht internetfähige Geräte noch sicherer.

Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen:

Auch, wenn sie als solche nicht erkennbar ist – ein bisschen künstliche Intelligenz steckt inzwischen in vielen Softwarelösungen. Der wesentliche
Entwicklungstreiber dabei ist das sogenannte maschinelle Lernen (Machine Learning). Es ermöglicht Systemen, aus Erfahrung automatisiert zu lernen und sich so ohne separate Programmierung selbstständig zu verbessern. Vor allem Spracherkennung und Messenger-Dienste haben davon bislang profitiert. Auch wenn der autonome Roboter noch weit entfernt ist, so werden verbesserte KI-Lösungen doch die Basis für eine neue Generation von Anwendungen bilden.

Mann mit Bart mit VR Brille
VR Brille Photo by Adrian Deweerdt on Unsplash

Virtuelle und erweiterte Realität:

Auf geht’s in die virtuelle Realität (VR). Mit einer VR-Brille
ist es dem Träger möglich, sich in einer digital geschaffenen Realität frei zu bewegen. Noch ist die Technik überwiegend für Spiele im Einsatz, virtuelle Wohnungsbesichtigungen und ein Vorabblick ins gebuchte Hotel sind ebenfalls bereits möglich. Immer mehr Unternehmen setzen zudem auf die Technologie der sogenannten erweiterten Realität, bei der virtuelle Inhalte, ähnlich einer Schablone, auf dem Display in die reale Umgebung integriert werden. Im privaten Bereich sind zum Beispiel Reiseführer, die Infos zum Kameramotiv in Smartphones projizieren, denkbar. Auch virtuelle Möbel können zum Beispiel vor dem Kauf bequem vom Sofa aus in der eigenen Wohnung digital an verschiedenen Orten platziert werden.

Schaubild 5G Campustechnik in der Lufthansa Werft Hamburg
Vodafone aktiviert ein 5G Campus-Netz für Lufthansa-Technik. © Vodafone

Mobilfunkstandard 5G:

Die rasche Zunahme vernetzter Objekte hat das explosionsartige Wachstum digitalisiert vorliegender Daten zur Folge. Ein schneller Ausbau der Internetnetze ist deshalb dringend notwendig. Durch den Ausbau der WLAN-Netze können immer größere Datenmengen in immer kürzerer Zeit verarbeitet werden. Unternehmen sind gut beraten, sich mit der Implementierung der 5G-Technologie in ihre Produkte und Dienstleistungen zu beschäftigen.

Quelle statista / BPI

Digitale Assistenten:

Der Markt für digitale Assistenten wird weiter wachsen. Aktuell werden
vernetzte Lautsprecher mit integriertem Mikrofon überwiegend zur Suche nach Informationen, zum Anrufen von Kontakten, zum Musikhören, Online-Shopping, Vorlesen von Texten oder zur Bedienung von Navigationssystemen genutzt. Auch Geräte wie Lampen und Rollläden
lassen sich über die Sprachsteuerung bedienen. Vor allem ältere Menschen können von digitalen Assistenten, die ihnen im Haushalt behilflich sind, profitieren und sie zum Beispiel an die Einnahme von Medikamenten erinnern.

Projekt autonomes Fahren in der Werkstatt. Die KI-Technologie soll für die Fahrzeugorientierung sorgen und eigenständig Objekte erkennen (c) Porsche

Selbstfahrende Autos:

Auch wenn es noch einige Jahre dauern wird, bis autonome Autos das Straßenbild prägen werden – der Trend wird sich rasant entwickeln. Im Wettbewerb um Marktanteile sind etablierte Automobilunternehmen mit Technologiekonzernen und Startups.

Drohne am Strand
Drohne am Strand Foto: Matt Pritchard/unsplash.com Creative Commons Zero

Drohnen:

Bislang waren Drohnen vor allem ein Arbeitsmittel für professionelle Fotografen und Filmemacher. Inzwischen arbeiten auch Paket-Unternehmen an Lieferdrohnen, die bei kurzen Strecken Waren über den Luftweg verteilen sollen. Sobald die letzten technischen Herausforderungen
und rechtlichen Hürden überwunden sind, werden Drohnen für mehr im Alltag sorgen.

Ausblick:

Dank moderner Technologien werden wir in Zukunft nicht nur sicherer und effizienter, sondern auch nachhaltiger leben. Sie ermöglichen es, Ressourcen, wie zum Beispiel Energie und Wasser, besser nach tatsächlichem Bedarf einzusetzen. Moderne Technologien können auch dabei helfen, die Lebensdauer von Produkten zu erhöhen oder Krankheiten besser vorzubeugen. Viele Berufe und die damit verbundenen Aufgaben werden sich in den kommenden Jahren schnell wandeln, manche durch neue abgelöst. So wird sich zum Beispiel der Beruf des Bankberaters stark ändern und ob man auch für selbstfahrende Autos noch einen Führerschein benötigt, wird sich zeigen.


Über den Autor:

Alexander Hauk ist Director of Communications DACH bei der Smartfrog & Canary Group. Als Pressereferent, bzw. Pressesprecher und Kommunikator war Hauk zuvor für die Bayerische Ingenieurekammer-Bau, EEW Energy from Waste, Vattenfall und Axel Springer SE tätig. Nach seinem Rundfunkvolontariat arbeitete der Diplom-Politologe zunächst als Journalist für die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Bereits Anfang der 2000er-Jahre gründete er eine Internetplattform für Journalisten und Redaktionen und ist seit dem Exit international als PR-, Kommunikations- und Politikberater tätig. Alexander Hauk ist Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband und im Club der Altstipendiaten der Hanns-Seidel-Stiftung.

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