Fashion: Nach Glinde jetzt HafenCity: Das Atelier Jomaa gibt es jetzt zweimal

Bozena Jomaa mit Annika de Buhr und Yvonne WoelkeMode-Designerin Bozena Jomaa (i.) durfte einige bekannte Persönlichkeiten auf ihrer Opening Party in der HafenCity begrüßen. Hier mit der TV-Moderatorin Annika de Buhr (Mitte) und der Schauspielerin Yvonne Woelke. Foto: Cetin Yaman

Menschen geschmackvoll anzuziehen ist ihre Leidenschaft: für Bozena Jomaa ist es seit vielen Jahren eine Erfüllung, ihrer Kundschaft mit “Mode nach Maß” eine Freude zu bereiten. Dabei kommen ihre 30-jährige Erfahrung sehr zu Gute, nicht umsonst zählen zu Jomaas Kundschaft auch Prominente aus Fernsehen und Showbiz wie Annika de Buhr, Ekaterina Leonova oder Christine Zierl.

Bereits als Jugendliche nähte sie mit Leidenschaft für ihre Familie, nach ihrer Ausbildung zur Maßschneiderin und darauf folgendem Modedesignstudium in ihrem Geburtsort Warschau war es für sie klar, dass sie den Traum vom eigenen Atelier und eigener Designermode verwirklichen wollte. Als stolze Mama von vier Kindern wagte sie im Jahre 2008 den Schritt und machte sich zunächst mit einem kleinen Atelier in Glinde im Osten Hamburgs selbstständig. Nach einigen Umzügen hat sie seit einigen Jahre dort in der Ortsmitte ein gut laufendes Geschäft, dem auch die Pandemie nichts antun konnte. Nun ist die kreative und fleißige Polin auch in Hamburg gelandet. Ende April feierte sie in der HafenCity die glanzvolle Eröffnung eines weiteren Fashion Stores – Atelier Jomaa in der Baakenallee 88.

Schick mit hohem Qualitätsstandard

Wie man mit Nadel und Faden umgeht, weiß Bozena Jomaa seit ihrer Kindheit, das können all ihre Kunden ausnahmslos bestätigen. Ihre individuelle handwerkliche Technik und ihre schöpferischen Ideen, bei denen sie immer ihr großes Vorbild Coco Canel im Sinn hat, begeisterten von Anfang an. Im Atelier Jomaa findet sich hochwertige Mode von namhaften Modefirmen wie Schneiders sowie eigene Designermode.

“Mein Ziel ist, Eleganz und Chic lässig zu verbinden und dabei so einzigartige und individuelle Outfits zu kreieren, wie es meine Kunden auch sind”,

sagt sie.

Im Atelier werden die Looks nach der aktuellen Haute Couture-Mode entworfen und in feinster Handarbeit aufwendig genäht. Für diese werden unter anderem Designerstoffe von renommierten Modehäusern wie Chanel, Dolce & Gabbana oder Cavalli verwendet. So entstehen stilvolle, typgerechte Outfits aus edlen und schmeichelnden Materialien wie Seide, Kaschmir, Leinen, Alpaka oder Leder. Die angebotene Mode geht auf jeden Anlass ein, ob sportliche Modelle, Business-oder Abendmode, aber auch extravagante Maßanfertigungen zu moderaten Preisen sind dabei. Nicht vergessen sollte man, dass Bozena Jomaa einen großen Wert auf Nachhaltigkeit legt und ihre Mode in einem zeitlosen Stil entwirft, so dass diese möglichst lange getragen werden kann und nicht als einmal für Instagram-Fotos zu verwendende Wegwerfmode gedacht ist. Die raffinierten Abend-, Cocktail-, Hochzeits- und Ballkleider nach eigenem Design mit hohen Qualitätsstandards sprachen sich schnell herum, so dass es kein Wunder ist, dass die Designerin nun auch in Hamburg zu finden ist.

Bozena Jomaa
Mode-Designerin Bozena Jomaa bei der Arbeit in ihrem Atelier. Foto: Cetin Yaman

ganz-hamburg.de unterhielt sich mit der sympathisch-dynamischen Modemacherin Bozena Jomaa:

gh: Ihr Atelier Jomaa hat ja im kleinstädtischen Glinde sehr gut funktioniert. Nun eröffnen Sie in der Hamburger HafenCity ein weiteres Geschäft. Dieser weitere Shop ist aber in einer ziemlich anderen Welt angesiedelt; die HafenCity ist sehr mondän und das modernste, was die Hansestadt zu bieten hat und etwas anderes wie Glinde. Wie stellen Sie sich darauf ein?

Bozena Jomaa: Das Konzept habe ich mir vorher sehr gut überlegt und es auf die Lage in der Hamburger HafenCity angepasst. Meine Erfahrung ist aber auch die, dass gut gemachtes Individuelles überall sehr gut angenommen wird. Außerdem wurde ich schon von vielen meiner Hamburger Kunden gefragt, warum ich noch nicht in Hamburg wäre und jetzt bin ich da!

gh: Viele Geschäfte in der HafenCity passen sich auch mit ihren Produkten der Umgebung an. Wie ist es mit Ihnen, wird es bei Ihnen nun auch dementsprechend maritime Mode geben?

BJ: Ja, natürlich, das haben wir auch dabei. Wie immer alles individuell und nach Maß. Die Kunden können ihre eigenen Wünsche verwirklichen.

gh: Wo werden die neuen Modelle angefertigt? Weiterhin in Glinde? Oder auch in der HafenCity?

BJ: Wir werden beide Standorte dafür nutzen und haben auch in der HafenCity den Platz dafür geschaffen und selber ein oberes Stockwerk eingebaut.

gh: Die Eröffnung Ihres neuen Shops fällt ja eigentlich traurigerweise genau in die immer noch andauernde Pandemie. Woher nehmen Sie diesen Optimismus? Ist Mode Ihrer Meinung nach eher unabhängig von solchen Entwicklungen? 

BJ: Eigentlich eher unabhängig, aber es gibt einige logistische Faktoren, von denen sie dann doch abhängig ist. Die Handwerker – zu denen ich mich auch zähle – durften während der Pandemie größtenteils ihren Betrieb weiterführen. Aber das galt nicht für alle Zulieferer und auch für die Kunschaft, deshalb musste eine Anpassung an die Nachfrage erfolgen. Was speziell die Hafencity angeht: sie entwickelt sich definitiv noch weiter in den nächsten Jahren. Es ist eine neue Atmosphäre mit neuer Kundschaft für uns. Die Kunden in Glinde haben mich unterstützt und geschätzt; ich hoffe, dies kann auch in die Hafencity übertragen werden.

gh: Wie lange geben Sie sich Zeit für den neuen Standort in der HafenCity, bis wann muss er sich als voller Erfolg erwiesen haben?

BJ: Ich hoffe, die Qualität meiner Arbeit spricht sich – wie damals am Anfang auch in Glinde – schnellstmöglich rum, so dass ich mir einen treuen Kundenstamm aufbauen kann, der mit den Produkten zufrieden ist. Mein Ziel ist es, die Lücke der fehlenden Schneiderein in der Hafencity zu schließen und “Die go–to Adresse” zu werden. Dies hat in Glinde trotz starker Konkurrenz von klein auf auch geklappt (erstes Atelier war nicht mal 20 Quadratmeter groß)

Bozena Jomaa mit zwei Konsulinnen
Auch die beiden Generalkonsulinnen Laura Barrios (Argentinien) und Ana Pena Doig (Peru) fühlten sich auf der Opening Party sichtlich wohl. Foto: Cetin Yaman

gh: Was sagen Ihre bestehenden Kunden dazu, wie reagieren diese auf den zusätzlichen Standort? Besteht bei allen Interesse, auch mal den Weg in die Hansestadt anzutreten?

BJ: Zuerst dachten meine Kunden, ich würde Glinde ganz verlassen. Aber nach der Erklärung, dass es ein zusätzlicher, zweiter Standort wird, waren sie beruhigt. Der Großteil der Kunden aus dem Kreis Glinde bleibt wahrscheinlich dem Atelier in Glinde treu, aber wir haben auch dort einige Hamburger Kunden. Diese werden sich sicher sich über einen kürzeren Anfahrtsweg freuen. Viele haben schon Interesse bekundet, in der Hafencity vorbeizuschauen.

Bozena Jomaa mit Kunden
Blessing Ikpuri und ihrem Ehemann Christoph Schwerdtner gefiel der Standort in der HafenCity ziemlich gut.Foto: Cetin Yaman

gh: Was ist denn der Hauptgrund für die Eröffnung des neuen Shops in der Hamburger HafenCity? Expandieren Sie so stark und/oder wollen Sie sich auch inhaltlich neu ausrichten bzw. erweitern? In Hamburg kann man sicherlich auch noch andere Mode verkaufen als in Glinde, nehme ich an?

BJ: In Glinde ist die Kapazität ausgeschöpft, so möchte ich zum Beispiel den Bereich Herrenmode gerne erweitern. Es entstehen weiterhin sehr viele neue Büros in der Hafencity, das passt sehr gut von der Zielgruppe. Junge und ältere Männer, die modebewusst sind im Beruf. Solche Herausforderungen liebe ich.

gh: Wie wird denn der neue Shop in der HafenCity bestückt sein? Wird es da andere Mode geben als in Glinde?

BJ: Die Mode geht im Allgemeinen immer mit der Zeit, je nachdem, was gerade den Zeitgeist trifft. Das ist in Glinde im Wesentlichen nicht anders als in Hamburg. Aber die Basics bleiben natürlich.

gh: Gibt es ganz spezielle Eröffnungsangebote bei Ihnen, die es nur im neuen Shop in der HafenCity geben wird?

Bj: Die ersten Wochen geben wir 20 Prozent auf Modeartikel.

gh: Können Sie für unsere Leser ein bisschen das Interieur Ihres neuen Shops beschreiben? Mehr gemütlich oder mehr modern? Oder beides in einem?

BJ: So wie in der Hafencity üblich: modern und industriell, also eher gegensätzlich zum Verspielten in Glinde.

Annika de Buhr präsentiert ein Bild
Zum Start sind auch einige Gemälde der bekannten Künstlerin Rita Basios-Schlünz (“Elbmalerin”) im Geschäft zu sehen. Hier präsentiert sie gemeinsam mit Annika de Buhr ein Werk von sich. Foto: Cetin Yaman

gh: Nochmal kurz zurück zum leidigen Thema Pandemie. Wie würden Sie als Designerin die Geschmacksentwicklung bei den Menschen während dieser Periode einschätzen? Hat sich auch da Corona irgendwie bemerkbar gemacht?

BJ: Die Nachfrage nach Sportkleidung ist stark gestiegen. Alles was lässig, gemütlich ist, kam gut am. Erstaunlicherweise gab es sogar vermehrt Maßanfertigungen für Pyjamas und Bademantel.

gh: Was bietet die Frühjahr-/Sommerkollektion 2022 von ATELIER JOMAA? 

BJ: Unter anderem sind Westen aus Leinen und knallige Farben angesagt. Die 90er Jahre sind im Kommen: breite Schultern, entspannte, lässige Looks in Übergrößen.

gh: Gibt es auch so etwas wie Trendfarben in dieser Saison?

BJ: Grüne Töne, rosa bis pink, gelb und lila.

Beim Opening vom Atelier Jomaa im Zelt
Das Wetter spielte bis zum späten Nachmittag gut mit und so genossen die Gäste das Geschehen auch im Freien. Foto: Cetin Yaman

Gh: Werden Sie in Ihrem neuen Store auch Fashion Shows abhalten?

BJ: Unsere Modenschauen waren bisher immer woanders, weil im Store nicht genug Platz vorhanden ist, das ist in der Hafen City nicht anders. Auf Gut Schönau bei Reinbek haben wir einige Fashion Shows organisiert gehabt, wahrscheinlich werden die zukünftigen auch wieder dort stattfinden.

gh: Ein Blick zurück: seit wann gibt es die Modemarke ATELIER JOMAA eigentlich?

BJ: Meine Selbstständigkeit begann ich im Jahre 2008 und die Marke ATELIER JOMAA habe ich 2020 patentieren lassen.

gh: Auf der Wohltätigkeitsveranstaltung BLAUER BALL sind Sie ja ebenfalls immer regelmäßig als Sponsorin mit dabei. Was genau machen Sie da? Wie unterstützen Sie diese große Benefiz-Veranstaltung?

BJ: Ich bin da immer mit Spenden dabei, stelle Preise für die Tombale zur Verfügung und für Marianne Ehnert, der Frau des Organisators, schneidere ich immer das Ballkleid für den Abend. Die beiden sind auch inzwischen gute Freunde von mir.

gh: Das große Opening Event in der HafenCity haben sie nun erfolgreich hinter sich gebracht. Wie lautet ihre persönliche Bilanz dazu?

BJ: Ich bin sehr zufrieden, es war insgesamt ein außerordentlich schöner und erfolgreicher Tag. Den Gästen hat es sehr gut bei mir gefallen, das ist für mich das Wichtigste. Dass auch einige Prominente und wichtige Kunden vorbeigekommen sind, war natürlich ganz besonders schön. Es war eine große Freude für mich so prominente und bedeutende Gäste wie die Generalkonsulinnen von Argentinien und Peru, Laura Barrios und Ana Pena Doig, die TV-Moderatorin Annika de Buhr, die Schauspielerinnen Yvonne Woelke und Julia Helbich, die Musical-Stars Kathy Savannah Krause und Dale Tracy, die Künstlerinnen Rita Basios-Schlünz (“Elbmalerin”) und Aneta Pahl (stellen beide einige Gemälde im Shop in der HafenCity aus) sowie die Malerin Daniela TE Beck, das Best Ager-Model Ewa Haas-Stark, die Ärztin Wiktoria Gojewska, den Organisator des Blauen Balls Günter Ehnert, den Unternehmer Manfred Köhler und den Podologen der Stars, Olaf Hemkhaus, begrüßen zu dürfen.

gh: Wir wünschen viel Erfolg und Glück in der HafenCity

Mehr Infos unter atelier-jomaa.de

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