Der WirMarkt will mit Crowdfunding in Hamburg starten

WirMarkt Logo an einer FlascheDer WirMarkt startet mit Crowdfunding

Liebe Hamburger Supermärkte: Ihr müsst tapfer sein: Jetzt kommt der WirMarkt – demokratisch und transparent.

Wer Lebensmittel in Hamburg kaufen will hat wirklich die Qual der Wahl, Supermärkte, Discounter, Kioske, Tankstellenshops, Biomärkte, Reformhäuser, Wochenmärkte, Hofläden und Lieferdienste buhlen um uns Käufer. Gibt es da keine Nischen bzw. decken sie unsere Bedürfnisse alle ab?

Nein sagen die beiden Hamburger Barbara Knoben und Fabian Gebert, das ist alles gut und schön, aber den beiden fehlt etwas. Sie stellen Fragen:

  • Wie wäre es, wenn man fair und demokratisch nachhaltige Lebensmittel zu transparenten Bedingungen kaufen könnte?
  • Wie funktioniert ein Laden, der bedürfnis- und nicht gewinnorientiert geführt wird?
  • Kann man Lieferketten sichtbar machen und woher stammen die Produkte?
  • Wie wird kalkuliert, welche sozialen und ökologischen Auswirkungen sind damit verbunden?
  • Wie kann man sich als Käufer*In bei der Sortimentsgestaltung aktiv einbringen?

Diese Fragen wollen Barbara und Fabian positiv beantworten. So haben sich beide entschlossen den WirMarkt, einen demokratischen und transparenten Supermarkt, der auf Social Business beruht, zu gründen. Deshalb starten sie eine Crowdfunding-Kampagne um Anfang 2022 den ersten WirMarkt in Hamburg eröffnen zu können.

Junge Frau und Mann wollen einen Biomarkt gründen
Die WirMarkt Initiatoren Barbara Knoben und Fabian Gebert (c) WirMarkt

„Ziel der Kampagne ist es, Menschen für die Idee des WirMarkts zu begeistern. Wir brauchen nur 100 Mitglieder, um den ersten Laden Anfang 2022 zu eröffnen. Außerdem suchen wir Menschen, die uns bereits jetzt aktiv unterstützen und das Projekt gemeinsam aufbauen und voran bringen – als Teil einer Bewegung für eine sozial- und ökologisch gerechte Lebensmittelversorgung“,

erklärt Mitgründerin Barbara


Das WirMarkt Konzept

Der WirMarkt soll mehr als ein reiner Laden sein. Den beiden Gründern schwebt ein Treffpunkt vor. So soll es neben der Einkaufsfläche auch eine Café-Ecke Raum für Austausch und Workshops bieten. Geplant ist ein Vollsortiment mit allen gängigen Lebensmitteln und dazu Produkte des täglichen Bedarfs.

Die Kosten sollen nicht nur durch Gewinn und Umsatz erwirtschaftet werden. Auch die Mitarbeit oder ein solidarischer Monatsbeitrag trägt zur Finanzierung des Ladens bei. Ziel ist es, auch die Margen sowie Preisaufschläge gering zu halten und transparent zu kalkulieren. Denn beiden ist klar, auch Lieferausfälle, Preisschwankungen sowie Schwund müssen realistisch und transparent eingepreist werden. Social Business heißt immer auch eine realistische Angebots- und Preispolitik zu betreiben.

Werden Gewinne erwirtschaftet, so sollen diese in ausgewählte Projekte, in die (politische) Kampagnen- und Bildungsarbeit oder Verbreitung des Konzepts (um anderen Nachbarschaften zu ermöglichen weitere WirMärkte aufzubauen) gesteckt werden. Um dies sicherzustellen, streben die Gründer:innen eine Rechtsform an, die das berücksichtigt und den Sinn und Zweck des Unternehmens vor den Gewinn stellt (zum Beispiel eine GmbH in Verantwortungseigentum).

Die Crowdfunding-Kampagne läuft bis zum 15.06.2021. Als Dankeschön können Spender:innen unter anderem zwischen einer Probemitgliedschaft, Yogastunde mit Gründerin Barbara, Fahrradtour zu den Ackerperlen, einem Bio-Hof im Spadenland, oder Einkaufsgutscheinen für den WirMarkt auswählen. Bis lang hat das Projekt von 97 Unterstüzter gefunden (Stand KW

Weitere Informationen unter: www.wirmarkt.orginstagram.com/wirmarkt und Crowdfunding-Kampagne unter: www.startnext.com/wirmarkt-hamburg20/2021)