Die 12. Stadtgespräche rückten den inklusiven Sport in den Fokus

Gruppenbild 12. StadtgesprächeMit Corona-Sicherheitsabstand Dr. Thilo von Trott, Andy Grote, Kirsten Bruhn, Peter Wenig, Sven Jürgensen, Rando Aust

Wo steht der inklusive Sport in der Active City Hamburg?

Langsam schüttelt das Hamburger Stadtleben seine sommerliche Corona-Starre ab. Das kulturelle und gesellschaftliche Leben erwacht unter Wahrung der nötigen Corona-Abstandsregeln wieder.

Zum 12. Stadtgespräch des Förderkreis der evangelischen Stiftung Alsterdorf trafen sich im Spiegelsaal des Museum für Kunst und Gewerbe die Ausnahmesportlerin und die Schwimmerin Kirsten Bruhn (Paralympischer Champion, Botschafterin des Unfallkrankenhaus Boberg), Innensenator Andy Grote, Rando Aust (Vorsitzender der Alexander Otto Sportstiftung), Sven Jürgensen (Mitinitiator der Inklussionsoffensive im NRV) und Dr. Thilo von Trott (Vorstand der Ev. Stiftung Alsterdorf). Sie diskutierten zum Thema “Global Active City inklusive? Inklusiver Sport als gesellschaftlicher Auftrag!” Moderiert wurde die Runde von Peter Wenig (Autor Hamburger Abendblatt).

Inklusiver Sport, das heißt Engagement, das heißt Pragmatismus und auch Phantasie. Es geht viel mehr als man denkt, denn beim inklusiven Sport ergänzt sich vieles und etwas Neues entsteht dabei.

Was bestimmt nur wenige wissen, die Sporthalle in Alsterdorf war die erste Halle, die konsequent auf Inklusion und Barrierearmut hin gebaut wurde. Wobei, das ist gar nicht so einfach, denn je nach Handicap kommt es auf ganz andere Eigenschaften ein. In den drei Jahren war auch viel Learning by Doing dabei. Denn, von Anfang an kann man kaum alle Anforderungen berücksichtigen, wichtig ist Erfahrungen zu machen, flexibel und schnell laufend Verbesserungen vorzunehmen.

In Hamburg ist einiges im inklusiven Sport erreicht worden. Doch was noch wichtiger ist, es bilden sich Netzwerke heraus. Zwischen den Stiftungen, den Vereinen, Verbänden und auch die Behörden machen mit. Da ist bestimmt noch nicht alles perfekt, doch man spürt, die Beteiligten machen alle konstruktiv mit. Wichtig ist, Erfahrungen zu teilen und es muss nicht jedes Mal das Rad “neu erfunden werden”.

Einig war sich das Podium zum Schluss, Hamburg sei zwar noch nicht die inklusivste Sportstadt Deutschlands. Hamburg ist aber auf einem sehr guten Weg dorthin. Gerade die Hamburger Mischung aus Pragmatismus, Engagement in den Stiftungen und eine Politik, die den Prozess aktiv begleitet.

Eine Netzwerkveranstaltung wie es die Alsterdorfer Gespräche, die von Stefanie Stoltzenberg mitorganisiert werden, sind, können auch mit dem nötigen Hygieneschutz durchgeführt werden. Der Gesprächsqualität und -intensität hat es keinen Abbruch getan.

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