Gegenwelten für eine schwierige Zeit – Deutsch-Französisches Kulturfestival arabesques will Akzente setzen

arabesques Startkonzertarabesques Startkonzert in der Kulturkirche Hamburg Altona

Das Deutsch-Französische Festival arabesques geht in diesem Jahr in seine 7. Runde

von Cetin Yaman
Schirmherr von arabesques ist Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg und Bevollmächtigter des Bundes für die deutschfranzösische kulturelle Zusammenarbeit. Die feierliche Eröffnung des Festivals fand zeitgleich mit dem Start des Jahres der französischen Sprache und der frankophonen Kulturen in Hamburg sowie dem 60. Jahr der Städtepartnerschaft Hamburg-Marseille im Hamburger Rathaus statt.

arabesques„Gegenwelten – repenser le monde!“

Unter dem Motto „Gegenwelten – repenser le monde!“ will man sich „in einer Zeit,  in der die Europaskepsis blüht, und sich der Populismus in der Mitte der Gesellschaft einen festen Platz geschaffen hat“, fünf Wochen lang in und um Hamburg treffen. Auf über 30 Veranstaltungen – von Neuer Musik, Film, Debatten bis hin zu Tanz und Chanson – geht das Festival dabei auf „Spurensuche nach Möglichkeiten, die Demokratie mit utopischen Ideen aufzufrischen und eine geteilte Vision von Gemeinschaft zu finden, die von Verantwortung statt Spaltung, von Diversität und Offenheit geprägt ist“. So lauten die anvisierten Ziele der beiden Macher Barbara Barberon-Zimmermann und Nicolas Thiébaud, die arabesques 2012 ins Leben gerufen hatten.

Das erste Festival-Konzert 2018 fand in der Kulturkirche Altona statt. Solisten der Hamburger Staatsoper und des Institut des vents français Marseille spielten dabei Werke von Hamburger und Marseiller Komponisten, die sich dem Thema kulturelle Identität und kollektives Gedächtnis widmen.

Marie-Joseph Canteloube de Malaret, Henri Tomasi und Emmanuel Chabrier auf der französischen und Gustav Mahler, Georg Philip Telemann und Paul Hindemith auf der deutschen Seite standen auf dem Programm des Abends. Das Ensemble arabesques war vertreten mit Eva Maria Thiébaud (Flöte), Hanna Rabe (Harfe), Nicolas Thiébaud (Oboe), Frédéric Baron (Fagott), Didier Huot (Horn), Daniel Paloyan (Klarinette), Fernando Gabriel Swiech (Orgel), den Gesangspart übernahm die Sopranistin Maria-Isabella Jung. Der am Ende stürmisch gefeierte Auftritt in der gut besuchten Kulturkirche wurde unter anderem eingeleitet mit einer Rede des Französischen Generalkonsuls in Hamburg, Laurent Toulouse.

Weitere Konzerte

Weiter geht es am 28. Januar mit neuer Musik von Thierry Pécou und dem Ensemble Variances: Das Konzert „Instants ludiques – Spielerische Augenblicke“ ist Teil des Projektes „Confluences – neue Räume komponieren“, das arabesques ins Leben gerufen hat, um in innovativen Musikvermittlungsprojekten zeitgenössische Komponisten und Ensembles in den Dialog mit Nachwuchsmusikern treten zu lassen. Eine Diskussionsrunde ist für den 7. Februar angesetzt. „Ein starkes, einiges, demokratisches Europa ist möglich, aber es setzt den Mut zur Verständigung und Gestaltung voraus“, so die Intendantin Barbaron-Zimmer, die sich als Gesprächspartner unter anderem Dr. Valérie Igounet, Expertin für den Front National, und  Dr. Ronja Kempin von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin eingeladen hat. Es geht über das Erstarken des Front National in Frankreich und der AfD in Deutschland und die Suche nach einem politischen Erfolgskonzept gegen Wutbürger und Populismus.

Musikalisch bietet arabesques Rap, Makossa und Chanson. Der Pariser Rapper MHD, ist am 20. Februar mit seinem „Afro-Trap“ zu Gast in der Fabrik in Alton. Am 23. Februar spielen René Tenenjou und seine Band Gospel, Makossa und Latino-Jazz. La Petite Semaine aus der Bretagne (16.2. in der Kulturwerkstatt Hamburg und 17.2. in Elmshorn), Les Maries (25.1.), Véronique Elling und Mélinée präsentieren genau das Richtige für alle Chanson-Freunde.

Ergänzt wird das Festival mit einer Gruppenausstellung von zehn Hamburger Illustratoren (ab 16.2.) sowie „Grenzen überschreitender Orgelmusik“ (18.2.). Das große Finale bildet das interaktive Musiktheater der Hamburger Komponistin Shiwen Wang mit dem Titel „Der Mythos des Sisyphos“ nach Motiven von Albert Camus (25.2.). 

Visual arabesques

Visual arabesques (c) Elke Ehninger

Informationen und Tickets

Weitere Infos unter: www.arabesques-hamburg.de

Festivalkarten sind bei der Konzertkasse Gerdes erhältlich unter Tel. 040-45 33 26 oder 040-44 02 98 sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen, auch im Internet, soweit nicht anders bei den Veranstaltungen im Programmheft verzeichnet.

Tickets zum ermäßigten Preis nur an den Abendkassen oder im Vorverkauf direkt in der , arabesques-Geschäftsstelle, bei den Mühren 69a, 20457 Hamburg, Tel. 040-348 64 031.

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