Positive Zeichen für die Zukunft des Einzelhandels in Hamburg

City Shopping Foto: ganz-hamburg.deShopping Foto: ganz-hamburg.de

Der Handelskongress in der Handelskammer Hamburg, der am 24. Juni stattfand, machte es noch einmal überdeutlich: Der stationäre Einzelhandel wird massiv vom Internethandel bedroht. Es braucht heutzutage nur weniger Klicks, und Kunden haben in Sekundenschnelle alle Informationen über Preise und Produkte und wählen das günstigste Ergebnis.

Dieses Kundenverhalten ist längst Standard geworden, was den Wettbewerb zwischen Einzelhandel und Onlineshop nur noch weiter intensiviert. Einzelhändler müssen mit angepassten Geschäftsmodellen reagieren. Beim Handelskongress wurden folglich die Themenbereiche Multi-Channel-Strategien und soziale und ökologische Glaubhaftigkeit als potenzieller Marktvorteil im Handel besprochen.

Hoher Wettbewerbsdruck

Hinter diesen Schlagwörtern verbergen sich die bereits angesprochenen Probleme: Der Internethandel bietet eine Preistransparenz, die viele Unternehmen vor eine Herausforderung stellen. Aus dem Wettbewerbsdruck entsteht dabei häufig eine Ratlosigkeit bei den Händlern, die nicht wissen, wie sie reagieren sollen. In der Handelskammer sagte Vizepräsidentin Birgit Kochen-Schmidt-Eych allerdings: „Gerade Hamburg ist als ökonomisches Zentrum Norddeutschlands für große und kleine Handelsunternehmen attraktiv. Die Zahl der Einzelhandelsgeschäfte in der Hamburger Innenstadt nimmt zu.“

Konzentration auf Metropolen?

Laut Angaben von Kochen-Schmidt-Eych ist die Zahl der Einzelhandelsgeschäfte in der Hamburger Innenstadt in den vergangenen drei Jahren auf über 1000 Läden gestiegen. Daraus resultierte beim diesjährigen Kongress der Handelskammer die Frage, ob sich der Einzelhandel künftig auf die Metropolen konzentrieren sollte. Weitere Informationen über die Podiumsdiskussion finden Sie auf der offiziellen Seite des Handelskongress.

Tatsächlich geht es dem Einzelhandel in Hamburg vergleichsweise gut, wie auch das Hamburger Abendblatt berichtete. Bei den sonnigen Temperaturen tummelten sich bereits viele Besucher in der Hamburger Innenstadt und zwar „quer durch alle Altersgruppen“, wie der Sprecher des Hamburger Einzelhandelns, Wolfgang Linnekogel, berichtete. Besonders der Fahrradeinzelhandel konnte bereits erfreuliche Gewinne erzielen, sodass Linnekogel von einem zweiten Quartal spricht, das dem Einzelhandel mehr Stabilität gebracht habe.

Auf dem Markt bestehen

Um als Einzelhändler aus der großen Anzahl von Vertretern in Hamburg hervorzustechen, bedienen sich die Geschäfte vieler kreativer Hilfsmittel. Besonders am Kiez werden die Läden gerne von individuellen Bowflags verschönert, die im Wind der Elbe Besucher anlocken. Die Online-Druckerei Vispronet bietet hierzu verschiedene Modelle an. Auch mit individueller Beratung und einem unverwechselbaren Innendesign der Läden versuchen die Geschäfte zu punkten. Neben den genannten Punkten ergab der Handelskongress, dass keine klare Trennung mehr zwischen dem Online- und dem Einzelhandel vorliegen dürfe. Stattdessen sollten sich die Strategien in eine ergänzende Richtung entwickeln. Denkbar seien beispielsweise vermehrt Online-Aktionen, die in einem lokalen Laden einlösbar sind. Der Kreativität dürften dabei keine Grenzen gesetzt werden, denn nur so könne der Einzelhandel auch weiterhin seine Wichtigkeit verteidigen.

 

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