Regionales Obst und Gemüse erlebt wegen Corona einen Aufschwung

LKW Beschriftung Obst & Gemüde in rot und blauObst & Gemüse © ganz-hamburg.de

Lieferservice und Home Delivery sind die Gewinner des Corona-Lockdowns. Vielmehr Hamburger nutzen jetzt diesen bequemen Service.

Eine Essenslieferung nach Hause ist im Prinzip kein wirklich neues Konzept. Sushi, Pizza, Döner und Co. können schon seit langem ganz einfach und unkompliziert mit einem Klick an die Haustür bestellt werden.

Doch nicht nur das Fast-Food eignet sich zur Lieferung – auch frisches Obst und Gemüse, wie von dem Gemüse Kiste Lieferservice Hamburg, kann sich nun nach Hause bestellt werden. Ein willkommener neuer Food-Trend, der auf dem Gedanken der Nachhaltigkeit und dem Umweltschutz basiert. Besonders in den aktuellen Zeiten des Corona-Virus ist die Gemüse- und Obstlieferungen durch regionale Anbieter, beispielsweise in Hamburg, eine tolle Möglichkeit, sich im Supermarkt keiner Ansteckungsgefahr auszusetzen.

Ganz egal, wie sie genannt werden: Das „Gemüse-Abo“, die „Bio-Kiste“ oder die „Öko-Kiste“ nutzen alle den gleichen Prozess: Auf der jeweiligen Internetseite des Anbieters können Kunden ein Abo abschließen – vorausgesetzt, sie leben im Einzugsgebiet von Hamburg.

Nach Abschluss des Abos werden dann in regelmäßigen Abständen frische und leckere Bio-Lebensmittel an die Haustür geliefert – so lange, bis das Abo wieder gekündigt wird. Dabei liegt die Entscheidung bei dem Kunden, wie viele Kisten geliefert werden und was genau in ihnen enthalten ist.

Welche Produkte werden geliefert?

Das Basis-Sortiment umfasst saisonales und vor allem regionales Gemüse, wie Kohl, Zucchini, Kürbisse, Tomaten, Kräuter Möhren und Salate, sowie saftiges Obst, beispielsweise Kirschen, Pflaumen, Heidelbeeren, Birnen und Äpfel. Falls es gewünscht wird, ist es auch möglich, die Kisten durch Milch- und Fleischprodukte, Marmelade, Honig, Eier oder liebevoll hergestellte Backwaren zu ergänzen.

Die jeweiligen Lieferanten pflegen dafür enge Kooperationen mit regionalen Geschäftspartnern. In der Hansestadt gibt es auch Anbieter, die eine noch größere Auswahl an Lebensmitteln und Waren, wie Kekse, Nudeln, Säfte oder auch Kosmetika, bieten. So wird der herkömmliche Supermarkteinkauf ganz bequem von Zuhause aus ausgeführt und bis zur Tür geliefert.

Die Vorteile der Lieferung von gesunden Lebensmitteln in Hamburg

Eine Lieferung von Kisten, die bis oben hin mit leckeren und gesunden Lebensmitteln vollgepackt sind, bietet einige Vorteile.

Beispielsweise bedeutet die Lebensmittellieferung ein großes Stress- und Zeitersparnis. Darüber hinaus ist es nicht mehr nötig, schwere Tüten und Kisten selbst zu schleppen. Dies ist besonders für ältere Menschen, die in Zeiten des Corona-Virus ohnehin zur Risikogruppe gehören und sich nicht im Supermarkt mit vielen anderen Menschen aufhalten sollten, und zeitlich sehr eingespannte Menschen eine große Erleichterung im Alltag.

Die Gemüse- und Obstlieferdienste in Hamburg setzen vorrangig auf Produkte, die zumindest über ein Bio-Siegel der EU verfügen. Es findet eine staatliche Überprüfung der jeweiligen Erzeuger statt. Die Tiere auf diesen Höfen haben mehr Platz zur Verfügung, als es bei konventionellen Betrieben der Fall ist. Außerdem dürfen keine chemischen Pflanzenschutzmittel, Mineraldünger oder Gentechnik genutzt werden. Ein Großteil der Produkte, welche die Lieferdienste anbieten, erfüllen sogar die Regeln von Demeter oder Bioland.

Nicht zu vergessen ist, dass durch den Kauf der regionalen Waren die ökologische Landwirtschaft in Hamburg und Umgebung nachhaltig unterstützt wird. Dadurch wird der Erfolg von kleinen Betrieben mit überschaubaren Strukturen hinsichtlich des Direktverkaufs von landwirtschaftlichen Produkten maßgeblich verstärkt – besonders in der aktuellen Corona-Krise sollten kleine, lokale Betriebe nicht vergessen werden! Es gibt hier sogar Produzenten, die sehr strenge Regeln ansetzen und zum Beispiel auch nur biologisches Futter für ihre Tiere verwenden. So wird sowohl der Umwelt als auch der eigenen Gesundheit etwas Gutes getan.

Zusammengefasst werden durch die Inanspruchnahme des Lieferservices für regionales Gemüse und Obst kurze Transportwege, Alternativen zu der Massenproduktion der Industrie, die ökologische und naturnahe Erzeugung und Transparenz in den Prozessen unterstützt. Außerdem profitiert davon die regionale Landwirtschaft in Hamburg und Umgebung und es wird ein Beitrag zum Schutz der Umwelt geleistet.

Die Corona-Krise und die Preissteigerungen bei Obst und Gemüse im Supermarkt

Vielleicht ist einigen Verbrauchern in der letzten Zeit bereits aufgefallen, dass die Preise für frische Produkte, wie Obst und Gemüse, im Supermarkt sehr stark gestiegen sind. Grund dafür ist die Ausbreitung des Corona-Virus. Ebenfalls sind die Regale im Supermarkt oft nicht mehr so gut bestückt, wie es vor der Krise der Fall war.

Deshalb sind immer mehr Hamburger verunsichert, was ihre Versorgung mit frischem Gemüse und Obst betrifft. Dies ist einer der Gründe, weshalb die regionalen Lieferdienste von gesunden und frischen Lebensmitteln aktuell einen regelrechten Aufschwung erleben.

Weniger Flugverkehr bedeutet höhere Transportkosten

Von den erwähnten Preissteigerungen bei Obst und Gemüse sind besonders die Flugwaren betroffen. Zu diesen zählen beispielsweise Papayas, Mangos, Ananas oder Avocados. Die Kosten für den Transport sind in den heutigen Zeiten wesentlich höher als zuvor. Eigentlich werden diese Waren nämlich in normalen Passagier-Flugzeugen transportiert. Aktuell fliegen allerdings nahezu 90 Prozent der Flugzeuge gar nicht, wodurch die entsprechenden Kapazitäten für die frische Fracht fehlen. Als Konsequenz steigen die Frachtkosten.

Das gleiche gilt auch für den LKW-Transport der Waren – Steigerungen der Preise können auch hier beobachtet werden. Besonders betroffen davon sind die Frachten, die von und nach Südeuropa kommen. Eine Vielzahl an LKWs ist gezwungen, die Fahrt in den Süden komplett leer ohne Fracht anzutreten. Darüber hinaus darf nur ein Fahrer des LKWs aus Gründen der Hygiene im Führerhaus sitzen. Diese sind aus diesem Grund wesentlich länger unterwegs und auch bei den Grenzkontrollen geht viel Zeit verloren. Da die einfache Rechnung gilt, dass die Fahrt umso teurer ist, desto mehr Zeit sie in Anspruch nimmt, ist es nicht verwunderlich, dass auch hier die Warenpreise ordentlich ansteigen. Doch Verbraucher sind diesen nicht schutzlos ausgeliefert.

Biogemüse
Biogemüse Foto: ganz-hamburg.de

Keine erhöhten Preise für regionales Gemüse und Obst

Für regionale Obst- und Gemüsesorten ist allerdings keine Steigerung der Preise erkennbar. Von den Erdbeerfeldern gibt es beispielsweise besonders gute Nachrichten, den Engpässe und damit verbundene höhere Preise sind nicht in Sicht. Schwankungen können hier lediglich wegen etwaigen Witterungsbedingungen entstehen.

Mittlerweile ist es auch wieder möglich, dass Erntehelfer und Saisonarbeiter durch bestimmte Sonderregelungen wieder nach Deutschland kommen dürfen, um zum Beispiel Erdbeeren und Spargel zu ernten. Zusätzlich werden auf den Feldern andere freiwillige Helfer und Menschen, die von Kurzarbeit betroffen sind, eingesetzt.

Diejenigen, die auf frisches und regionales Gemüse aus der Region Hamburg setzen, müssen sich daher um die Versorgung mit gesunden Lebensmitteln keine Sorgen machen. Darüber hinaus machen es praktische Lieferservices möglich, entspannt zuhause zu bleiben und sich dem Wahnsinn in den Supermärkten nicht aussetzen zu müssen.

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