Bemerkenswert: Pop-Up-Stores erobern Hamburg

Pop Up Store MühlenkampPop Up Store Mühlenkamp in Hamburg Winterhude © ganz-hamburg.de

Beim Shoppingtrip durch Hamburgs Straßen kann man an manchen Schaufenstern einen auffälligen Aufkleber mit dem Schriftzug: Pop-Up-Store entdecken. Wir erläutern, was es damit auf sich hat.

Fast genauso hip wie Street Food, Mode in Metallic-Farben und Urlaub machen mit Airbnb sind Pop-Up Stores. Dabei handelt es sich um Geschäfte, die in leerstehenden Räumlichkeiten auftauchen und nur vorübergehend dort bleiben – von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten. Von gesunden Fast-Food-Restaurants bis hin zu kleinen Modelabels nutzen diverse Branchen dieses Konzept. Wichtig ist: Hip und individuell muss es sein. Auch in Hamburg finden sich 2016 einige dieser Shops.

Den Reiz dieser Läden macht ihre Vergänglichkeit aus. Der kurze Zeitraum, in dem die Shops bestehen, gibt den Käufern das Gefühl, an etwas Besonderem teilzuhaben. Oft „poppen“ sie ohne Vorankündigung an ungewöhnlichen Orten auf und locken Kunden mit ausgefallenen Inszenierungen und kreativen Ideen. Von den temporären Shops erfährt man meist nur spontan durch entsprechende Infos auf sozialen Netzwerken oder durch Mundpropaganda.

Warum so beliebt?

Motive für Guerilla-Shops, wie die Stores auch genannt werden, sind die Absatzsteigerung und die Inszenierung von Produkten. Aber auch für die Neueinführung von Linien und Marken werden die episodischen Geschäfte gern genutzt. Selbst ein Anlass wie das Ende oder der Beginn einer Jahreszeit oder ein Jubiläum können für Unternehmen Gründe sein, einen Pop-Up-Store ins Leben zu rufen. Nach so einer vorübergehenden Aktion verzeichnen Unternehmen und Marken oft viele neue Kunden.

Auch die Stars springen auf den Hype um die Pop-up Stores auf. Berühmtheiten wie Drake, Gwyneth Paltrow und Kanye West eröffneten in den letzten Monaten solche Läden. Überall auf der Welt standen die Fans Schlange, um einen Blick auf ihre Lieblingskünstler zu werfen und deren Produkte zu erwerben.

Auch in Hamburg gab es 2016 einige Pop-Up-Stores. So befand sich für einige Tage eine Champagnerbar zu Gast im Lehmweg, in der Champagner und luxuriöses Fingerfood serviert wurden. Von März bis Juli gab es in Rotherbaum eine Modeboutique, die ausgewählte Hamburger Mode und Kunst verkaufte. Am 8. September eröffnete an der edlen Einkaufsmeile Neuer Wall ein Pop-Up-Store des Lebensmittel-Discounters Lidl, in dem man Mode des hauseigenen Labels kaufen kann. Für eingefleischte Onlineliebhaber, die sonst gerne bei Shops wie Peter Hahn unterwegs sind, ist ein Pop-Up Store eine tolle Abwechslung. Sie können nach der neuen Entdeckung wieder zu üblichen Shoppingerlebnissen übergehen, da es das Geschäft ihrer Freude sowieso nicht mehr gibt.

 

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