10 Dinge… die ich an Hamburg vermissen werde!

Ganz-Hamburg10 Dinge, die Studentin Tina an Hamburg vermissen wird.

„10 Dinge… die Österreichern in Hamburg fremd sind“ beschrieben meine ersten Erfahrungen und Erlebnisse in der Hansestadt. Mit Ende meines dreimonatigen Praktikums frage ich mich heute, wo die Zeit nur geblieben ist. Der österreichische Schriftsteller Ernst Ferstl würde darauf antworten: „Glückliche Momente vergehen nicht, sie verfliegen.“ Davon geblieben sind wertvolle Erfahrungen, unvergessliche Augenblicke – und 10 Dinge, die ich an Hamburg vermissen werde!

 1. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Hansestädter

Genau genommen vierzehn Wochen habe ich hier gewohnt, gearbeitet und vor allem gelebt. Zeit genug, um auch den einen oder anderen Hamburger kennenzulernen und mir einen persönlichen Eindruck von der Mentalität der Hansestädter zu verschaffen. In der ersten Woche lernte ich neben freundlichen Passanten auch hilfsbereite Beamte und Securities kennen und war begeistert, wie nett hier doch alle sind. An dieser Stelle ist anzumerken, dass ich mit dieser Berufsgruppe in meiner Heimatstadt schon andere Erfahrungen machen musste. Ich fragte mich, ob dieser erste Eindruck auf Dauer sein würde – und das war er: Bis heute habe ich (abgesehen von einer Ausnahme – und bei gestressten Kebab-Verkäufern darf man um sechs Uhr morgens auch mal ein Auge zudrücken) nur freundliche und hilfsbereite Hamburger kennengelernt. Junge Mädels, die dir auf dem Weg zur U-Bahn die Koffer abnehmen wollen, Passanten, denen dein suchender Blick sofort auffällt und dir deshalb ungefragt den Weg zeigen und Kellner, die immer für einen kleinen „Schnack“ zu haben sind. Das Klischee, Hamburger seien „kühl und verschlossen“, kann ich daher in keiner Weise bestätigen!

2. Am Jungfernstieg sitzend den Ausblick genießen

Auch wenn die beliebten Stufen beim Bootsanleger oft bis auf wenige Plätze besetzt sind, laden sie immer wieder zum gemütlichen „Chillen“ ein. Anstelle von gestressten Passanten treffe ich hier auf Pärchen, Familien, Freunde und Besucher, die den Ausblick und im Idealfall das sonnige Wetter genießen. Kleine Boote, die zur nächsten Alsterrundfahrt aufbrechen, Schwäne, die entspannt im Wasser treiben und eine Wasserfontäne inmitten der Binnenalster lassen schlechte Gedanken schnell vergessen. Die Atmosphäre erinnert mich an Urlaub und den genieße ich am liebsten mit einem Starbucks-Cappuccino in der einen und einem Schoko-Kuchen in der anderen Hand.

Hamburg Jungfernstieg

Der Ausblick am Jungfernstieg lässt trübe Gedanken schnell vergessen.

3. Lütauer Rhabarberschorle

Eigentlich bin ich ja Wasser-Trinker. Und Kaffee- und Tee-Trinker. Für Säfte, vor allem mit Kohlensäure versetzt, bin ich grundsätzlich schwer zu begeistern. Eine Ausnahmen gibt es aber seit ich in Hamburg bin: Lütauer Rhabarberschorle. Fruchtig, erfrischend, nicht zu süß – einfach lecker!

4. Die Naturverbundenheit der Stadt

Auf dem Land aufgewachsen, war es während des Studiums für mich nicht einfach, mich an das Stadtleben zu gewöhnen. Eine kleine Wohnung ohne Wiesen und Wälder vor der Tür ließen mich jedes Wochenende zurück in die Heimat fahren. Von Hamburg, über 1.000 km von zu Hause entfernt, war dies natürlich nicht mehr möglich – und auch nicht notwendig. Die Hafenmetropole bot mir genügend Möglichkeiten, dem Alltag in einer Großstadt zu entfliehen und in der Natur neue Energie zu tanken. Neben „Meerfeeling“ am Elbstrand, luden auch der Stadtpark und Planten un Blomen dazu ein, den Frühling im Freien zu genießen. Sei es beim Sporteln oder gemeinsamen Sonne tanken mit Freunden. Außerdem bekam ich bei ausgedehnten Spaziergängen an der Alster schnell den Kopf frei und fühlte mich – von Vogelgezwitscher umgeben – fast wie zu Hause.

Frühling in Hamburg

Frühling in Hamburg mit Blick auf den Michel.

5. Die morgendliche Stille in der U-Bahn

Wer kennt das nicht? Nachdem man sich schon viel zu früh aus dem Bett gequält hat, kommen auch noch der morgendliche Stress und die fehlende Motivation hinzu, mit der man sich meist montags auf den Weg zur Arbeit macht. Worauf man da gut und gerne verzichten kann, sind lautstark gestikulierende oder telefonierende Menschen in der U-Bahn. Einfach ein paar Minuten seine Ruhe haben und sich auf den neuen Arbeitstag einstellen – man würde es in einer Großstadt nicht vermuten, aber ich hatte meist das Glück. Natürlich gab es Tage, an denen mehr Leute als Platz im Waggon waren, aber überwiegend kam ich in den drei Monaten in den Genuss eines Sitzplatzes und angenehmer Stille. Keine „Telefonierer“, kaum Gespräche, stattdessen nur Menschen, die Zeitung lesen, vor sich hindösen oder sich seelisch auf den bevorstehenden Tag vorbereiten. Da fiel selbst mir als Autobesitzer die morgendliche Öffi-Fahrt ins Büro nicht schwer.

6. Övelgönne

Am Strand liegen, sich die Sonne ins Gesicht scheinen lassen, den Blick auf die weitläufige Elbe gerichtet und in der Hand ein kühles Alsterwasser: Urlaubs-Feeling pur und das von den Landungsbrücken nur wenige Minuten mit der Fähre entfernt. Övelgönne ist meine Empfehlung an alle Touristen, die einen Trip nach Hamburg planen. Einfach am Elbstrand entlang spazieren, den Ausblick genießen und sich ein kühles Getränk (am besten Alsterwasser oder Rhabarberschorle) an einer der Bars genehmigen – schon steht dem perfekten Wochenendausflug nichts mehr im Weg.

Övelgönne

Urlaubsfeeling am Elbstrand.

7. Den Hafen (bei Sonnenuntergang)

Das maritime Highlight der Stadt prägt nicht zuletzt mit seinen Kränen das Bild vieler Besucher: Imposant strecken sie sich dem Himmel empor und erinnern mich mit ein wenig Fantasie an Giraffen, die für die meisten auch nicht mehr vom Hafen wegzudenken wären. Steht man abends an den Landungsbrücken, erlebt man darüber hinaus einen atemberaubenden Sonnenuntergang. Während die Silhouetten der Hafenkräne im grellen Licht hervorstechen, wird das Wasser der Elbe in tiefes Rot getaucht – ein Naturschauspiel, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Sonnenuntergang am Hamburger Hafen

Ein Naturschauspiel der besonderen Art: Sonnenuntergang am Hafen.

8. Spaziergänge am Wasser

Ob sonntags mit Coffee-to-go eine gemütliche Runde um die Binnenalster oder ein abendlicher Spaziergang an den Kanälen entlang in Richtung Außenalster – die Ausflüge zu Hamburgs bekannten Gewässern wurden schnell zur beliebten Freizeitaktivität und bestätigten mich immer wieder darin, mit der Hansestadt die richtige Entscheidung für mein Auslandspraktikum getroffen zu haben. Natürlich verwehrte das Schietwetter auch uns die eine oder andere „Alsterrunde“, aber dennoch kam ich regelmäßig in den Genuss, die „schönste Stadt der Welt“ bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen genießen zu können.

Hamburg Alster

Hamburg bei Spaziergängen entlang der Alster genießen.

9. Fischmarkt um sechs Uhr morgens

Wie der Hafen zu Hamburg und die Berge zu Österreich, gehörte der Fischmarkt bei uns zum Abschluss einer durchtanzten Nacht auf der Reeperbahn. Bereits nach kurzer Zeit ergab sich eine gewisse Routine: Zu Fuß auf den Weg Richtung Fischauktionshalle, bei Live-Musik ein frisches Backfischbrötchen (bei großem Hunger mit Pommes) genießen und währenddessen das morgendliche Treiben am und im Wasser beobachten. In Erinnerung bleiben werden diese Ausflüge auch dank der Obstkörbe, die sich in unserer Wohnung angesammelt haben. Für Obstliebhaber ein wahres Paradies und zugleich die Qual der Wahl: Nimmt man den Korb mit Melonen, aber ohne Spargel oder doch lieber den teuren, dafür mit Erdbeeren?! Wie auch immer die Entscheidung ausgefallen war – jeder davon wurde in freudiger Erwartung und mit vereinten Kräften nach Hause transportiert.

10. Das beste PR-Team

Last but not least darf bei all den schönen Freizeitaktivitäten und Wochenendausflügen nicht vergessen werden, dass ich in erster Linie zum Arbeiten nach Hamburg gekommen bin. Drei Monate lang habe ich mein Pflichtpraktikum bei claudia schulz:pr absolviert und möchte meiner Arbeitgeberin auf diesem Weg DANKE sagen! Claudia hat wesentlich dazu beitragen, dass meine Zeit in Hamburg zu einem unvergesslichen Aufenthalt geworden ist und ich zahlreiche neue Erfahrungen, sowohl beruflich als auch privat, sammeln konnte. Sie setzte sich von Beginn an dafür ein, mir so viel wie möglich beizubringen und mich in ihren Arbeitsalltag zu integrieren. Claudia war viel mehr als nur eine Chefin und nahm mich auch auf diverse Veranstaltungen mit: Eine Modenschau, bei der ich zahlreiche Promis kennenlernte, ein HSV-Spiel live im Stadion und der Blaue Ball im edlen Ambiente des Hotel Atlantic sind nur ein paar der einzigartigen Erlebnisse, die mir dank Claudia immer in Erinnerung bleiben werden. Bloggerin Dajana als Arbeitskollegin – und wie es der Zufall so will, ebenfalls Österreicherin – vervollständige mit ihrer lockeren und aufgeschlossenen Art „das beste PR-Team“. Sie verhalf mir mit ihrem Know-How nicht nur zu neuen Online-Kenntnissen, sondern überzeugte mich mit ihren Kochkünsten auch von der Vielfalt der veganen Küche. Ich danke euch für alles und hoffe, dass wir auch nach Ende meines Praktikums in Kontakt bleiben werden!

Claudia Schulz PR

Bestes Team: claudia schulz:pr

Fotos (c) Tina Peinhart

10 Dinge… die Österreichern in Hamburg fremd sind

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