Welche Zusatzversicherungen gibt es und wann sind sie sinnvoll?

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Das sind die beliebtesten Zusatzversicherungen der Deutschen – und dann braucht man sie tatsächlich.

Deutschland ist das Land der Versicherungen. Laut Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. gaben deutsche Bundesbürger im Jahr 2019 sogar 6,7 Prozent mehr an Versicherungsbeiträgen aus als im Vorjahr. So stiegen die Gesamtbeiträge auf insgesamt 216 Milliarden Euro. Während Versicherungen wie die Kranken- und Kfz-Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben sind, gibt es viele Zusatzversicherungen, die Teilnehmer noch besser vor überraschenden Krankheitsfällen schützen sollen.

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Zahnzusatzversicherung

Füllungen, Implantate, Kronen und Brücken – um Zahnbehandlungen kommt man im Leben meist nicht herum. Dabei sind sie umso teurer, je hochwertiger und optisch ansprechender die verwendeten Materialien sein sollen. Für Menschen mit anfälligen Zähnen lohnt es sich daher, eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen. Je früher dies passiert, desto besser: Die Beiträge sind für junge Patienten sehr niedrig und decken in vielen Fällen auch kieferorthopädische Behandlungen ab.

Mann mit startenden Flugzeug
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Reisekrankenversicherung

Reisen ist der beste Weg, seinen Horizont zu erweitern und dem Stress des Alltags zu entfliehen. Doch was passiert, wenn man im Ausland plötzlich auf medizinische Versorgung angewiesen ist? Hier springt die Reisekrankenversicherung ein, die je nach Police die Kosten für Behandlungen und Rücktransporte übernimmt. Diese Versicherung lässt sich auch online in verschiedenen Ausführungen abschließen und individuell an die eigenen Reisebedingungen anpassen. Sie lohnt sich für alle, die außerhalb Deutschlands auf Reisen gehen.

Krankenhauszusatzversicherung

Mit der Krankenhauszusatzversicherung können Mitglieder die Leistungen ihrer gesetzlichen Krankversicherung erweitern. Dies ist besonders dann sinnvoll, wenn Betroffene bereits gesundheitliche Beschwerden haben, die wahrscheinlich zukünftige Krankenhausaufenthalte zur Folge haben. Die Krankenhauszusatzversicherung kommt hier für die Kosten von Chefarztbehandlungen oder teuren Einbettzimmern auf. Hier heißt es wieder: Je jünger und gesünder der Antragsteller ist, desto niedriger fallen die Beiträge aus.

Krankentagegeldversicherung

Diese Versicherung ist besonders interessant für Menschen, die freiberuflich tätig sind. Vor allem unerfahrene jüngere Selbstständige sind vor einem Krankheitsfall nicht ausreichend abgesichert und müssen für ihre Verdienstausfälle selber aufkommen. Die Krankentagegeldversicherung sorgt dafür, dass man nach spätestens sechs Wochen einen Großteil seines normalen Gehalts ausgezahlt bekommt. Bei dauerhafter Krankheit greift dabei die Berufsunfähigkeitsversicherung. Wenn möglich, sollten Freiberufler beide Varianten abschließen.

Pflegezusatzversicherung

Bei der gesetzlich vorgeschriebenen Pflegeversicherung wird im Ernstfall nur ein Teil der Pflegekosten übernommen. Gerade, wenn eine stationäre Pflege notwendig ist, können die Kosten in die Höhe schnellen. Damit man nicht in die eigene Tasche greifen muss, ist eine zusätzliche Pflegeversicherung durchaus sinnvoll. Hier gibt es jedoch unterschiedliche Varianten: Die Pflegetagegeldversicherung zahlt einen bestimmten Tagesssatz aus, während die Pflegekostenversicherung nur die Lücke zwischen der gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung schließt.

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